Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „>> mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

Wann erziehen Väter?

Interkulturelle Väterarbeit

Die Familie steht für Stabilität und das ist für die Entwicklung von Kindern von elementarer Bedeutung. Dabei ist die Rolle des Vaters genauso wichtig wie die der Mutter. Väter erziehen die Kinder auch im Spannungsfeld ihrer bekannten Rollenmuster und der sich rasant verändernden Welt – zum Beispiel in Hinblick auf die Medieneinflüsse.

Dies wirft viele Fragen auf: Was wird von mir als Vater erwartet? Was braucht mein Kind? Wie kann ich mein Kind unterstützen? Wie funktioniert eine gute Vater-Kind-Beziehung?

Es ist schwierig, Zugänge zu Vätern zu bekommen, besonders zu jenen mit anderen kulturellen Hintergründen. Wie schaffen wir es, diese Zielgruppe zu erreichen und sie in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken? Was sind die Wünsche und Stärken von Vätern, an die wir anknüpfen können? Und was ist für Kinder und Jugendliche wichtig?

In der Veranstaltung wollen wir diese Fragen klären und informieren, wo und wie Väterarbeit erfolgreich stattfindet. Gleichzeitig wird es genug Raum geben, um miteinander weitere Ideen zu entwickeln.

14. Juni
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Hanns-Lilie-Haus, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: ET1620

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Exzessive Computerspielnutzung

Wenn die Balance nicht mehr stimmt

Mädchen und Jungen werden mittlerweile gerne als „Head down“ Generation (Kopf unten) bezeichnet, denn sie beschäftigen sich auf den ersten Blick ausschließlich mit dem Kopf nach unten gerichtet mit ihren Smartphones. Neben der Benutzung zahlreicher Apps auf dem Handy, tauchen Kinder und Jugendliche gerne in die phantastischen Welten ab, die Computerspiele bieten. Dort erleben sie eine Menge Abenteuer und messen sich mit anderen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn aus einer exzessiven Mediennutzung, von der man im Allgemeinen annimmt, dass sie
vorüber geht, eine krankheitsrelevante Abhängigkeit wird. Trotz erkennbarer Parallelen zu einem Suchtverhalten besteht bislang Uneinigkeit darüber, inwiefern Kriterien einer Abhängigkeit auf das Phänomen exzessiver Mediennutzung zu übertragen sind.

Die Fachtagung greift die gegenwärtige Diskussion um die exzessive Mediennutzung Jugendlicher auf und beleuchtet sie aus medienpädagogischer und suchtpräventiver Perspektive.

15. Juni
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: M1660

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„Ohne mein Smartphone fühle ich mich nackt!“

Mobile Mediennutzung grenzenlos

Die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen sind mobil. Die Verfügbarkeit von Smartphones, Tablets und Notebooks führt häufig zu einer wenig kontrollierbaren Mediennutzung von Mädchen und Jungen. Die Pflege des facebook- oder Instragram-Profils, das Kommunizieren über WhatsApp, das ungehinderte Surfen in mobilen Netzen und das Hin- und Herschicken von Filmchen, Bildern und Dateien, verbunden mit allen Chancen und Risiken die damit verbunden sind, stehen im Mittelpunkt dieses Seminars. Reflektiert und diskutiert werden dabei nicht nur die Möglichkeiten und Gefährdungen durch mobile Endgeräte, sondern auch, wie man die heutigen Medienwelten von Kindern und Jugendlichen in die pädagogische Praxis einbeziehen kann.

Der Einsatz von Tablets ermöglicht darüber hinaus das eigene Erproben zahlreicher Apps, die bei Mädchen und Jungen beliebt sind.

17. August
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: M1670

 

Sexting – Kein Problem?

Mädchen und Jungen posieren leicht bekleidet vor der Kamera, räkeln sich in Unterwäsche oder lassen ihre Muskeln spielen, um ein möglichst erotisches Bild von sich aufzunehmen. Dies wird dann als Liebesbeweis an den Partner oder die Partnerin verschickt oder zum Testen des eigenen „Marktwertes“ in den sozialen Netzwerken öffentlich gepostet. Aus der Kombination von „sex“ und „texting“ wird „Sexting“ – das Phänomen wirft aus der Jugendschutzperspektive einige Fragen auf.

Aus sexualpädagogischer Sicht ist es vor allem alterstypisch und normal, wenn Jugendliche offensiv mit ihrer Wirkung experimentieren. Medienpädagogisch geht es hier um die Frage nach Kompetenzen und Risiken im Umgang mit den Möglichkeiten medialer Selbstinszenierung. Und im Kontext von Gewaltprävention wird Sexting ein Problem, wenn das Foto in falsche Hände gerät und als Gegenstand für Mobbingattacken benutzt wird.

