Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „» mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.
  • Wenn Sie an einer unserer Online-Veranstaltung teilnehmen möchten, finden Sie hier Tipps für die problemlose Teilnahme.

 Alle Seminare

Basic Jugendschutz: Schutz vor sexueller Gewalt

LJS: Online-SeminarSexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ist auch nach Jahrzehnten der fachli­chen Auseinandersetzung eine Herausforderung. Das zeigt sich an den seit langem un­verändert hohen Fallzahlen in der Kriminalstatistik und ebenso angesichts der Proble­me, die Betroffene und ihre Angehörigen bei der Aufdeckung und Aufarbeitung haben.

Ausgangspunkt des Seminars ist ein Überblick über die rechtlichen Grundlagen zum Thema, unter anderem zu den neuen Bestimmungen im Strafrecht, die höhere Strafen ermöglichen und die Qualifizierung der Justiz einschließen. Darüber hinaus werden Inhalte und Ziele von Schutz- und Präventionskonzepten in pädagogischen Kontexten vorgestellt und diskutiert.

Die Veranstaltung wird verschoben, den neuen Termin geben wir hier in Kürze bekannt.
LJS: Online-Seminar Online-Tagung

70,- €

 

Sexualisierte Gewalt im Netz

LJS: Online-SeminarWas muss man wissen – was kann man tun?

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 9 Prozent aller jungen Menschen im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend mit einer Form sexualisierter Gewalt zu tun haben. Umgerechnet betrifft das in Deutschland etwa eine Million, in einer durchschnittlichen Schulklasse ein bis zwei Kinder bzw. Jugendliche. Sexueller Missbrauch ist also ein Alltagsrisiko für Kinder. Einen erheblichen Anteil daran haben die Kommunikations- und Verbreitungswege im digitalen Raum. Aktuelle Befunde aus der Kriminalstatistik zeigen erhebliche Steigerungsraten bei der Herstellung und Verbreitung von sexuellen Missbrauchsabbildungen. Cybergrooming, die gezielte Anbahnung von Kontakten mit der Absicht, ein Treffen herbeizuführen und / oder Bildmaterial zu erstellen, ist ein Teil dieser Problematik.

Wie bei Missbrauch im direkten sozialen Umfeld gehen Täter*innen auch in sozialen Netzwerken oder Chats von Online-Spielen zielbewusst und strategisch vor. Sie gewinnen das Vertrauen von Kindern und bauen emotionale Beziehungen auf. Und sie nutzen ggf. die Anonymität der Online-Kommunikation, um ihre Identität zu verschleiern: Kinder können u. U. gar nicht erkennen, mit wem sie es zu tun haben und sind möglicherweise überzeugt, dass ihr*e Chatpartner*in gleichaltrig ist. Und: Auch junge Menschen können in Online-Kontakten mit Gleichaltrigen oder Jüngeren übergriffig agieren.

Angesichts der steigenden Ausbreitung von sexualisierter Gewalt im Netz sind zum einen die Anbieter von Diensten gefordert, Vorbeugung zu betreiben und bei Übergriffen schnell zu reagieren. Darüber hinaus müssen Präventionsangebote und Hilfemöglichkeiten im Alltag für Kinder und Jugendliche präsent sein. Sie brauchen Informationen und Orientierung für den Selbstschutz und für den Zugang zu Hilfe und Unterstützung in Notsituationen. Digitale Kommunikation ist für die meisten Kinder und Jugendlichen alltäglich, Wissen über die spezifischen Risiken und Strategien für den Umgang mit problematischen Situationen sollten ebenso selbstverständlich zum Alltag gehören. Informationen dazu aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven werden bei dieser Fachtagung vorgestellt. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

27. September

LJS: Online-Seminar Online-Fachtagung

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: S2160

» mehr Informationen

 

