Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „>> mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

Mein Körper kann das!

Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult

Jugendliche orientieren sich an Schönheits- und Körperidealen, denen sie nur in den seltensten Fällen entsprechen. Selbstzweifel, Körperfrust und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper können Folgen sein. Erste Erfahrungen mit Intimität und Sexualität können dadurch als frustrierend empfunden werden oder finden erst gar nicht statt.

Wie kann pädagogische Arbeit diesem Problem entgegenwirken? Neben dem Hinterfragen und Reflektieren bestehender Schönheitsideale muss es aus Jugendschutzsicht auch darum gehen, den eigenen Körper wieder fühlbar zu machen – zum Beispiel, indem Erfolgserlebnisse geschaffen werden, die den eigenen Körper als stark, verlässlich und schön erlebbar machen.

Im Rahmen des Seminars werden verschiedene praktische und erlebnispädagogische Ansätze ausprobiert und ihr Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen diskutiert. Wir werden den Blick darauf lenken, was der eigene Körper alles kann – unabhängig davon, ob er muskulös ist oder nicht, klein oder groß, schmal oder kurvig.

20. Juni
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Jugend-, Gäste- und Seminarhaus Gailhof der Region Hannover, Wedemark

Anmeldung | Buchungsnummer: A1730

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Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00 €.

 

Trickfilmchen

Trickfilmchen-2015Seminare für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich

Ob in der Kita oder in der Grundschule, Mädchen und Jungen können mit der Trickfilmchen-Ausstattung der Landesstelle Jugendschutz kinderleicht eigene Trickfilme erstellen und so spielerisch ein Stück Medienkompetenz entwickeln. In diesem Seminar wird ausführlich über die Medienvorlieben von Kindern sowie über Medienwirkungen und Jugendschutzaspekte informiert. Die praktische Arbeit am Tricktisch oder an der Trickboxx ist Bestandteil des Seminars, damit eigene Erfahrungen beim „Trickfilmen“ gesammelt werden können.
Im Anschluss an das Seminar besteht die Möglichkeit, das Projekt in der eigenen Einrichtung umzusetzen. Für die pädagogische Begleitung, die Ausleihe der Technik, die Filmbearbeitung, das Überlassen der Filmchen auf einem Datenträger und die Durchführung einer Elternveranstaltung fällt eine Kostenbeteiligung in Höhe von 100,- Euro an.

Aufgrund der praktischen Arbeitseinheit stehen für dieses Seminar jeweils nur 18 Plätze zur Verfügung.

16. August 2017
60,- € (inklusive vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1731

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Gemobbt – und was jetzt?

Lösungen für Mobbingsituationen in Schule und Jugendarbeit finden

Mobbing, die systematische Schikane einzelner Mädchen und Jungen, kann große Belastungen hervorrufen. Ängste, Depressionen, und psychosomatische Reaktionen sind häufige Symptome. Die Betroffenen können so einer Situationen – z. B. in der Schule, im Hort, in einer Ferienfreizeit – nicht einfach entkommen. In der Regel sind sie auf die Unterstützung durch Erwachsene angewiesen, damit die Übergriffe beendet werden.

Fachkräfte brauchen dafür ein grundlegendes Wissen über die Gruppendynamik bei Mobbing und über die Fallstricke bei der Intervention. Was ist im Kontakt mit Betroffenen, im ersten Gespräch und bei weiteren Schritten wichtig? Was können Fachkräfte tun, wenn außer ihnen niemand dem Mädchen oder Jungen glaubt? Die Erfahrungen der Teilnehmenden mit diesen Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Ziel ist es, anhand von konkreten Fallkonstellationen praxisorientierte Handlungspläne zur Beendigung von Mobbingsituationen zu erarbeiten.

17. August
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1750

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Hauptsache Action – Die 3. Dimension

Digitale Spielewelten von Mädchen und Jungen

Computerspiele sind bei Mädchen und Jungen beliebt. Sie nutzen Online-Portale wie Spielaffe oder wünschen sich Sportsimulationsspiele wie Fifa, die Ego-Shooter Reihe Call of Duty, Minecraft oder das militärische Strategiespiel League of Legends. Aktuell begeistern sich Kinder und Jugendliche für Spielewelten, die im virtuellen dreidimensionalen Raum erlebbar sind. Dank der so genannten VR-Brillen ist ein Spielerlebnis möglich, das eine noch bessere Verschmelzung mit der virtuellen Welt ermöglicht.

