Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „>> mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

Gemobbt – und was jetzt?

Mobbing, die systematische Schikane einzelner Mädchen und Jungen, kann große Belastungen hervorrufen. Ängste, Depressionen, und psychosomatische Reaktionen können die Folgen sein. Die Betroffenen entkommen einer Mobbing-Situation – z. B. in der Schule, im Hort, in einer Ferienfreizeit – selten aus eigener Kraft. In der Regel sind sie auf die Unterstützung durch Erwachsene angewiesen, damit die Übergriffe beendet werden.

Mobbing ist nicht nur eine Angelegenheit zwischen „Opfer“ und „Täter/Täterin“; auch die Zuschauer und Mitwisser sind für die Entwicklung des Mobbinggeschehens von Bedeutung. Fachkräfte brauchen für die Intervention also ein grundlegendes Wissen über die Gruppendynamik bei Mobbing sowie über das Erleben der beteiligten Kinder bzw. Jugendlichen.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Fragen wie diese: Was ist im Kontakt mit Betroffenen, im ersten Gespräch und bei weiteren Schritten wichtig? Was können Fachkräfte tun, wenn außer ihnen niemand dem Mädchen oder Jungen glaubt? Welche Fallstricke gibt es bei der Intervention?

Die Erfahrungen der Teilnehmenden mit diesen und weiteren Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Ziel ist es, anhand von konkreten Fallkonstellationen praxisorientierte Handlungspläne zur Beendigung von Mobbingsituationen zu erarbeiten. Beispiele aus dem eigenen Arbeitsalltag können eingebracht und exemplarisch bearbeitet werden.

24. Januar
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1810

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So schlimm war das doch gar nicht…

Handlungsorientierungen für den Umgang mit Mobbing unter Kindern

Mobbing ist unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet: Verbale Angriffe, subtile Ausgrenzung oder Diskriminierung kommen praktisch in jeder Schule vor, manchmal auch in außerschulischen Kontexten. Für betroffene Mädchen und Jungen sind solche Übergriffe eine große Belastung. In der Regel sind sie auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen, um so einer Situation zu entkommen. Um Mobbingprozesse zu unterbinden und die betroffenen Kinder wirkungsvoll zu unterstützen, sind Gegenstrategien erforderlich, die sich auf die ganze Gruppe beziehen. Das Seminar soll pädagogischen Fachkräften helfen, die Entstehung von Mobbing zu verstehen und mit Blick auf Gruppenprozesse sinnvoll zu reagieren.

7. Februar und 14. März 2018
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1830

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Diskriminierung verlernen

Grenzen und Spiel-Räume in der gewaltpräventiven Arbeit

Im Jugendalter sind Wertschätzung und Zugehörigkeit wesentliche Grundlagen für die Entwicklung von Identität und Selbstwertgefühl. Mädchen und Jungen sind in dieser Hinsicht sehr bedürftig – und sehr verletzbar. Was passiert, wenn ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit nicht beachtet wird? Wie reagieren Jugendliche auf Ablehnung und Diskriminierung? Und können solche Erfahrungen trotz Kränkung oder Verletzung konstruktiv genutzt und bewältigt werden? Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Diskriminierung und ihre Folgen sollen mit theaterpädagogischen Methoden anschaulich gemacht und reflektiert werden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den Sichtweisen der „Opfer“ und der „Täter“: Was erleben die Beteiligten in ihren jeweiligen Rollen? Wie werden Abwertungen von den Betroffenen wahrgenommen? Ein weiterer Aspekt ist die Perspektive von unbeteiligten Beobachtern: Warum werden Diskriminierungen oft übersehen? Und wie wirkt die Anwesenheit von Unbeteiligten auf die Situation?

Auf Basis dieser Fragen wollen wir unterschiedliche Möglichkeiten des Umgangs mit Ausgrenzung und Abwertung entwickeln. Ziel des Seminars ist die Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Diskriminierungen und für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen.