MOVE- Motivierende Kurzintervention

Die Motivation zur Verhaltensänderung stärken

Wie lassen sich Jugendliche ansprechen, die mit ihrem Konsum des letzten Wochen­endes prahlen und offensichtlich kein Interesse daran haben, etwas an ihrem Konsum­verhalten zu ändern? Welche Möglichkeiten haben pädagogische Fachkräfte eine Ver­änderung des Konsums anzuregen, wenn sie deutlich vermittelt bekommen „Lass mich in Ruhe!“? Wie können Impulse so gesetzt werden, dass Mädchen und Jungen sich mit ihrem Konsum auseinandersetzen? MOVE bietet Antworten auf diese Fragen. Als be­währtes Konzept, um mit Mädchen und Jungen konstruktiv über ihr Verhalten und dessen Veränderung ins Gespräch zu kommen, ist die „Motivierende Kurzintervention“ (MOVE) ein hilfreiches Handwerkszeug für den pädagogischen Alltag.

Im Fokus des dreitägigen Seminars steht die praktische Erprobung der motivierenden Kurzintervention anhand konkreter Gesprächssituationen.

Das Seminar ist als Präsenzveranstaltung geplant. Sollte eine Durchführung aufgrund geltender Hygieneverordnungen nicht möglich sein, kann das Seminar nicht stattfin­den.

27., 28. September und 4. Oktober
Seminar, 3-tägig
200,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2170

» mehr Informationen

 

 

Mobbing erkennen und beenden

LJS: Online-SeminarHandIungsorientierungen für die Intervention

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weder harmlos noch selten. Trotzdem werden solche Situationen von Erwachsenen oft erst spät bemerkt, weil die Angrei­fer*innen ihre Übergriffe geschickt platzieren und betroffene Mädchen und Jungen sich nicht trauen, Unterstützung zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte ihren Blick für die Problematik schärfen und angemessen reagieren können, wenn sie An­zeichen für systematische Schikane wahrnehmen.

Im Mittelpunkt des Seminars ste­hen diese Fragen: Sollen Fachkräfte erst eingreifen, wenn Betroffene von sich aus um Hilfe bitten? Wie kann man sich darüber vergewissern, was tatsächlich vorgefallen ist? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Mobbing stoppen? Dazu werden im Seminar kon­krete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei geht es auch um die Begleitung be­troffener Kinder und die Auseinandersetzung mit Rechtfertigungsstrategien der Kinder und Jugendlichen, die Übergriffe initiieren.

13. Oktober und 3. November

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

120,- €
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2170

» mehr Informationen

 

Igitt, wie schön…

Kindliche Sexualität in Kindertageseinrichtungen LJS: Online-Seminar

Kinder wollen die Welt begreifen – die Themen Körper und Sexualität gehören dazu und sind im Alltag mal mehr, mal weniger spannend: zum Beispiel die schwangere Erzieherin, das küssende Pärchen auf der Straße oder die Plakatwerbung mit leichtbekleideten Models – all das sind Eindrücke, zu denen sie Fragen stellen und Antworten einfordern.

Nicht immer fällt es Erwachsenen leicht, diese Fragen zu beantworten, denn trotz der großen Präsenz ist Sexualität oft schambesetzt. Aber Kinder haben das Recht, dass sie in ihrer Entwicklung altersangemessen informiert und begleitet werden.

In Kindertageseinrichtungen müssen Fachkräfte häufig flexibel und schnell reagieren: Was antworte ich auf explizite Fragen zu Körper und Sexualität? Wie weit muss ich mich mit den Einstellungen von Eltern auseinandersetzen bzw. diese mit einbeziehen? Welches Verhalten fällt unter die kindliche Neugier und an welchen Stellen muss zum Schutz der Mädchen und Jungen eingegriffen werden? Wann muss ich bei Doktorspielen intervenieren?

Es bedarf der Entwicklung von sexualpädagogischen Konzepten, um auf diese Fragen antworten geben zu können und Mitarbeiter*innen Handlungssicherheit für den Umgang mit dem Thema kindliche Sexualität zu geben. Gleichzeitig sind transparente Konzepte auch ein wichtiges Signal gegenüber den Eltern.