Nicht alle Kinder erfahren im Elternhaus eine pädagogische Begleitung, wenn es um die Nutzungsdauer oder um den Inhalt der Spiele geht. Neben der Frage, wie die dargestellte Gewalt auf Kinder wirkt, sorgen sich viele Eltern auch darüber, ob ihr Kind nicht zu viel spielt und dafür Freundschaften, andere Hobbies oder die Schule vernachlässigt.

In der Jugendarbeit kann der Rahmen für die Auseinandersetzung mit Spielen geboten werden. Mit den Angeboten des Projektes „Hauptsache Action“ wie LAN-Partys für Jugendliche, Minecraft für Mädchen, Let’s Play Führerschein, Spieletester-Workshops für Kinder und einem E-Sports-Wettbewerb für Jugendzentren möchte die LJS die faszinierenden und die problematischen Seiten der Nutzung von Computerspielen thematisieren.

Die Fortbildung soll Distanz zu dem Thema abbauen, Ängste aufgreifen und Möglichkeiten aufzeigen, Computerspiele in der eigenen  pädagogischen Arbeit einzusetzen. Dazu können verschiedene Computerspiele vor Ort ausprobiert werden. Diese Erfahrungen sollen aufgegriffen werden, um den Zugang zu computerspielenden Kindern und Jugendlichen zu erleichtern.

30. August
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1721

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„So schlimm war das doch gar nicht…“

Handlungsorientierungen für den Umgang mit Mobbing unter Kindern

Untersuchungen zufolge ist Mobbing für viele Kinder und Jugendliche eine alltägliche Erfahrung. Ausgrenzen, demütigen, lächerlich machen, verprügeln: Die Handlungen, denen die betroffenen Jungen und Mädchen ausgesetzt sind, sind vielfältig, auch die Kommunikation im Internet spielt dabei eine große Rolle. Wer gemobbt wird, steht unter großem Stress und sieht oft keine Chance, der Situation zu entkommen. Trotzdem sprechen betroffene Mädchen und Jungen selten von sich aus über ihre Notlage – oft aus Angst, nicht ernst genommen zu werden, aber auch, weil sie befürchten, nach der Aufdeckung noch massiver angegriffen zu werden.

Das Seminar hat zum Ziel, die Entstehung von Mobbingsituationen nachzuvollziehen und geeignete Gegenmaßnahmen kennenzulernen.

Dabei wird vor allem die Gruppendynamik in den Blick genommen: Mobbing betrifft in der Regel die ganze Gruppe, z.B. als Zuschauer oder Mitwisser. Deshalb müssen sich auch Gegenstrategien auf die ganze Klasse bzw. Gruppe beziehen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können im Seminar eigene Erfahrungen reflektieren und ihr Handlungsrepertoire erweitern, um Mobbing zu verhindern, Eskalationen zu stoppen und kooperative Gruppenprozesse zu initiieren.

31. August und 13. September 2017
Seminar
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1721

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Minecraft und Mobile Gaming

Seminar zu aktuellen Spielewelten von Kindern und Jugendlichen

Das Computerspiel Minecraft fasziniert Kinder und Jugendliche, Jungen wie Mädchen. Dabei sieht die Minecraft-Welt mit ihrer Blöckchen-Grafik für den Beobachter erst einmal unspektakulär aus. Die Spieler sind dort jedoch tage- und wochenlang aktiv. Sie bauen Häuser, Dörfer oder ganze Städte, entweder allein oder online – auf jeden Fall kooperativ mit anderen Spielern. Eltern und Pädagogen, die sich in den Computerspielewelten ihrer Kinder nicht auskennen, stehen anhand der aufgewendeten Zeit der Spieler „Minecraft“ skeptisch gegenüber. Ist mein Sohn oder meine Tochter „computerspielsüchtig“, fragen sie aus ihrer Beobachterrolle heraus und nehmen dabei nicht das Potential dieses Spiels wahr.

Minecraft wird an diesem Vormittag nicht nur vorgestellt, sondern es kann auch selber unter Anleitung ausprobiert werden. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden über gelungene Einsätze des Spiels im außerschulischen und im schulischen Bereich informiert.

League of Legends (kurz: LoL) und Dota2 sind sogenannte MOBA-Games. Diese Spiele werden weltweit nur online im Internet gespielt (70 Millionen spielen LoL). MOBA-Games sind sogenannte Free-to-Play-Spiele, bei denen Spieler sich durch Einsatz von Realgeld Vorteile erkaufen können. Sarah Ockwell führt am Nachmittag in die Welt der MOBA-Games ein.