13. und 14. Februar
Seminar
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1820

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Der Schmerz sitzt tiefer

Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten

Verletzen Jugendliche ihren Körper in Form von Schnitt-, Brand- oder Bisswunden, kann dies bei pädagogischen Fachkräften schnell Hilflosigkeit und Überforderung hervorrufen. Die Selbstverletzungen haben für betroffene Jugendliche zwar oftmals eine entlastende Funktion, Pädagoginnen und Pädagogen bringt es jedoch in die herausfordernde Situation, abwägen zu müssen, wie sie sich verhalten.

Die erste impulsive Reaktion entspricht möglicherweise nicht immer einem angemessenen oder professionellen Umgang. Ein grundlegendes Wissen um das Thema Selbstverletzungen kann die Handlungsstrategien und Handlungssicherheit in solchen Situationen erweitern.

In dem Seminar befassen wir uns mit folgenden Fragen: Welche Formen selbstschädigenden Verhaltens gibt es? Welche Funktionen haben Selbstverletzungen für die Betroffenen? Welche Möglichkeiten gibt es, diese aufzugeben ohne kompensatorische Verhaltensweisen zu entwickeln? Wie kann professionelle Unterstützung aussehen? Die Teilnehmenden erhalten zudem Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von betroffenen Jugendlichen. Fallstricke und Chancen im Umgang mit ihnen werden thematisiert. Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, erarbeiten und diskutieren wir für die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmenden.

19. Februar
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1810

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6. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1811

 

Essen, Fressen, Hungern

Essstörungen bei Mädchen und Jungen

Essen ist mehr als satt werden. Im Umgang mit Stress oder unangenehmen Gefühlen, wie Langeweile oder Traurigkeit, kann Essen eine große Rolle spielen. Ebenso lässt sich über Ernährung der eigene Körper formen und gestalten, was für Jugendliche in der Auseinandersetzung mit geltenden Schönheitsidealen bedeutsam sein kann. Alterstypische Autonomieund Abgrenzungsbestrebungen den Eltern gegenüber lassen sich durch eine vegetarische, vegane oder frutarische Ernährungsform demonstrieren. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit sich bestimmten Gruppen oder einem bestimmten Lifestyle zugehörig zu fühlen.

Auffälliges Essverhalten bei Mädchen und Jungen oder Vermutungen über einzelne Jugendliche, die zu viel, zu wenig oder zu ungesund essen, werfen bei pädagogischen Fachkräften oftmals Fragen auf: Wann wird aus einer ständigen Beschäftigung mit dem eigenem Gewicht oder einer andauernden Selbstkontrolle beim Essen (z.B. durch Diäten) ein krankhaftes Essverhalten? Was ist überhaupt ein „normales“ Essverhalten und wo verläuft die Grenze zu Essstörungen? Wie kann ein angemessener Umgang mit betroffenen Mädchen und Jungen aussehen?

Das Seminar führt in das Thema Essstörungen bei Jugendlichen ein, zeigt Präventionsmöglichkeiten auf und rückt die Frage in den Fokus, wie Jugendliche im pädagogischen Alltag dahingehend gestärkt und begleitet werden können, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln. Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus die Möglichkeit ihre eigene Haltung gegenüber dem Thema Ernährung zu reflektieren.

27. Februar
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1820

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Hauptsache Action – Die 3. Dimension

hauptsache_action_projektDigitale Spielewelten von Mädchen und Jungen

Computerspiele sind bei Mädchen und Jungen beliebt und je nach Vorliebe sind Sportsimulationen, Ego-Shooter oder Strategiespiele gefragt. Als neuer Trend zeichnet sich das Spielen im dreidimensionalen Raum mit sogenannten VR-Brillen ab. Zwar steht die Entwicklung erst am Anfang, aber schon jetzt zeigen auch Kinder und Jugendliche reges Interesse an den Virtual Reality Spielewelten.

Im Rahmen des Seminars werden die Nutzungsmotive von Kindern und Jugendlichen thematisiert und über die problematischen Aspekte rund um Computerspiele wie exzessives Spielen und die Wirkung gewalthaltiger Inhalte diskutiert. Um einen reflektierten Zugang zum Erleben von Kindern und Jugendlichen zu finden, können die Teilnehmenden an verschiedenen Stationen selbst in die virtuellen Welten eintauchen.

