Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „>> mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

Hauptsache Action! Computerspiele in der pädagogischen Arbeit

Seminare für pädagogische Fachkräfte

Mit Computerspielen beschäftigen sich Kinder und Jugendliche gerne in ihrer Freizeit. Während das Spielen auf dem Smartphone bei Mädchen und Jungen gleichermaßen beliebt ist, sind es bei digitalen Spielen via Spielekonsole und PC nach wie vor mehr Jungen, die von den virtuellen Spielewelten fasziniert sind.

Ausgangspunkt für diese Seminare bilden die positiven und pro­blematischen Aspekte des Computerspielens. Wir möchten päda­gogische Fachkräfte motivieren, in die praktische Medienarbeit einzusteigen. Anhand bereits erprobter Konzepte wird in unter­schiedliche Schwerpunkte eingeführt. Im Mittelpunkt stehen Ein­blicke in unterschiedliche Spiele und die Einführung in die Kon­zepte, die im Anschluss an die Fortbildung für die Arbeit mit Mäd­chen und Jungen zum Thema Computerspiele genutzt werden können. Denn ein Projekttag in der Schule oder ein Workshop im Jugendzentrum zum Thema Computerspiele kann einen Rahmen schaffen, um mit Mädchen und Jungen über die positiven und negativen Folgen des Konsums ins Gespräch zu kommen.

Die Konzepte sind methodisch abwechslungsreich gestaltet: Kleingruppenarbeitsphasen wechseln sich mit dem Einsatz kurzer Videospots und Diskussionen im Plenum ab. Die Arbeitsmateria­lien beinhalten eine Themen- und Zeitstruktur und eignen sich für den drei- bis vierstündigen Einsatz.

Es kann zu folgenden Themen gearbeitet werden: Online- und Offline-Spiele, Faszination und Spielspaß, Alterskennzeichen, Da­tenschutzbestimmungen, ln-App-Käufe, das Erstellen von Let’s Play Videos und die Welt der YouTube-Stars.

11. September 2018 in Braunschweig, Brunsviga | Buchungsnummer: M1880

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Aufgrund der praktischen Arbeitseinheit stehen für dieses Seminar nur 12 Plätze zur Verfügung. Durch die Unterstützung des Niedersächsischen Sozialministeriums ist die Seminarteilnahme inkl. vegetarischer Verpflegung kostenfrei.

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“F*CK!“

Sexualität und Sprache in der Arbeit mit Jugendlichen

Über Sexualität zu sprechen, ist immer eine Herausforderung – für Jugendliche umso mehr, da sie selbst noch unsicher sind: Einerseits suchen sie nach Orientierung, andererseits wollen sie sich von anderen abgrenzen. Durch die Wortwahl wird deutlich, was Mädchen und Jungen in der Pubertät bewegt bzw. wozu sie sich zugehörig fühlen und was sie ablehnen. Homophobe Sprüche, Sexismus oder sexualisierte Beleidigungen
sind in vielen Einrichtungen an der Tagesordnung – vor allem die Reaktionen von pädagogischen Fachkräften darauf sind wichtige Reibungs- und Orientierungspunkte für Jugendliche.

Deshalb ist eine Haltung zu diesen Themen gefordert. In welchen Situationen kann oder muss ich eingreifen und was kann ich auch mal „laufen lassen“? Wie kann mit sehr heterogenen Gruppen oder Jugendlichen mit problematischen Einstellungen zu Geschlechterrollen gearbeitet werden?

Im Rahmen des Seminars werden die verschiedenen Ebenen und Herausforderungen sexualpädagogischer Arbeit beleuchtet, methodisch aufbereitet und die eigene Haltung diskutiert.

12. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1821

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Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

Gibt es Hinweise auf den Konsum legaler oder illegaler Drogen in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen, wirft dies immer auch Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Wann bin ich dazu verpflichtet die Eltern konsumierender Mädchen
und Jungen zu benachrichtigen? Müssen jegliche Vorfälle zur Anzeige gebracht werden? Mache ich mich strafbar, wenn ich den Konsum legaler oder illegaler Drogen auf dem Gelände meiner Einrichtung dulde? Und wie verhalte ich mich bei Hinweisen auf
Drogenhandel? Liefere ich vorgefundene Substanzen bei der Polizei ab oder vernichte ich sie am besten selbst?

In dem Seminar beleuchten wir diese und weitere Fragen aus suchtpräventiver und rechtlicher Perspektive.

25. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1860

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Digitale Spuren

Online-Nutzung von Mädchen und Jungen

Jugendliche nutzen eine breite Palette von Apps und andere Online-Angebote auf ihren Smartphones. Die absoluten „Must Haves“ liegen in den Bereichen Kommunikation, Foto- und Videoplattformen, digitale Spiele sowie Film- und Musikstreaming. Das Agieren von Mädchen und Jungen in Onlinewelten geht aber nicht nur mit positiven Effekten einher. Denn das Internet bietet auch viele Möglichkeiten, seinen Aggressionen
freien Lauf zu lassen oder über gezielte Falschmeldung Meinung zu machen. Viele App-Anbieter stellen den Nutzern ihr Angebot kostenfrei zur Verfügung, ihr Mehrwert liegt im Sammeln und Auswerten von Daten, im Generieren von nutzerspezifischer Werbung und bei In-App-Käufen. Nicht allen Kindern und Jugendlichen sind diese Risiken bewusst.