Ein weiterer Schwerpunkt bildet der Bereich „Mobile Gaming“. Das Smartphone ist mittlerweile der wichtigste Gerätebesitz von Kindern und Jugendlichen. Die Jüngsten wechseln teilweise vom Nintendo zum Smartphone, machen aber damit das Gleiche, nämlich spielen. Die Spiele, die in den App-Stores zum Download bereit stehen, beinhalten allerdings ein anderes Kostenmodell. Durch so genannte In-App-Käufe können durch reales Geld Spielvorteile erkauft werden. Hier verlieren Kinder und Jugendliche durchaus die Übersicht über ihre Käufe. Einige bekannte Spiele werden vorgestellt und die Probleme damit reflektiert und diskutiert.

19. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1761

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Hinterfragen, Fakten checken, dagegenhalten

Der Umgang mit digitalem Hass und Gewalt im Netz

Die wesentliche Kommunikation unter Jugendlichen findet über das Internet in sozialen Netzwerken statt. Zudem organisieren Mädchen und Jungen online fast alles, was zu ihrer Informationssuche, ihren Interessen und Vorlieben und ihrer Selbstdarstellung gehört. Dabei sind sie in der Regel sehr souverän beim Einsatz der zur Verfügung stehenden Tools. Schlechte Erfahrungen, z. B. die Konfrontation mit Beleidigungen, Diskriminierung, mit Cyber-Mobbing oder Hasskommentaren sind dabei nicht ausgeschlossen.

Vielen Jugendlichen sind diese Risiken bewusst, sie nehmen sie als Kehrseite der Chancen, die das Netz bietet, in Kauf. Attacken und Hasskommentare zu ignorieren, ist eine mögliche Reaktion, weitere Gegenstrategien fehlen Jugendlichen jedoch oft.

Im Seminar sollen zweckmäßige Handlungsoptionen diskutiert werden, mit denen digitale Gewalt eingegrenzt und Verbreitung von Diskriminierungen verhindert werden kann.

 

20. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1760

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Das bestimme ich!

Sexuelle Selbstbestimmung als Thema in der praktischen Arbeit

Mädchen und Jungen haben das Recht, selbstbestimmt ihre eigene Sexualität zu entwickeln. Dieses Recht ist wichtig für ein gelungenes Aufwachsen und die Ausbildung einer eigenen Identität.

Die Umsetzung in der Praxis wird jedoch erschwert durch homophobe Sprüche, sexistische Beleidigungen oder den inneren Druck, bestimmten Meinungen oder Verhaltensweisen zu entsprechen. All dies kann sich auf eine selbstbestimmte Entwicklung der Geschlechtsidentität schädlich auswirken.

In der Thematisierung sexueller Selbstbestimmung liegt die Chance, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte kennen und sich für die anderer einsetzen. Aber sie bedeutet auch eine Herausforderung für pädagogische Fachkräfte, die sich im Spannungsfeld zwischen dem Akzeptieren der Meinungen und Entscheidungen der Jugendlichen und dem Auftrag der erzieherischen Kontrolle zum Schutz der Jugendlichen bewegen.

Im Rahmen des Seminars werden Zugänge zur Förderung der sexuellen Selbstbestimmung diskutiert und erprobt.

21. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1740

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Der Schmerz sitzt tiefer

Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten

Fügen sich Mädchen und Jungen selbst Schmerzen zu, indem sie ihren Körper in Form von Schnitt-, Brand- oder Bisswunden verletzen, kann dies bei Pädagoginnen und Pädagogen schnell Hilflosigkeit und Überforderung hervorrufen. Auch wenn die Selbstverletzungen für betroffene Jugendliche eine entlastende Funktion haben, so bringt es pädagogische Fachkräfte in die herausfordernde Situation, abwägen zu müssen wie sie mit der Situation umgehen.

Das Seminar gibt Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von betroffenen Jugendlichen. Fallen und Chancen im Umgang mit ihnen werden aufgezeigt. Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, werden für die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmenden erarbeitet.

22. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1750

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Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

Wird der Konsum legaler oder illegaler Drogen in der Arbeit mit Jugendlichen zum Thema, wirft dies immer wieder auch Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Grundsätzlich ist der Konsum unter das Betäubungsmittelgesetz fallender Substanzen nicht strafbar. Der Konsum stellt eine straflose Selbstgefährdung dar.

Doch wie ist der Konsum ohne den verbotenen Besitz oder Erwerb möglich? Wie ist im pädagogischen Alltag mit der Informationspflicht der Eltern umzugehen? Wann müssen die Eltern der Mädchen und Jungen benachrichtigt werden? Müssen jegliche Vorfälle zur Anzeige gebracht werden? Mache ich mich strafbar, wenn ich den Konsum legaler oder illegaler Drogen auf dem Gelände meiner Einrichtung dulde? Und wie verhalte ich mich bei Hinweisen auf Drogenhandel? Liefere ich vorgefundene Substanzen bei der
Polizei ab oder vernichte ich sie am besten selbst?