28. Februar 2018
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1810

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Update sexuell übertragbare Infektionen

Mythen, Aufklärung und Verhütungsmöglichkeiten

Das Thema sexuell übertragbare Infektionen (STI) ist seit jeher mit gesellschaftlichen Moralvorstellungen über Sexualität verknüpft und auch heute noch ein Tabu, über das viele Menschen ungern sprechen. Doch nur das Wissen um Übertragungswege und Schutzmaßnahmen kann Jugendlichen den Weg zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Risiken bereiten.

Mythen und Halbwahrheiten kreisen vor allem um HIV und AIDS. Aussagen von Jugendlichen wie „Die sind doch selber schuld“ oder „Dagegen habe ich mich impfen lassen“ verdeutlichen, dass hier durchaus akuter Informationsbedarf besteht.

Wie kann eine zeitgemäße Aufklärungsarbeit dazu aussehen? Welche Themen bzw. Informationen über Infektionen sind relevant für jugendliche Mädchen und Jungen und womit überfordert oder ängstigt man sie? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Seminars beantwortet.

6. März
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1810

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KITA MOVE – Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich

Gute Gespräche mit Eltern

Elterngespräche gehören in Kindertageseinrichtungen zum Alltag. Nicht immer sind sie einfach, insbesondere wenn sensible Erziehungs- oder Gesundheitsthemen angesprochen werden müssen. Ob spontan „zwischen Tür und Angel“ oder im geplanten Gespräch – ein besonders behutsames Vorgehen seitens der pädagogischen Fachkräfte ist oftmals erforderlich.

Gerade mit Gesprächssituationen, in denen Eltern erreicht werden sollen, fühlen sich Pädagoginnen und Pädagogen immer wieder überfordert. Stehen im Arbeitsalltag überwiegend die Kinder und deren Betreuung im Vordergrund, so fehlt es häufig an Fertigkeiten im Umgang mit den Eltern.

Die Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich (Kita-MOVE) bietet Unterstützung und Entlastung beim täglichen Kontakt mit Eltern und beim Führen schwieriger Elterngespräche. Wie auch „schwer erreichbare“ Eltern motivierend angesprochen werden können und Alltagssituationen zielgerichtet und kompetent für gute Gespräche mit Eltern genutzt werden können, wird in Kita-MOVE vermittelt und trainiert.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.jugendschutz-niedersachsen.de/move/kita-move/.

6., 7. und 13. März 2018
Fortbildung
€ 300,00 (inkl. Unterkunft und Verpflegung)
Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1830

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Mit mir nicht! – Sexuelle Übergriffe im Internet

Kommunikationswege, Prävention und Unterstützung

Unfreiwillige sexuelle Kontakte und Übergriffe gegenüber Jugendlichen sind keineswegs selten; Online-Medien spielen dabei zunehmend eine Rolle. Zu solchen Übergriffen gehören Exhibitionismus, verbale Belästigung, die Konfrontation mit pornografischem Material oder Cyber-Grooming, also das gezielte Ansprechen von Kindern oder Jugendlichen mit dem Ziel, sexuelle Kontakte anzubahnen. Weil soziale Netzwerke, Chats und Online-Spiele aus dem Alltag von Minderjährigen nicht mehr wegzudenken sind, muss die Prävention sexueller Gewalt sich auch mit den Risiken digitaler Kommunikation befassen.

Bei der Tagung werden Kommunikationswege und Täterstrategien vorgestellt, die zu sexueller Belästigung im Netz führen können. Daran anknüpfend werden Ansatzpunkte für die Prävention und Intervention thematisiert: Was sollen Jugendliche wissen und können, um sich gegen Übergriffe zu wehren? Welche Folgen hat digitale Gewalt? Und wie können pädagogische Fachkräfte betroffene Mädchen und Jungen unterstützen?