Die Tagung thematisiert die Verbreitung des Phänomens und die Möglichkeiten des pädagogischen Umgangs damit.

25. August
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: J1610

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Qualifizierung für Gewaltprävention 2016

GrenzgebieteAktuelle Studien sprechen dafür, dass Jugendliche möglicherweise mehr als jede andere Altersgruppe mit Kontrolle, Dominanzverhalten, körperlichen und sexuellen Übergriffen konfrontiert sind. Und vielen Jugendlichen fällt es schwer, die Unterschiede zwischen missglückten Annäherung, versehentlicher Grenzüberschreitung und vorsätzlichem Übergriff zu erkennen und sich gegen Zumutungen zu wehren. Hier sind Erwachsene gefragt. Sie können Orientierung geben, Position beziehen und Grenzen markieren. Sie können Mädchen und Jungen für Grenzüberschreitungen sensibilisieren und sie bestärken, sich gegen Übergriffe zu verteidigen. Die damit zusammenhängenden Fragen werden in der Fortbildung bearbeitet. Im Mittelpunkt stehen Informationen und Methoden für die Präventionsarbeit. Die vier Seminarmodule vermitteln konkrete Anregungen, wie diese Themen in die Arbeit mit Jugendlichen integriert werden können. Weitere Inhalte sind Hintergrundinformationen über aktuelle Phänomene wie Sexting und Cyber-Mobbing sowie Handlungsorientierungen für das Vorgehen bei Übergriffen, zu rechtlichen Fragestellungen und Hilfen für betroffene Jugendliche.

29. – 30. August (Modul 1 und 2), Heimvolkshochschule Springe
7. – 8. November (Modul 3 und 4), Priesterseminar Osnabrück

220,- € inkl. Verpflegung, Übernachtung und Seminarunterlagen

Anmeldung (Anmeldeschluss: 13. Mai 2016)

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„Wir können auch anders…“

Ansätze zur Gewaltprävention in der Arbeit mit Gruppen

Wenn es „gekracht“ hat oder wenn jemand „ausgeflippt“ ist, geht es zunächst einmal darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Situation zu klären. Mindestens ebenso interessant und wichtig ist aber die Frage, wie es zum Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert, was waren die Auslöser? Ausgangspunkt des Seminars sind aggressive Alltagssituationen in Gruppen – sie können helfen, Faktoren zu identifizieren, die die eigenen Interventionsmöglichkeiten in Konfliktsituationen beeinflussen. Dabei geht es u. a. um die jeweils individuellen Einstellungen zu Konflikten und Gewalt und
das subjektive Sicherheitsempfinden, aber auch um die Frage, wie man auf kleine Probleme sinnvoll reagieren kann, um große Schwierigkeiten zu verhindern.

31. August und 28. September
Seminar, zweitägig
€ 120,00 (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: G1630

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Gewalt im Spiel

Theaterpädagogische Methoden für die Gewaltprävention

In diesem Seminar sollen Alltagserfahrungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Aggressionen und Gewalt beleuchtet und für die gewaltpräventive Arbeit in Jugendarbeit und Schule ausgewertet werden. Dabei geht es vor allem darum, ein differenziertes Verständnis von Gewalt (Wo beginnt sie? Wer definiert das?) und für die Situation der „Opfer“ und „Täter“ zu entwickeln. Methoden aus der Theaterpädagogik bilden die Grundlage und den Schwerpunkt des Seminars. Sie sollen dazu beitragen, das eigene Verhaltensrepertoire zu erweitern und Anregungen für den Umgang mit Gewaltsituationen und die gewaltpräventive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen vermitteln.

7. und 8. September
Seminar, zweitägig
€ 100,00 (ohne Verpflegung)
TUT Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: G1640

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Gemobbt!

Prävention und Intervention bei (Cyber-)Mobbing

Mobbing ist an sich nichts Neues. Viele Erwachsene können sich an Gemeinheiten und Übergriffe in ihrer Jugend erinnern.

Der technische Fortschritt ermöglicht neue Dimensionen, auf WhatsApp und anderen Online-Kanälen gibt es diverse zusätzliche Möglichkeiten, andere zu drangsalieren – im schlimmsten Fall findet Mobbing per Smartphone dann rund um die Uhr statt. Das Ausmaß von Cyber-Mobbing ist schwer abzuschätzen, Studien kommen auf der Basis unterschiedlicher Problemdefinitionen zu unterschiedlichen Ergebnissen.