In dem Seminar beleuchten wir diese und weitere Fragen aus suchtpräventiver und rechtlicher Perspektive.

26. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1760

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Strickmuster für Väterarbeit?

Anregungen und Austausch

Das Rollenverständnis von Vätern hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Erwerbstätigkeit ist für Mütter heute eine Selbstverständlichkeit, Väter nehmen Erziehungszeiten und auch die Zahl der alleinerziehenden Väter nimmt zu.

Daraus resultiert ein Umdenken in der Aufgabenverteilung innerhalb der Familien. Sowohl im Haushalt als auch bei der Erziehung der Kinder übernehmen Väter eine immer größere Verantwortung. Und für viele Männer ist eine enge Vater-Kind-Bindung von großer Bedeutung. Wie bei allen Erziehenden kommen auch bei Vätern viele Fragen auf: Was wird von mir als Vater erwartet und was braucht mein Kind? Wie funktioniert eine gute Vater-Kind-Beziehung?

Für diese Fragen brauchen Väter Räume und Gelegenheiten, um sich untereinander auszutauschen. Die Erfahrungen zeigen, dass Väter sehr von solchen Männer-Gesprächen profitieren. Pädagogischen Fachkräften ist es wichtig, Zugänge zu Vätern zu schaffen, um sie in ihrer Erziehungsverantwortung unterstützen zu können.

Wie aber müssen (Eltern-) Angebote konzipiert sein, damit Väter sich angesprochen fühlen und gern kommen? Wie kommen wir mit Vätern ins Gespräch? Welche (Erziehungs-)Themen sind für Väter besonders wichtig?

In diesem Seminar werden erfolgreiche Praxisbeispiele von Väterarbeit in Niedersachsen vorgestellt und Methoden der niedrigschwelligen Elternarbeit erprobt. Gleichzeitig wird es genug Raum geben, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Faktoren für eine gelingende Arbeit mit Vätern zu erarbeiten.

27. September 2017
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: ET1711

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Touchen oder Wischen – Mediennutzung von Mädchen und Jungen kinderleicht?

„Darf ich mal dein Smartphone haben?“ Diese Frage dürften viele Eltern kennen, denn ein Smartphone oder Tablet zu bedienen, ist schon für die jüngsten Kinder keine Herausforderung. Mussten Mädchen und Jungen früher noch lesen und schreiben können, um einen Computer zu bedienen, wird heute über wenige Berührungen der so genannten Touchscreens im Internet gesurft, um sich Zeichentrickfilme auf YouTube anzugucken oder eine beliebte Kinderbuch-App aufzurufen.

Die kinderleichte Bedienung bedeutet aber nicht, dass bereits junge Kinder medienkompetent mit den Inhalten umgehen können. Das will gelernt sein. Je jünger die Mädchen und Jungen sind, desto intensiver müssen Eltern und pädagogische Fachkräfte sie auf ihrem Weg durch die Medienwelten begleiten. Wie das gelingen kann, wird auf der Fachtagung vorgestellt.

28. September
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1770

Zocken ohne Ende?!

Wenn die Balance bei der Beschäftigung mit digitalen Spielen nicht mehr stimmt

Kinder und Jugendliche tauchen gern in die phantastischen Welten der Computerspiele ab. Dort können sie Abenteuer erleben und sich mit anderen messen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer intensiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern. Allgemeingültige Aussagen und klare Handlungsstrategien fehlen bislang.

Das Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein, zeigt Präventionsmöglichkeiten auf und rückt die Frage in den Fokus, wie Kindern der Wert des bewussten und maßvollen Umgangs mit digitalen Spielenvermittelt werden kann.

 

24. Oktober
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1780

 

Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen Jugendlicher sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, Schwäche zu bekämpfen und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt eine – wenn auch meist nur kurzfristige – Problemlösung. Für die Prävention von Gewalt folgt daraus: Was ermutigt Mädchen und Jungen, solche Strategien aufzugeben und andere zu entwickeln? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze aus der konfrontativen Konfliktbearbeitung ausprobiert. Diese sollen eine Weiterarbeit an kooperativen Konfliktlösungen ermöglichen. Ziel des Seminars ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten für einen kreativen, konstruktiven Umgang mit Konflikten – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewalthandlungen zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein.