11. April
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akdemie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1840

Sexualität und Sprache

Über Sexualität zu sprechen, ist immer eine Herausforderung – für Jugendliche umso mehr, da sie selbst noch unsicher sind: Einerseits suchen sie nach Orientierung, andererseits wollen sie sich von anderen abgrenzen. Durch die Wortwahl wird deutlich, was Mädchen und Jungen in der Pubertät bewegt bzw. wozu sie sich zugehörig fühlen und was sie ablehnen. Homophobe Sprüche, Sexismus oder sexualisierte Beleidigungen
sind in vielen Einrichtungen an der Tagesordnung – vor allem die Reaktionen von pädagogischen Fachkräften darauf sind wichtige Reibungs- und Orientierungspunkte für Jugendliche.

Deshalb ist eine Haltung zu diesen Themen gefordert. In welchen Situationen kann oder muss ich eingreifen und was kann ich auch mal „laufen lassen“? Wie kann mit sehr heterogenen Gruppen oder Jugendlichen mit problematischen Einstellungen zu Geschlechterrollen gearbeitet werden?

Im Rahmen des Seminars werden die verschiedenen Ebenen und Herausforderungen sexualpädagogischer Arbeit beleuchtet, methodisch aufbereitet und die eigene Haltung diskutiert.

12. April
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1810

 

MOVE – Motivierende Kurzintervention

MOVE – Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen

MOVE ist ein Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte in der Methode der Motivierenden Gesprächsführung. Ziel ist es, mit Drogen konsumierenden Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihre Veränderungsbereitschaft zu fördern und zu unterstützen.

Um künftig mehr pädagogischen Fachkräften in Niedersachsen den Zugang zu MOVE zu ermöglichen, wird eine MOVE-Trainer-Ausbildung für interessierte Fachkräfte aus der Sucht- und Jugendhilfe angeboten. Diese haben die Möglichkeit, sich zum zertifizierten MOVE-Trainer oder zur zertifizierten MOVE-Trainerin ausbilden lassen, um im Anschluss selbstständig MOVE-Seminare in ihrer Region durchzuführen.

Das Konzept von MOVE hat ginko/NRW entwickelt. Es wurde in NRW und in Niedersachsen wissenschaftlich begleitet.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.move-niedersachsen.de.

16., 17. und 24. April 2018
Fortbildung für pädagogische Fachkräfte
€ 300,00 (inkl. Unterkunft und Verpflegung)
Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1840

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Bilderwelten im Kopf

Faszination und Wirkungsvermutungen rund um Virtual Reality

Die virtuelle Realität (VR) ist zu einem Überbegriff für eine Technologie geworden, die ein neues Medienzeitalter einläuten könnte. Nutzer setzen eine futuristische Brille auf und werden mittels Kopfbewegung selbst zum Akteur in der virtuellen Welt. Es entsteht ein neuartiges Erlebnis, das eine ungewohnte Nähe zum Geschehen und intensive Empathie erzeugt. Zwar steht diese Technologie noch am Anfang, aber die Entwickler
erwarten einen lukrativen Markt, in dem Kinder und Jugendliche als Käufergruppe keine unwesentliche Rolle spielen werden.

Neben den eindrücklichen Wahrnehmungen in der virtuellen Umgebung steht aus der Sicht des Jugendschutzes die Frage im Mittelpunkt, ob die Gewalt durch die VR-Technologie stärkere Effekte auf den Spieler hat und dadurch eher Desensibilisierungen entstehen können. Ebenso soll diskutiert werden, ob Kinder mit dem als intensiv wahrgenommenen VR-Erlebnis überfordert sind.

15. Mai
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1820

 

Wir können auch anders…

Ansätze für die Gewaltprävention in der Arbeit mit Gruppen

Nach einem Gewaltausbruch, wenn es gekracht hat oder wenn jemand ausgeflippt ist, geht es zuerst darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Situation zu klären. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Frage, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert? Was war der Auslöser? Ausgangspunkt des Seminars sind aggressive Alltagssituationen und Eskalationen in Gruppen. Die Betrachtung solcher Situationen kann helfen, Faktoren zu erkennen, die die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen positiv wie negativ beeinflussen. Dabei geht es um die jeweils individuellen Einstellungen zu Konflikten und Gewalt und um das eigene Sicherheitsempfinden.

Daran anschließend wird die Frage aufgegriffen, wie man auf kleine Probleme sinnvoll reagieren kann, um große Schwierigkeiten zu verhindern.

Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

15. und 31. Mai
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1850

 

Kinderschutz in der Kita

Benachteiligung verhindern und Resilienz fördern

Kinderarmut ist ein ernstes Problem für die betroffenen Familien und für die Gesellschaft insgesamt. Materieller Mangel, beengter Wohnraum oder stark eingeschränkte Möglichkeiten für familiäre Aktivitäten belasten das Familienleben. Überforderung der Eltern und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder können dann die Konsequenz sein.

Studien haben gezeigt, dass Kinder aus armen Familien auf Dauer in ihren Bildungschancen, bei Gesundheit und Teilhabe benachteiligt sind. Armut ist also ein gewichtiger Risikofaktor für die Entwicklung betroffener Kinder. Diese Risiken und ihre Folgen sind auch in Kitas zu spüren und müssen dort berücksichtigt werden. Zum Kinderschutz in der Kita gehört es deshalb, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu verhindern und positive Bewältigungsstrategien zu unterstützen.

Die damit zusammenhängenden Fragen stehen bei der Tagung im Mittelpunkt: Neben Informationen über die Hintergründe und Folgen von Armut für Kinder geht es um geeignete Konzepte und Maßnahmen für die Prävention von Kindeswohlgefährdung.

16. Mai
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
DRK-Seminar- und Tagungszentrum, Hannover

Anmeldung über den DRK-Landesverband Nds.

 

Basic Jugendschutz Medien

Seit durch das Smartphone die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen immer individueller und ortsunabhängig geworden ist, sind Kontrolle und Begleitung des Surf-, Chat- und Spielverhaltens der Jüngeren noch schwieriger geworden.

In diesem Seminar möchten wir pädagogischen Fachkräften einen aktuellen Blick in die Medienlandschaften von Mädchen und Jungen geben, den Sinn von Alterskennzeichen ebenso diskutieren wie z. B. das Herstellen von Let´s Play Videos.

30. Mai
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1810

 

Pubertät und Jugendschutz

Erwachsenwerden findet zu einem Großteil im Austausch mit Gleichaltrigen statt – Werte und Normen werden verhandelt, Ideale besprochen und das eigene Auftreten ausgetestet. Mädchen und Jungen wachsen aber auch in einer Welt auf, in der sie eine lukrative Zielgruppe für die Industrie darstellen, die wiederum Trends setzt und damit die Jugendphase massiv prägt. Die Kommerzialisierung trägt dazu bei, dass weiterhin streng zwischen Mädchen und Jungen unterschieden wird: Geschlechtskonforme Kleidung, Musik, Hobbys und letztendlich auch Verhaltensweisen werden Mädchen und Jungen auferlegt – und ein Großteil der Jugendlichen folgt den angebotenen Orientierungshilfen
unkritisch. Insgesamt stellt sich die Frage, wie heutzutage eine Abgrenzung zu älteren Generationen gelingen kann.

Die Fachtagung beschäftigt sich mit den veränderten Bedingungen des Erwachsenwerdens und wie in der pädagogischen Praxis damit umgegangen werden kann. Welche Freiräume sollten Jugendlichen zugestanden werden? Welche Grenzen müssen gezogen werden? Und an welchen Stellen ist eine umsichtige Unterstützung angebracht, um damit auch den immer noch vorhandenen Geschlechterungerechtigkeiten entgegenzuwirken?

6. Juni
Fachtagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1830

 

Wo Mädchen und Jungen online abhängen

Das Internet bietet Jugendlichen viele Möglichkeiten, sich in sogenannten sozialen Netzwerken zu präsentieren, zu engagieren und zu informieren oder online über die unterschiedlichen Kanäle mit Gleichaltrigen zu kommunizieren. Diese Möglichkeiten helfen nicht nur Mädchen und Jungen bei der Bewältigung ihrer Entwicklungsaufgaben, sondern können auch Risiken bergen. Thematisch stehen in diesem Seminar die Bereiche Hate Speech, Fake News und Big Data im Mittelpunkt.

