Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „>> mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

„Ohne mein Smartphone fühle ich mich nackt!“

Im Mittelpunkt dieses Seminars stehen die Aktivitäten rund um Snapchat- oder Instagram- Profile, der Austausch über WhatsApp, das ungehinderte Surfen in mobilen Netzen und das Hin- und Herschicken von Filmchen, Bildern und Dateien. Mädchen und Jungen nutzen diese mobilen Medienwelten auf ihren Smartphones, Tablets und Laptops meist ohne elterliche Begleitung.

Diskutiert werden deshalb hier nicht nur die Möglichkeiten und Gefährdungen mobiler Endgeräte, sondern auch, wie man die heutigen Medienwelten von Kindern und Jugendlichen in die pädagogische Praxis einbeziehen kann. Über vorhandene Tablets können die Teilnehmenden außerdem viele der bei Mädchen und Jungen beliebten Apps ausprobieren.

25. April
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1740

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„…ein schmaler Grat“

Grenzen (als Thema) sexualpädagogischer Arbeit

Nicht selten stehen pädagogische Fachkräfte vor der Aufgabe abzuwägen, welche Themen rund um Liebe, Sex und Partnerschaft sie wie und in welcher Deutlichkeit mit „ihren“ Jugendlichen behandeln können. Homophobe Sprüche, Sexismus oder sexualisierte Beleidigungen sind in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen durchaus Themen. In welchen Situationen kann oder muss ich als pädagogische Fachkraft eingreifen und welche kann ich auch mal „laufen lassen“? Wie kann mit sehr heterogenen
Gruppen oder Jugendlichen mit problematischen Einstellungen zu Geschlechterrollen gearbeitet werden?

Im Rahmen des Seminars werden die verschiedenen Ebenen und Herausforderungen
sexualpädagogischer Arbeit sowie die eigene Haltung beleuchtet.

4. Mai
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1720

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(K)ein Platz für digitalen Hass und Diskriminierung

Was Jugendliche über Gewalt im Netz wissen müssen

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, Aggressionen freien Lauf zu lassen. Hasskommentare, Diskriminierung und Shitstorms sind weit verbreitet. Es scheint, dass in der digitalen Kommunikation die Grundregeln des sozialen Miteinanders manchmal außer Kraft gesetzt sind. Die fehlende Kontrolle durch die Betreiber von sozialen Netzwerken kann zu diesem Phänomen beitragen. Aber auch die Möglichkeiten der Nutzer, die eigene Identität zu verschleiern, kann so ein Verhalten fördern.

Die Tagung geht der Frage nach, wie Jugendliche mit digitaler Gewalt konfrontiert sind und welche Folgen Hasskommentare und Mobbing für betroffene Mädchen und Jungen haben. Darüber hinaus werden Schutz- und Reaktionsmöglichkeiten vorgestellt und diskutiert. Dabei geht es um den Umgang mit Hasskommentaren gegenüber anderen, aber auch um die Handlungsmöglichkeiten der Betroffenen selbst.

11. Mai
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Freizeitheim Vahrenwald, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1750

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Wir können auch anders…

Ansätze für die Gewaltprävention in der Arbeit mit Gruppen

Nach einem Gewaltausbruch, wenn es gekracht hat oder wenn jemand ausgeflippt ist, geht es zuerst darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Situation zu klären. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Frage, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert? Was war der Auslöser?

Ausgangspunkt des Seminars sind aggressive Alltagssituationen in Gruppen. Die Betrachtung solcher Situationen kann helfen, Faktoren zu erkennen, die die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen beeinflussen. Dabei geht es um die jeweils individuellen Einstellungen zu Konflikten und Gewalt und um das eigene Sicherheitsempfinden. Daran anschließend wird die Frage aufgegriffen, wie man auf kleine Probleme sinnvoll reagieren kann, um große Schwierigkeiten zu verhindern.

16. Mai und 7. Juni
Seminar, zweitägig
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1740

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Der optimale Körper

Riskante Schönheitsideale im Jugendalter

Jugendliche inszenieren sich oft auffällig: Körperbetonte Modetrends, strenge Diäten oder exzessiver Sport verdeutlichen eine starke Fokussierung auf das Aussehen. Sowohl innerfamiliär vorgelebte als auch medial vermittelte Schönheitsideale bieten Jugendlichen hierfür Orientierung und setzen sie gleichzeitig unter Druck, diesen Bildern zu entsprechen. Selbstzweifel, Verunsicherungen und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper sind mögliche Folgen, die die Identitätsentwicklung beeinträchtigen können. Aber auch Störungen im Essverhalten, Nebenwirkungen von Dopingmitteln sowie Komplikationen bei Piercings, Tattoos und Co. können mit dem Wunsch nach Körperoptimierung einhergehen.