Es zeichnet sich aber ab, dass viele Kinder und Jugendliche mit Übergriffen im Internet zu tun haben und darunter leiden, umso mehr, wenn ‚direktes‘ Mobbing und Online-Attacken Hand in Hand gehen.

Zu diesen Themenkomplexen vermittelt die Tagung Hintergrundinformationen und und Handlungsorientierungen. Vorgestellt werden
Forschungsbefunde sowie Praxiserfahrungen und Konzepte für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Eingeladen sind Fachkräfte aus Jugendarbeit und Schule sowie andere Interessierte.

13. September
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: G1650

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15. März
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldefrist abgelaufen

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Mein Körper – mein Ich! Körperbilder und Körperkult

Das heutige Körpergefühl Jugendlicher, die Inszenierung beispielsweise durch Mode, Tattoos und Piercings stoßen vor allem bei Erwachsenen auf Unverständnis und Irritationen. Befürchtet wird, dass gerade unsichere Jugendliche durch spektakuläre äußere Veränderungen versuchen, Aufmerksamkeit und Anerkennung im Freundeskreis zu gewinnen. Mit Kleidung, Frisuren oder dauerhaftem Körperschmuck experimentieren Jugendliche, um sich einerseits von Erwachsenen abzuheben und andererseits einen höheren Stellenwert in der Clique zu bekommen. Mögliche Risiken und langfristige Konsequenzen treten dabei in den Hintergrund – der Wunsch nach Zugehörigkeit ist entwicklungsbedingt größer als der Fokus auf „vernünftige“ Entscheidungen.

Kann hierbei dann überhaupt noch von Körperschmuck als ein Ausdruck von Individualität gesprochen werden, oder geht es nur noch darum, vorgefertigte ästhetisierte Körperbilder anzunehmen, die auch in den Medien zunehmenden präsenter sind?

15. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: A1630

 

Trickfilmchen

Trickfilmchen-2015

28. September
Seminar für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: M1690

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Grenzen (als Thema) sexualpädagogischer Arbeit

Sexualpädagogik muss Grenzen erkennen können – das gilt sowohl für die eigenen als auch für die Grenzen anderer. Dieses zu thematisieren und zu vertiefen fällt vielen schwer; zu leicht wird der Begriff „prüde“ gebraucht, der dazu veranlassen kann, einen Schritt weiter zu gehen, als das Bauchgefühl einem sagt. Im Rahmen sexualpädagogischer Arbeit ist es wichtig, Mädchen und Jungen dazu zu befähigen, die Grenze zwischen angenehm empfundener Körperlichkeit und übergriffigem Verhalten wahrzunehmen und zu schützen – und im Zweifel zu wissen, an wen sie sich wenden können, wenn diese überschritten wird.

Aber auch pädagogische Fachkräfte müssen den Rahmen ihrer Möglichkeiten kennen und reflektieren, um eine professionelle Distanz zu wahren. In diesem Seminar wird es zum einen darum gehen, die Grenzen pädagogischer Arbeit beim Thema Sexualität zu diskutieren sowie die eigene Sprache und Tabus der Arbeit zu beleuchten. Zum anderen werden Hinweise und Informationen zur präventiven Arbeit bei übergriffigem Verhalten gegeben.

19. Oktober
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: A1640

 

Jugendschutz für jugendliche Flüchtlinge

Themen, Risiken und Ressourcen

Minderjährige Flüchtlinge haben sehr spezielle Erfahrungen gemacht. Sie müssen die Belastungen der Flucht verarbeiten und sich in einer neuen Lebenswelt zurecht finden, einige von ihnen sogar ohne ihre Familie. Sind Jugendliche mit Fluchterfahrungen deshalb mehr als andere gefährdet, Opfer von Gewalt oder Täter zu werden?

Bringen die Mädchen und Jungen womöglich Rollenvorstellungen mit, mit denen sie hier nicht ohne weiteres klar kommen können und dadurch zusätzlich verunsichert werden? Steigt dadurch das Risiko für Übergriffe bei Jungen? Ist dies ein Hemmniss bei der Integration oder sind Jugendliche durch die Fluchterfahrungen eher dafür gestärkt, die Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben ihrer Altersphase zu meistern?

Die Veranstaltung geht der Frage nach, welche Themen aus Jugendschutzsicht in der Arbeit mit minderjährigen Flüchtlingen besonders wichtig sind und welche Risiken und Ressourcen dabei von Bedeutung sind.