Dazu werden Methoden und Handlungsmöglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt und erprobt, um pädagogische Fachkräfte zu befähigen, Mädchen und Jungen in der Entwicklung zu kritischen Mediennutzern zu unterstützen.

14. Juni
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1830

 

Kita-MOVE kurz erklärt

Prävention im Kita-Alltag

Überforderte oder unsichere Eltern werden über klassische Hilfs- und Präventionsangebote oftmals nicht erreicht. Als „Angebot vor dem Angebot“ setzt die motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich (Kita-MOVE) an den vorhandenen Beziehungen zwischen Eltern und pädagogsichen Fachkräften an. Im Fokus steht, die Gesprächskultur zwischen ihnen zu verbessern, um so früh über mögliche Auffälligkeiten
bei Kindern ins Gespräch zu kommen. Wie Alltagssituationen in der Kita zielgerichtet und kompetent für gute Gespräche mit Eltern genutzt werden können, wird in Kita-MOVE vermittelt. Mit der Workshop-Tagung möchten wir über die Möglichkeiten von Kita-MOVE informieren und Anregungen für die pädagogische Praxis geben.

19. Juni
Workshop-Tagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1850

 

Basic Jugendschutz Gewalt

Was ist der Unterschied zwischen einem Streit und Gewalt? Ist ein Klaps auf den Po schon eine Kindesmisshandlung? Und wie ist der Zusammenhang zwischen Kriminalität, Migrationsgeschichte und Geschlecht zu bewerten? Helfen Strafen gegen Gewalt? Welche Rechte haben Betroffene? Und welche Unterstützung brauchen sie?

Mit diesem Seminar möchten wir für unterschiedliche Formen von Gewalt sensibilisieren, rechtliche Konsequenzen bei übergriffigem und verletzendem Verhalten aufzeigen und Präventionsansätze vorstellen, die ein gewaltfreies Verhalten fördern.

22. August
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1820

 

Smart Toys – digitale Spielsachen für die „Kleinen“

Digitale Spielzeuge erobern die Kinderzimmer. Dabei handelt es sich z. B. um sprachgesteuerte Puppen, Smartwatches, smarte Schnuller und Kuscheltiere mit integrierter Kamera, die Kindern vielfältige interaktive Möglichkeiten bieten. Mittlerweile stehen viele sogenannter Smart Toys auf den Wunschzetteln von Mädchen und Jungen. Die Puppe Cayla gehört zu den bekanntesten Vertretern dieser Spielzeuggattung und wurde von der Bundesnetzagentur aufgrund des integrierten Mikrofons, das ein Abhören Dritter ermöglicht, als unzulässige sendefähige Anlage verboten.

Das Seminar bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, das digitale Kinderzimmer zu besuchen und die Smart Toys auszuprobieren. Ziel des Seminars ist es, einen Diskurs über die Medienkindheit von Jungen und Mädchen anzuregen und einen Austausch über die Sicherheitslücken und Datenschutzrisiken zu fördern.

30. August
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1840

 

Sexualität und Beeinträchtigung

Zwischen Selbstbestimmungsrecht und Schutzmaßnahmen

Der Umgang mit sexuellen Bedürfnissen von geistig oder seelisch beeinträchtigten Jugendlichen ist in der (sexual-)pädagogischen Arbeit eine große Herausforderung. Wie sieht der Umgang mit Sexualität, Liebe und Partnerschaft in der Einrichtung aus? Welches Maß an Selbstbestimmung wird Mädchen und Jungen zugestanden und welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Neben den institutionell gesetzten Rahmenbedingungen
spielt die Haltung der pädagogischen Fachkräfte eine wichtige Rolle.

In der Praxis wirft das neben Fragen zum konkreten Umgang auch ethische Fragen auf, die im Rahmen des Seminars diskutiert werden.

Das Seminar richtet sich an Mitarbeitende aus Einrichtungen der stationären Jugendhilfe mit dem Fokus auf geistige und seelische Beeinträchtigungen.

5. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1840

 

Ignorieren hilft nicht! Funktionen und Folgen digitaler Gewalt

Ansatzpunkte für Prävention und Intervention

Im Netz geht es manchmal ziemlich ruppig zu, Hasskommentare, Shitstorms und Cyber-Mobbing sind weit verbreitet. Für Eltern und pädagogische Fachkräfte stellt sich mit Blick auf Kinder und Jugendliche die Frage, welche Risiken diese Konfrontation mit Gemeinheiten, Drohungen und Diskriminierungen mit sich bringt. Welche Folgen hat Online-Gewalt für Betroffene? Welche Motivationen gibt es auf Seiten der Angreifer? Wie können boshafte und diskriminierende Äußerungen die „Zuschauer“ und „Mitleser“ beeinträchtigen?

Im Seminar werden die Funktionen und Wirkungen digitaler Gewalt vor dem Hintergrund von Entwicklungsherausforderungen wie Pubertät von Jugendlichen, eingeordnet. Denn vor allem in diesem Alter können sich Herabsetzungen und Verunglimpfungen besonders brisant auf das Selbstwertgefühl auswirken. Daran anknüpfend geht es um Möglichkeiten der Prävention und um die Unterstützung, wenn es zu Online-Übergriffen gekommen ist.

6. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1860

 

Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

Gibt es Hinweise auf den Konsum legaler oder illegaler Drogen in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen, wirft dies immer auch Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Wann bin ich dazu verpflichtet die Eltern konsumierender Mädchen
und Jungen zu benachrichtigen? Müssen jegliche Vorfälle zur Anzeige gebracht werden? Mache ich mich strafbar, wenn ich den Konsum legaler oder illegaler Drogen auf dem Gelände meiner Einrichtung dulde? Und wie verhalte ich mich bei Hinweisen auf
Drogenhandel? Liefere ich vorgefundene Substanzen bei der Polizei ab oder vernichte ich sie am besten selbst?

In dem Seminar beleuchten wir diese und weitere Fragen aus suchtpräventiver und rechtlicher Perspektive.

25. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1860

 

Digitale Spuren

Online-Nutzung von Mädchen und Jungen

Jugendliche nutzen eine breite Palette von Apps und andere Online-Angebote auf ihren Smartphones. Die absoluten „Must Haves“ liegen in den Bereichen Kommunikation, Foto- und Videoplattformen, digitale Spiele sowie Film- und Musikstreaming. Das Agieren von Mädchen und Jungen in Onlinewelten geht aber nicht nur mit positiven Effekten einher. Denn das Internet bietet auch viele Möglichkeiten, seinen Aggressionen
freien Lauf zu lassen oder über gezielte Falschmeldung Meinung zu machen. Viele App-Anbieter stellen den Nutzern ihr Angebot kostenfrei zur Verfügung, ihr Mehrwert liegt im Sammeln und Auswerten von Daten, im Generieren von nutzerspezifischer Werbung und bei In-App-Käufen. Nicht allen Kindern und Jugendlichen sind diese Risiken bewusst.

Deshalb ist es wichtig, dass pädagogische Fachkräfte Ansprechpartner sind und Angebote machen, die Kinder und Jugendliche für ein kritisches und selbstbestimmtes Handeln im Internet motivieren. Neben aktuellen Forschungsbefunden stehen Konzepte und praktische Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
im Mittelpunkt der Workshop-Tagung.

17. Oktober
Workshop-Tagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1850

 

Grenzenloses Spielvergnügen? – Exzessive Computerspielnutzung

Aus Sicht der Medienpädagogik und Suchtprävention

Abenteuer erleben, Spaß haben und sich mit anderen messen sind die zentralen Motive von Kindern und Jugendlichen für die Beschäftigung mit digitalen Spielen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer exzessiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische
Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern.

Das zweitägige Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein. Neben der Möglichkeit, digitale Spiele selbst auszuprobieren, werden Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt und Handlungsstrategien vorgestellt, um mit Mädchen und Jungen, die ein problematisches Spielverhalten haben, ins Gespräch zu kommen.

30. und 31. Oktober
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1860

 

Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen Jugendlicher sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, ein Gefühl von Schwäche zu bekämpfen und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt eine subjektiv sinnvolle – wenn auch meist nur kurzfristige – Problemlösung. Für die Prävention folgt daraus: Was ermutigt Mädchen und Jungen, solche Strategien aufzugeben und andere zu entwickeln? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze aus der konfrontativen Konfliktbearbeitung ausprobiert. Diese sollen eine Weiterarbeit an kooperativen Konfliktlösungen ermöglichen.