An welchen Stellen müssen pädagogische Fachkräfte eingreifen, um Jugendliche vor den Folgen riskanter Schönheitsideale zu bewahren? Welche Experimente mit dem Körper sind im Jugendalter „normal“? Wie können Mädchen und Jungen darin gestärkt werden Schönheitsideale zu hinterfragen?

Diesen Fragen geht die Fachtagung nach und beleuchtet sie aus sexualpädagogischer
sowie suchtpräventiver Perspektive.

1. Juni 2017
Workshop-Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1730

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Praktische Hinweise, wie das Thema Körperkult mit Jugendlichen bearbeitet werden kann, werden in folgenden Seminaren erprobt:

„Mein Körper kann das – Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult“

„Entspannt im Körperkult – Den eigenen Körper fühlen lernen“

 

MOVE

Motivierende Kurzintervention
Alkohol, Zigaretten, Partydrogen, Cannabis und andere legale wie illegale Drogen auszuprobieren, gehört für viele Mädchen und Jungen zum Erwachsenwerden dazu. Die „Motivierende Kurzintervention“ ist eine erfolgreiche Methode, mit Mädchen und Jungen über ihr riskantes Konsumverhalten ins Gespräch zu kommen und sie zu Verhaltensänderungen anzuregen. MOVE kann als Kurzintervention in Schulen und Jugendeinrichtungen unkompliziert und spontan angewendet werden.

In dem dreitägigen Seminar werden anhand konkreter Gesprächssituationen Interventionen und Strategien vorgestellt und praktisch erprobt. Theoretische Grundlagen und Hintergrundwissen zu rechtlichen Aspekten und zur Suchtentwicklung werden dabei ebenfalls vermittelt.

27. / 28. März und 6. April
Seminar, dreitägig
€ 285,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift und Hans Lilje Haus, Hannover

Anmeldefrist abgelaufen
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12. bis 14. Juni
Seminar, dreitägig
€ 300,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Waldschlösschen, Göttingen

Anmeldung | Buchungsnummer: S1740
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www.move-niedersachsen.de

Mein Körper kann das!

Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult

Jugendliche orientieren sich an Schönheits- und Körperidealen, denen sie nur in den seltensten Fällen entsprechen. Selbstzweifel, Körperfrust und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper können Folgen sein. Erste Erfahrungen mit Intimität und Sexualität können dadurch als frustrierend empfunden werden oder finden erst gar nicht statt.

Wie kann pädagogische Arbeit diesem Problem entgegenwirken? Neben dem Hinterfragen und Reflektieren bestehender Schönheitsideale muss es aus Jugendschutzsicht auch darum gehen, den eigenen Körper wieder fühlbar zu machen – zum Beispiel, indem Erfolgserlebnisse geschaffen werden, die den eigenen Körper als stark, verlässlich und schön erlebbar machen.

Im Rahmen des Seminars werden verschiedene praktische und erlebnispädagogische Ansätze ausprobiert und ihr Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen diskutiert. Wir werden den Blick darauf lenken, was der eigene Körper alles kann – unabhängig davon, ob er muskulös ist oder nicht, klein oder groß, schmal oder kurvig.

20. Juni
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Jugend-, Gäste- und Seminarhaus Gailhof der Region Hannover, Wedemark

Anmeldung | Buchungsnummer: A1730

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Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00 €.

 

Trickfilmchen

Trickfilmchen-2015Seminare für pädagogische Fachkräfte im Elementarbereich

Ob in der Kita oder in der Grundschule, Mädchen und Jungen können mit der Trickfilmchen-Ausstattung der Landesstelle Jugendschutz kinderleicht eigene Trickfilme erstellen und so spielerisch ein Stück Medienkompetenz entwickeln. In diesem Seminar wird ausführlich über die Medienvorlieben von Kindern sowie über Medienwirkungen und Jugendschutzaspekte informiert. Die praktische Arbeit am Tricktisch oder an der Trickboxx ist Bestandteil des Seminars, damit eigene Erfahrungen beim „Trickfilmen“ gesammelt werden können.
Im Anschluss an das Seminar besteht die Möglichkeit, das Projekt in der eigenen Einrichtung umzusetzen. Für die pädagogische Begleitung, die Ausleihe der Technik, die Filmbearbeitung, das Überlassen der Filmchen auf einem Datenträger und die Durchführung einer Elternveranstaltung fällt eine Kostenbeteiligung in Höhe von 100,- Euro an.