In dieser Halbtages-Online-Veranstaltung werden Grundlagen zu kindlicher Sexualität und Entwicklung vermittelt. Darüber hinaus wird der Blick auf alltägliche Herausforderungen und Fragen in Kindertageseinrichtungen gelegt und Ansätze zum Umgang vorgestellt.

14. Oktober

LJS: Online-Seminar Halbtages-Online-Seminar

40,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: A2150

» mehr Informationen

 

Digitale Gewalt- Reale Sorgen

LJS: Online-SeminarDigitale Räume gehören zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen selbstver­ständlich dazu. Sie informieren sich und recherchieren im Internet, posten und kom­mentieren in den sozialen Netzwerken – und werden dabei nicht selten mit Belei­digungen und anderen Formen von Grenzverletzungen und Gewalt konfrontiert. Die Folgen dieser Erfahrungen sind keineswegs virtuell, sondern in der Regel völlig real. Digitale Gewalt verursacht analoge Sorgen – für Betroffene ebenso wie für pädagogi­sche Fachkräfte. Was bedeutet es, wenn Kinder und Jugendliche ungewollt und unvor­bereitet auf Hate Speech und digitale Diskriminierung treffen? Was löst es in ihnen aus, wenn sie selbst attackiert werden?

Die beständige Herausforderung für Eltern, Fach­kräfte, Schule, Jugendhilfe lautet nach wie vor: Wie können wir schützen, ohne einzu­schränken? Was brauchen junge Menschen, um Risiken zu erkennen und Verletzungen zu vermeiden? Was können (Gewalt-) Prävention und (Medien-) Pädagogik im digitalen Alltag leisten? Diesen Fragen wird die Tagung – online – nachgehen.

14. Oktober

LJS: Online-Seminar Online-Tagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2130

 

Was ist (nicht) erlaubt?

Orientierung in der rechtlichen Grauzone rund um die pädagogische Arbeit mit konsu­mierenden Jugendlichen

Konsumieren Jugendliche legale oder illegale Suchtmittel, wirft dies häufig Fragen nach rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Unsicherheiten bezüglich möglicherweise strafbarer Grenzfälle und Situationen erschweren Pädagog*innen oftmals ein konse­quentes Vorgehen. Ob bei Hinweisen auf Drogenhandel oder der Duldung des Kon­sums legaler oder illegaler Suchtmittel auf dem Einrichtungsgelände: im pädagogi­schen Alltag bedarf es in solchen Situationen entsprechender Handlungsstrategien.

In dem Seminar wird rechtliches Hintergrundwissen vermittelt, sowie konkrete Frage­stellungen diskutiert, um pädagogische Fachkräfte in ihrer Handlungssicherheit zu stärken.

Das Seminar ist als Präsenzveranstaltung geplant, findet bei Bedarf jedoch onIine statt.

2. November
Seminar
80,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2160

» mehr Informationen

 

LAN-Party für Eltern

LJS: Online-SeminarDas Spielen an Konsole oder Smartphone kann zum alltäglichen Streitpunkt in der Fa­milie werden, wenn ln-App-Käufe den Rahmen des Taschengeldes sprengen oder Mädchen und Jungen in Spielechats Kontakte knüpfen, bei denen sich kein gutes Ge­fühl einstellt. Digitale Spiele fordern Mütter und Väter heraus, den Anschluss an rasan­te technische Innovationen nicht zu verlieren und gleichzeitig Vorbild und Vertrauens­person für die eigenen Kinder zu bleiben.