Ziel des Seminars ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten für einen kreativen, konstruktiven Umgang mit Konflikten – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewalthandlungen zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule.

31. Oktober und 21. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1870

 

LAN-Party für Eltern – Action und Abenteuer

Computerspielewelten erleben und verstehen

Viele Eltern wissen nicht, warum ihre Kinder von Spielen wie „Minecraft“ oder „League of Legends“ so fasziniert sind oder warum ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legen kann. Sie sind besorgt, weil sie die Wirkung gewalthaltiger Spiele auf ihre Kinder schlecht einschätzen können. Auch die mitunter intensive Beschäftigung mit den digitalen Spielen lässt Eltern befürchten, dass sich eine exzessive Spielephase zu einem suchtartigen Verhalten entwickeln kann.

Wir laden Eltern und andere pädagogisch Interessierte an diesem Abend ein, sich mit den Computerspielen von Mädchen und Jungen praktisch auseinanderzusetzen. An zahlreichen Stationen können Mütter und Väter die Computerspiele selbst ausprobieren, die Virtual Reality-Brille kennenlernen und sich anhand zweier Vorträge über die Möglichkeiten und Risiken im Zusammenhang mit digitalen Spielen informieren.

7. November
LAN-Party
kostenlos
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1870

 

„Du willst es, du kriegst es“

Ist eine Erziehung zum Verzicht möglich?

Ich sehe, was du siehst, was du hörst, was du isst. Ich beobachte, was du kaufst, ich weiß, was du bist – oder sein willst. Durch das Hinterlassen von Datenspuren sind junge Menschen noch interessanter für die Wirtschaft geworden. Auch für das Funktionieren von sozialen Netzwerken und innerhalb von Peer Groups ist das Veröffentlichen der Konsummuster scheinbar lebenswichtig.

Fragt man Jugendliche nach ihrem Berufswunsch, wird nicht selten YouTuberin oder Fußballer gesagt – Hauptsache schnell reich. Geld haben und ausgeben können scheint eine neue Schlüsselqualifikation zu sein. Der Druck ist groß, gerade für Kinder und Jugendliche, dazuzugehören, mit dem richtigen Kopfhörer, dem angesagten Spiel und der abgefahrenen Klamotte. Wenn die meisten Kinder bereits in der Grundschule ein eigenes Smartphone besitzen, Turnschuhe für 200 Euro selbstverständlich sind und schon 6-Jährige beim Friseur gestylt werden, ist Kritik an diesem Konsumverhalten nicht gern gesehen.

Ein vermeintlich auf individuelle Bedürfnisse ausgerichteter Markt, der Produkte passgenauals Dauerwerbeeinblendung ins Leben spiegelt, lässt eine pädagogisch motivierte Konsumerziehung als Spielverderber und Zerstörer identitätsstiftender Handlungen erscheinen.

Was kann aus pädagogischer Sicht getan werden, um Kindern wie Jugendlichen ihre
individuellen Stärken jenseits des Konsumdrucks erlebbar werden zu lassen? Und was ist mit denjenigen, die sich das alles nicht leisten können? Deren Taschengeld oder Lohn nicht ausreicht und die sich vielleicht dann unrechtmäßig nehmen, was andere mühelos bekommen? Was ist mit jenen, die sich ausgeschlossen und wertlos fühlen? Und mit denen, die sich das nicht leisten wollen? Die „containern“ oder aus Sorge um die Vernichtung von Ressourcen auf Konsum bewusst verzichten? Sind das Einzelfälle? Dienen sie als Vorbilder?

Mit der Tagung möchten wir der Frage nachgehen, welche Funktion der Konsum für Mädchen und Jungen hat, was es bedeutet, wenn man aufgrund von Armut nicht mithalten kann oder aus Überzeugung nicht mithalten will und wie eine Auseinandersetzung über problematische Konsummuster geführt werden muss.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1830