25. Oktober
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: G1660

 

MOVE – Motivierende Kurzintervention im Schnell-Check

move-logo-grossWerden Jugendliche auf ihren Konsum legaler oder illegaler Drogen angesprochen, reagieren sie häufig mit Bagatellisierung, Widerstand, Verleugnung oder gar Aggression. Ein konstruktiver Umgang mit diesen Reaktionen erfordert einen Balanceakt zwischen Fürsorge und Autonomieakzeptanz. Wie kann eine geeignete Vorgehensweise aussehen, um über sinnvolle Veränderungen ins Gespräch zu kommen? Wie können die richtigen Worte gefunden werden, um Mädchen und Jungen dazu zu bewegen über Änderungen nachzudenken?

Als Kurzintervention ist MOVE grundsätzlich geeignet jedes riskante Konsumverhalten zu thematisieren, gleichgültig ob es sich um legale oder illegale Drogen oder um riskante Verhaltensweisen handelt. Von Bedeutung ist die Frage danach wie die Motivation zur Veränderung systematisch gestärkt werden kann. Mit der Workshoptagung möchten wir über Möglichkeiten der Motivierenden Kurzintervention informieren und
Anregungen für die pädagogische Praxis geben.

3. November
Tagung mit Workshops
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: S1640

 

Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, Hilflosigkeit und Schwäche zu bekämpfen oder Überlegenheit und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt manchmal eine – wenn auch nur kurzfristige – Problemlösung. Für den Umgang mit Gewalt folgt daraus: Was ermutigt und motiviert Mädchen und Jungen, Gewaltstrategien aufzugeben? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze konfrontativer Konfliktbearbeitung ausprobiert, die eine kooperative Weiterarbeit an Konfliktlösungsstrategien ermöglichen sollen. Ziel ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten zu kreativer, konstruktiver, transparenter Konfliktbearbeitung – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewaltstrategien zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein.

8. und 30. November
Seminar, zweitägig
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: G1670

 

Essen vs. hungern

Essstörungen beginnen im Kopf

Der medial um sich greifende Schönheits- und Schlankheitswahn erfasst erwachsene Frauen und Männer ebenso wie Jugendliche. Die Anzahl an Mädchen und Jungen mit ersten Anzeichen einer Essstörung wächst. Schon in der Grundschule ist jedes zweite Mädchen unzufrieden mit seiner Figur. Der Wunsch jung, schlank und schön zu sein, dem gängigen Schönheitsideal und anderen Anforderungen zu entsprechen, geht für weibliche Jugendliche und zunehmend auch Jungen häufig mit ständig zu kontrollierendem Essverhalten, Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper oder Diäten einher.

Diese Verhaltensweisen können der Einstieg in ein gestörtes Essverhalten oder gar eine Essstörung sein.

Das Seminar will informieren und in die Thematik einführen, Hinweise für Krisengespräche im pädagogischen Alltag geben und aufzeigen, welche Besonderheiten im Umgang mit Betroffenen zu beachten sind.

22. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: S1650

 

Jahrestagung 2016: Big Data

Der Spion in uns

Die aktuelle Generation der Aufwachsenden ist so „gläsern“ wie nie zuvor. Denn durch Smartphones, Apps und andere technische Errungenschaften geben viele mehr oder weniger freiwillig eine Menge Daten preis. Die Vorlieben und Interessen, die Mädchen und Jungen zum Beispiel in den sozialen Netzwerken teilen, sind schnell abgefischt, werden ausgewertet und in nutzerspezifischen Werbeanzeigen aufbereitet. Durch Einwilligungen, denen man bei der Benutzung unterschiedlicher Software und Apps zustimmen muss, erlaubt man Dritten Einblicke sowie die Verwendung privater Daten wie Fotoalben oder Kontaktlisten. Junge Nutzer hinterfragen dies nur selten und reagieren unbedarft. Werbeangebote aus der Region werden sogar von vielen als positive Serviceleistung bewertet. Dem gegenüber steht die Forderung, eben diese Gruppe zu selbstbestimmten, verantwortungsbewussten und kritischen Mediennutzern zu erziehen – eine Herausforderung für die Medienpädagogik und den Jugendschutz.

Auf der Jahrestagung soll ein Einblick in die aktuelle Entwicklung der Datennutzung durch Telekommunikationsanbieter gegeben werden. Sind wir wirklich in der Orwellschen Überwachungslandschaft von 1984 angekommen? Sind Mediennutzer nur als Konsumenten interessant und sind die Informationen im Netz nur eine Dreingabe?

Welche Rahmenbedingungen müssen geschaffen werden, um Kindern und Jugendlichen reflektiertes Medienhandeln zu ermöglichen? Der Diskurs zu diesen Fragen soll mit Fachleuten aus verschiedenen Disziplinen geführt werden.

6. Dezember
Jahrestagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung Buchungsnummer: J1620