11. November
Lan-Party
kostenlos

LJS: Online Online

Anmeldung | Buchungsnummer: M2160

 

Gefällt mir! Wie Kinder-Influencer*innen mit Likes gute Geschäfte machen

LJS: Online-SeminarDas Geburtstagsvideo einer Neunjährigen, ein Junge, der vor laufender Kamera Spiel­zeug auspackt, Geschwister, die Süßigkeiten testen – das sind sogenannte Kinder­lnfluencer*innen. Sie erzählen in den sozialen Netzwerken aus ihrem Leben und we­cken wegen einer steigenden Anzahl von Followern das Interesse der Industrie. Denn mit Klicks lässt sich gutes Geld verdienen. Hinter den kleinen Stars stehen oftmals ganze Familien, die dafür sorgen, dass der YouTube- oder TikTok-Kanal erfolgreich ist und auch bleibt.

Das Online-Seminar gibt Einblicke in die Welt der Kinder-lnfluen­cer*innen und thematisiert ihre Schattenseiten: Freizeitbeschäftigung vs. Arbeit von Minderjährigen, Schutz der Persönlichkeitsrechte und das Ausnutzen der Unerfahren­heit von Kindern.

17. November

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2170

» mehr Informationen

 

Was ich nicht will, das man mir tut …

Soziale Kompetenzen unter Stress

Konflikte fordern und fördern sozial erwünschte Verhaltensstrategien. Sie bergen die Chancen, Probleme anzusprechen, Verschiedenheiten auszugleichen und Beziehun­gen zu klären. Sie erhöhen aber auch das Risiko, andere zu beleidigen und zu drohen, fremde und eigene Grenzen zu verletzen und einander weh zu tun – häufig mit Recht­fertigungsstrategien wie „XY hat aber angefangen“ und ,, … ich habe mich nur ge­wehrt.“ Von pädagogischen Fachkräften wird alltäglich eine konfrontative, konstruk­tive und dialogische Streitkultur erwartet, die Kinder und Jugendliche motiviert, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen. Im besten Fall werden Erwachsene so zu einem Vorbild für eine Streitkultur, die die Grenzen des Gegenübers und die eigenen wahrt.

Die Fortbildung lädt dazu ein, auf die eigene Streitkultur zu blicken und einen angemessenen Umgang mit (eigenen) ,,schwierigen und eckigen“ Gefühlen in Konflikt­situationen zu trainieren.

18. und 25. November
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2190

» mehr Informationen

 

Jugendliche und Pornografie – immer noch ein Thema?!

Jahrestagung

LJS: Online-SeminarPornografische Inhalte sind durch das Internet einfach zugänglich und gehören zum Medienrepertoire der meisten Jugendlichen. Der Wunsch nach Stimulation steht dabei meist im Vordergrund, nebenbei werden aber auch Rollenbilder und Normen vermit­telt. Das Bild von Frauen als willige Objekte zur Befriedigung von omnipotenten Män­nern ist dabei eine gängige Variante der Darstellungen – welche sowohl bei Mädchen und Jungen Druck und nicht-erfüllbare Erwartungen erzeugen können.

Aus Jugendschutzsicht stellen sich rund um die Pornografienutzung Jugendlicher zahl­reiche Fragen: Braucht es mehr Regulierungsmöglichkeiten, um Jugendlichen den Zu­gang zu pornografischen Inhalten zu erschweren? Oder sollte ein eigenverantwortlicher Umgang auch mit diesen Medieninhalten befördert und gar begleitet werden? Sind sich Jugendliche über Konsequenzen bewusst, wenn sie pornografisches Material ver­schicken?

Die Jahrestagung lenkt den Blick auch auf weitere Darstellungen von Sexualität und mögliche Einflüsse auf Jugendliche und diskutiert Fragen wie: Was macht die allseits präsente Werbung für Sexspielzeug mit sexuell unerfahrenen Mädchen und Jungen? Welche Auswirkungen haben knapp bekleidete Frauen in Musikclips oder sexualisierte Casting- oder Datingshows auf die sexuelle Entwicklung?

7. Dezember

LJS: Online-Seminar Online-Jahrestagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2140