Aufgrund der praktischen Arbeitseinheit stehen für dieses Seminar jeweils nur 18 Plätze zur Verfügung.

16. August 2017
60,- € (inklusive vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1731

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Gemobbt – und was jetzt?

Lösungen für Mobbingsituationen in Schule und Jugendarbeit finden

Mobbing, die systematische Schikane einzelner Mädchen und Jungen, kann große Belastungen hervorrufen. Ängste, Depressionen, und psychosomatische Reaktionen sind häufige Symptome. Die Betroffenen können so einer Situationen – z. B. in der Schule, im Hort, in einer Ferienfreizeit – nicht einfach entkommen. In der Regel sind sie auf die Unterstützung durch Erwachsene angewiesen, damit die Übergriffe beendet werden.

Fachkräfte brauchen dafür ein grundlegendes Wissen über die Gruppendynamik bei Mobbing und über die Fallstricke bei der Intervention. Was ist im Kontakt mit Betroffenen, im ersten Gespräch und bei weiteren Schritten wichtig? Was können Fachkräfte tun, wenn außer ihnen niemand dem Mädchen oder Jungen glaubt? Die Erfahrungen der Teilnehmenden mit diesen Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Ziel ist es, anhand von konkreten Fallkonstellationen praxisorientierte Handlungspläne zur Beendigung von Mobbingsituationen zu erarbeiten.

17. August
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1750

 

Hinterfragen, Fakten checken, dagegenhalten

Der Umgang mit digitalem Hass und Gewalt im Netz

Die wesentliche Kommunikation unter Jugendlichen findet über das Internet in sozialen Netzwerken statt. Zudem organisieren Mädchen und Jungen online fast alles, was zu ihrer Informationssuche, ihren Interessen und Vorlieben und ihrer Selbstdarstellung gehört. Dabei sind sie in der Regel sehr souverän beim Einsatz der zur Verfügung stehenden Tools. Schlechte Erfahrungen, z. B. die Konfrontation mit Beleidigungen, Diskriminierung, mit Cyber-Mobbing oder Hasskommentaren sind dabei nicht ausgeschlossen.

Vielen Jugendlichen sind diese Risiken bewusst, sie nehmen sie als Kehrseite der Chancen, die das Netz bietet, in Kauf. Attacken und Hasskommentare zu ignorieren, ist eine mögliche Reaktion, weitere Gegenstrategien fehlen Jugendlichen jedoch oft.

Im Seminar sollen zweckmäßige Handlungsoptionen diskutiert werden, mit denen digitale Gewalt eingegrenzt und Verbreitung von Diskriminierungen verhindert werden kann.

 

20. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1760

 

Das bestimme ich!

Sexuelle Selbstbestimmung als Thema in der praktischen Arbeit

Mädchen und Jungen haben das Recht, selbstbestimmt ihre eigene Sexualität zu entwickeln. Dieses Recht ist wichtig für ein gelungenes Aufwachsen und die Ausbildung einer eigenen Identität.

Die Umsetzung in der Praxis wird jedoch erschwert durch homophobe Sprüche, sexistische Beleidigungen oder den inneren Druck, bestimmten Meinungen oder Verhaltensweisen zu entsprechen. All dies kann sich auf eine selbstbestimmte Entwicklung der Geschlechtsidentität schädlich auswirken.

In der Thematisierung sexueller Selbstbestimmung liegt die Chance, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte kennen und sich für die anderer einsetzen. Aber sie bedeutet auch eine Herausforderung für pädagogische Fachkräfte, die sich im Spannungsfeld zwischen dem Akzeptieren der Meinungen und Entscheidungen der Jugendlichen und dem Auftrag der erzieherischen Kontrolle zum Schutz der Jugendlichen bewegen.

Im Rahmen des Seminars werden Zugänge zur Förderung der sexuellen Selbstbestimmung diskutiert und erprobt.

21. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1740

 

Der Schmerz sitzt tiefer

Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten

Fügen sich Mädchen und Jungen selbst Schmerzen zu, indem sie ihren Körper in Form von Schnitt-, Brand- oder Bisswunden verletzen, kann dies bei Pädagoginnen und Pädagogen schnell Hilflosigkeit und Überforderung hervorrufen. Auch wenn die Selbstverletzungen für betroffene Jugendliche eine entlastende Funktion haben, so bringt es pädagogische Fachkräfte in die herausfordernde Situation, abwägen zu müssen wie sie mit der Situation umgehen.

Das Seminar gibt Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von betroffenen Jugendlichen. Fallen und Chancen im Umgang mit ihnen werden aufgezeigt. Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, werden für die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmenden erarbeitet.

22. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1750

 

Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

Wird der Konsum legaler oder illegaler Drogen in der Arbeit mit Jugendlichen zum Thema, wirft dies immer wieder auch Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Grundsätzlich ist der Konsum unter das Betäubungsmittelgesetz fallender Substanzen nicht strafbar. Der Konsum stellt eine straflose Selbstgefährdung dar.

Doch wie ist der Konsum ohne den verbotenen Besitz oder Erwerb möglich? Wie ist im pädagogischen Alltag mit der Informationspflicht der Eltern umzugehen? Wann müssen die Eltern der Mädchen und Jungen benachrichtigt werden? Müssen jegliche Vorfälle zur Anzeige gebracht werden? Mache ich mich strafbar, wenn ich den Konsum legaler oder illegaler Drogen auf dem Gelände meiner Einrichtung dulde? Und wie verhalte ich mich bei Hinweisen auf Drogenhandel? Liefere ich vorgefundene Substanzen bei der
Polizei ab oder vernichte ich sie am besten selbst?

In dem Seminar beleuchten wir diese und weitere Fragen aus suchtpräventiver und rechtlicher Perspektive.

26. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1760

 

Touchen oder Wischen – Mediennutzung von Mädchen und Jungen kinderleicht?

„Darf ich mal dein Smartphone haben?“ Diese Frage dürften viele Eltern kennen, denn ein Smartphone oder Tablet zu bedienen, ist schon für die jüngsten Kinder keine Herausforderung. Mussten Mädchen und Jungen früher noch lesen und schreiben können, um einen Computer zu bedienen, wird heute über wenige Berührungen der so genannten Touchscreens im Internet gesurft, um sich Zeichentrickfilme auf YouTube anzugucken oder eine beliebte Kinderbuch-App aufzurufen.

Die kinderleichte Bedienung bedeutet aber nicht, dass bereits junge Kinder medienkompetent mit den Inhalten umgehen können. Das will gelernt sein. Je jünger die Mädchen und Jungen sind, desto intensiver müssen Eltern und pädagogische Fachkräfte sie auf ihrem Weg durch die Medienwelten begleiten. Wie das gelingen kann, wird auf der Fachtagung vorgestellt.

28. September
Tagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1770

Zocken ohne Ende?!

Wenn die Balance bei der Beschäftigung mit digitalen Spielen nicht mehr stimmt

Kinder und Jugendliche tauchen gern in die phantastischen Welten der Computerspiele ab. Dort können sie Abenteuer erleben und sich mit anderen messen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer intensiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern. Allgemeingültige Aussagen und klare Handlungsstrategien fehlen bislang.

Das Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein, zeigt Präventionsmöglichkeiten auf und rückt die Frage in den Fokus, wie Kindern der Wert des bewussten und maßvollen Umgangs mit digitalen Spielenvermittelt werden kann.

 

24. Oktober
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1780

 

Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen Jugendlicher sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, Schwäche zu bekämpfen und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt eine – wenn auch meist nur kurzfristige – Problemlösung. Für die Prävention von Gewalt folgt daraus: Was ermutigt Mädchen und Jungen, solche Strategien aufzugeben und andere zu entwickeln? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze aus der konfrontativen Konfliktbearbeitung ausprobiert. Diese sollen eine Weiterarbeit an kooperativen Konfliktlösungen ermöglichen. Ziel des Seminars ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten für einen kreativen, konstruktiven Umgang mit Konflikten – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewalthandlungen zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein.

1. und 15. November
Seminar, zweitägig
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1780

 

Mädchengewalt verstehen

Hintergründe, Folgen und Ansätze für die pädagogische Arbeit

Rein statistisch scheint das Thema ein Randproblem zu sein. Dennoch steht immer wieder die Frage im Raum, ob die Gewaltbereitschaft von Mädchen zunimmt, z. B. angesichts besonders medienwirksamer Einzelfälle. Fakt ist, dass der Schaden für die Betroffenen, der durch Gewalt von Mädchen angerichtet wird und die Folgen für die gewalttätigen Mädchen selbst , ebenso gravierend sein können wie die Konsequenzen von männlicher Gewalt.