1. und 15. November
Seminar, zweitägig
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1780

 

Mädchengewalt verstehen

Hintergründe, Folgen und Ansätze für die pädagogische Arbeit

Rein statistisch scheint das Thema ein Randproblem zu sein. Dennoch steht immer wieder die Frage im Raum, ob die Gewaltbereitschaft von Mädchen zunimmt, z. B. angesichts besonders medienwirksamer Einzelfälle. Fakt ist, dass der Schaden für die Betroffenen, der durch Gewalt von Mädchen angerichtet wird und die Folgen für die gewalttätigen Mädchen selbst , ebenso gravierend sein können wie die Konsequenzen von männlicher Gewalt.

Die Hintergründe und Risikofaktoren der Gewalt von Jungen sind jedoch nicht deckungsgleich mit denen der Mädchen. Aufgrund geringerer Fallzahlen sind mädchenspezifische Ansätze in der Intervention und Prävention nicht sehr verbreitet. Im Mittelpunkt des Seminars stehen deshalb die Entwicklungsverläufe von Gewaltverhalten bei weiblichen Jugendlichen und die Vorstellung von Ansätzen für die Anti-Gewalt-Arbeit mit ihnen.

9. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1770

 

Entspannt im Körperkult

Den eigenen Körper fühlen lernen

Jugendlichen steht heute ein großer Markt an Möglichkeiten offen den eigenen Körper zu inszenieren. Eine alle Lebensbereiche durchziehende Selbstoptimierung erschwert es Kindern und Jugendlichen, selbstbestimmt im um sich greifenden Körperkult zu agieren. Riskanter Substanzkonsum und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen können Folgen des allgegenwärtigen Glaubenssatzes „Mach was aus Dir!“ sein.

Aus präventiver Sicht kann ein positives Körpergefühl vor diesen möglichen Risiken schützen. Um Jugendliche dahingehend zu begleiten, dass sie ein möglichst positives Gefühl für ihren Körper entwickeln und das eigene Fühlen als wichtiger als das Aussehen begreifen, werden in dem Seminar Möglichkeiten der Förderung der eigenen Körperwahrnehmung vermittelt und erprobt.

Das sehr praktisch orientierte Seminar bietet die Gelegenheit zur Erprobung entspannungsfördernder Verfahren und thematisiert die Umsetzung im pädagogischen Alltag.

14. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1770

» mehr Informationen

Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (Buchungsnr. S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00.

 

LAN-Party für Eltern – Action und Abenteuer

Computerspielewelten erleben und verstehen

Für viele Eltern sind die digitalen Spielewelten ihrer Kinder echtes Neuland. Was ihre Kinder an Spielen wie „Minecraft“ oder „League of Legends“ so fasziniert oder warum ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legen kann, ist für sie schwer nachvollziehbar Die Eltern-LAN-Party bietet eine Gelegenheit, an verschiedenen Stationen beliebte Spiele der Mädchen und Jungen kennenzulernen.

Durch das eigene Spielerlebnis entsteht eine Basis, die für den Dialog mit Kindern über Computerspiele und deren Wirkung genutzt werden kann. Kurze Vorträge und Tipps für die Medienerziehung zuhause strukturieren die Abendveranstaltung.

22. November
Elternveranstaltung
kostenfrei
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1790

 

Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Alkoholprävention und Jugendschutz

Aus Wissenschaft und Praxis ist bekannt, dass Alkohol bei Kindern und Jugendlichen die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz ist. Mehr als zwei Drittel der 12- bis 17- Jährigen haben bereits Erfahrungen mit Alkohol. Jeder vierte der 16- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen trinkt regelmäßig mindestens einmal pro Woche Alkohol.

Die Durchsetzung geltender Jugendschutzbestimmungen stellt im pädagogischen Alltag sowie im ordnungsrechtlichen Zusammenhang nach wie vor eine Herausforderung dar. Hierbei spielen auch die gesellschaftliche Verbreitung und die Akzeptanz von Alkohol eine entscheidende Rolle.

Zielt Suchtprävention als Teil des Jugendschutzes darauf, Jugendlichen einen risikoarmen und verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln, wird derzeit von einigen Suchtpräventionsstellen gefordert, die Altersgrenze für die Abgabe alkoholischer Getränke jeglicher Art auf 18 Jahre anzuheben. Unter 18-Jährige sollen so künftig vor alkoholbedingten Schäden geschützt werden.

Auf der Fachtagung wollen wir im Expertenkreis diskutieren inwiefern Verbote eine präventive Wirkung haben, wie Jugendliche dahingehend begleitet werden können einen genussorientierten Umgang mit Alkohol zu erlernen und wie eine zeitgemäße Alkoholprävention aus Jugendschutzsicht aussehen kann.

6. Dezember
Jahrestagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1710