Die Hintergründe und Risikofaktoren der Gewalt von Jungen sind jedoch nicht deckungsgleich mit denen der Mädchen. Aufgrund geringerer Fallzahlen sind mädchenspezifische Ansätze in der Intervention und Prävention nicht sehr verbreitet. Im Mittelpunkt des Seminars stehen deshalb die Entwicklungsverläufe von Gewaltverhalten bei weiblichen Jugendlichen und die Vorstellung von Ansätzen für die Anti-Gewalt-Arbeit mit ihnen.

9. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1770

 

Entspannt im Körperkult

Den eigenen Körper fühlen lernen

Jugendlichen steht heute ein großer Markt an Möglichkeiten offen den eigenen Körper zu inszenieren. Eine alle Lebensbereiche durchziehende Selbstoptimierung erschwert es Kindern und Jugendlichen, selbstbestimmt im um sich greifenden Körperkult zu agieren. Riskanter Substanzkonsum und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen können Folgen des allgegenwärtigen Glaubenssatzes „Mach was aus Dir!“ sein.

Aus präventiver Sicht kann ein positives Körpergefühl vor diesen möglichen Risiken schützen. Um Jugendliche dahingehend zu begleiten, dass sie ein möglichst positives Gefühl für ihren Körper entwickeln und das eigene Fühlen als wichtiger als das Aussehen begreifen, werden in dem Seminar Möglichkeiten der Förderung der eigenen Körperwahrnehmung vermittelt und erprobt.

Das sehr praktisch orientierte Seminar bietet die Gelegenheit zur Erprobung entspannungsfördernder Verfahren und thematisiert die Umsetzung im pädagogischen Alltag.

14. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1770

» mehr Informationen

Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (Buchungsnr. S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00.

 

LAN-Party für Eltern – Action und Abenteuer

Computerspielewelten erleben und verstehen

Für viele Eltern sind die digitalen Spielewelten ihrer Kinder echtes Neuland. Was ihre Kinder an Spielen wie „Minecraft“ oder „League of Legends“ so fasziniert oder warum ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legen kann, ist für sie schwer nachvollziehbar Die Eltern-LAN-Party bietet eine Gelegenheit, an verschiedenen Stationen beliebte Spiele der Mädchen und Jungen kennenzulernen.

Durch das eigene Spielerlebnis entsteht eine Basis, die für den Dialog mit Kindern über Computerspiele und deren Wirkung genutzt werden kann. Kurze Vorträge und Tipps für die Medienerziehung zuhause strukturieren die Abendveranstaltung.

22. November
Elternveranstaltung
kostenfrei
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1790

 

Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Alkoholprävention und Jugendschutz

Aus Wissenschaft und Praxis ist bekannt, dass Alkohol bei Kindern und Jugendlichen die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz ist. Mehr als zwei Drittel der 12- bis 17- Jährigen haben bereits Erfahrungen mit Alkohol. Jeder vierte der 16- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen trinkt regelmäßig mindestens einmal pro Woche Alkohol.

Die Durchsetzung geltender Jugendschutzbestimmungen stellt im pädagogischen Alltag sowie im ordnungsrechtlichen Zusammenhang nach wie vor eine Herausforderung dar. Hierbei spielen auch die gesellschaftliche Verbreitung und die Akzeptanz von Alkohol eine entscheidende Rolle.

Zielt Suchtprävention als Teil des Jugendschutzes darauf, Jugendlichen einen risikoarmen und verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln, wird derzeit von einigen Suchtpräventionsstellen gefordert, die Altersgrenze für die Abgabe alkoholischer Getränke jeglicher Art auf 18 Jahre anzuheben. Unter 18-Jährige sollen so künftig vor alkoholbedingten Schäden geschützt werden.

Auf der Fachtagung wollen wir im Expertenkreis diskutieren inwiefern Verbote eine präventive Wirkung haben, wie Jugendliche dahingehend begleitet werden können einen genussorientierten Umgang mit Alkohol zu erlernen und wie eine zeitgemäße Alkoholprävention aus Jugendschutzsicht aussehen kann.

6. Dezember
Jahrestagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1710