Deshalb ist es wichtig, dass pädagogische Fachkräfte Ansprechpartner sind und Angebote machen, die Kinder und Jugendliche für ein kritisches und selbstbestimmtes Handeln im Internet motivieren. Neben aktuellen Forschungsbefunden stehen Konzepte und praktische Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
im Mittelpunkt der Workshop-Tagung.

17. Oktober
Workshop-Tagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1850

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Grenzenloses Spielvergnügen? – Exzessive Computerspielnutzung

Aus Sicht der Medienpädagogik und Suchtprävention

Abenteuer erleben, Spaß haben und sich mit anderen messen sind die zentralen Motive von Kindern und Jugendlichen für die Beschäftigung mit digitalen Spielen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer exzessiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische
Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern.

Das zweitägige Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein. Neben der Möglichkeit, digitale Spiele selbst auszuprobieren, werden Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt und Handlungsstrategien vorgestellt, um mit Mädchen und Jungen, die ein problematisches Spielverhalten haben, ins Gespräch zu kommen.

26. und 27. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1860

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Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen Jugendlicher sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, ein Gefühl von Schwäche zu bekämpfen und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt eine subjektiv sinnvolle – wenn auch meist nur kurzfristige – Problemlösung. Für die Prävention folgt daraus: Was ermutigt Mädchen und Jungen, solche Strategien aufzugeben und andere zu entwickeln? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze aus der konfrontativen Konfliktbearbeitung ausprobiert. Diese sollen eine Weiterarbeit an kooperativen Konfliktlösungen ermöglichen.

Ziel des Seminars ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten für einen kreativen, konstruktiven Umgang mit Konflikten – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewalthandlungen zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule.

18. Oktober und 21. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1870

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Der Schmerz sitzt tiefer

Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten

Verletzen Jugendliche ihren Körper in Form von Schnitt-, Brand- oder Bisswunden, kann dies bei pädagogischen Fachkräften schnell Hilflosigkeit und Überforderung hervorrufen. Die Selbstverletzungen haben für betroffene Jugendliche zwar oftmals eine entlastende Funktion, Pädagoginnen und Pädagogen bringt es jedoch in die herausfordernde Situation, abwägen zu müssen, wie sie sich verhalten.

Die erste impulsive Reaktion entspricht möglicherweise nicht immer einem angemessenen oder professionellen Umgang. Ein grundlegendes Wissen um das Thema Selbstverletzungen kann die Handlungsstrategien und Handlungssicherheit in solchen Situationen erweitern.

In dem Seminar befassen wir uns mit folgenden Fragen: Welche Formen selbstschädigenden Verhaltens gibt es? Welche Funktionen haben Selbstverletzungen für die Betroffenen? Welche Möglichkeiten gibt es, diese aufzugeben ohne kompensatorische Verhaltensweisen zu entwickeln? Wie kann professionelle Unterstützung aussehen? Die Teilnehmenden erhalten zudem Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von betroffenen Jugendlichen. Fallstricke und Chancen im Umgang mit ihnen werden thematisiert. Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, erarbeiten und diskutieren wir für die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmenden.

6. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1811

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LAN-Party für Eltern – Action und Abenteuer

Computerspielewelten erleben und verstehen

Viele Eltern wissen nicht, warum ihre Kinder von Spielen wie „Minecraft“ oder „League of Legends“ so fasziniert sind oder warum ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legen kann. Sie sind besorgt, weil sie die Wirkung gewalthaltiger Spiele auf ihre Kinder schlecht einschätzen können. Auch die mitunter intensive Beschäftigung mit den digitalen Spielen lässt Eltern befürchten, dass sich eine exzessive Spielephase zu einem suchtartigen Verhalten entwickeln kann.

Wir laden Eltern und andere pädagogisch Interessierte an diesem Abend ein, sich mit den Computerspielen von Mädchen und Jungen praktisch auseinanderzusetzen. An zahlreichen Stationen können Mütter und Väter die Computerspiele selbst ausprobieren, die Virtual Reality-Brille kennenlernen und sich anhand zweier Vorträge über die Möglichkeiten und Risiken im Zusammenhang mit digitalen Spielen informieren.

7. November
LAN-Party
kostenlos
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1870

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KITA MOVE – Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich

Gute Gespräche mit Eltern

Elterngespräche gehören in Kindertageseinrichtungen zum Alltag. Nicht immer sind sie einfach, insbesondere wenn sensible Erziehungs- oder Gesundheitsthemen angesprochen werden müssen. Ob spontan „zwischen Tür und Angel“ oder im geplanten Gespräch – ein besonders behutsames Vorgehen seitens der pädagogischen Fachkräfte ist oftmals erforderlich.

Gerade mit Gesprächssituationen, in denen Eltern erreicht werden sollen, fühlen sich Pädagoginnen und Pädagogen immer wieder überfordert. Stehen im Arbeitsalltag überwiegend die Kinder und deren Betreuung im Vordergrund, so fehlt es häufig an Fertigkeiten im Umgang mit den Eltern.

Die Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich (Kita-MOVE) bietet Unterstützung und Entlastung beim täglichen Kontakt mit Eltern und beim Führen schwieriger Elterngespräche. Wie auch „schwer erreichbare“ Eltern motivierend angesprochen werden können und Alltagssituationen zielgerichtet und kompetent für gute Gespräche mit Eltern genutzt werden können, wird in Kita-MOVE vermittelt und trainiert.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.jugendschutz-niedersachsen.de/move/kita-move/.

19., 20. und 21. November 2018
Fortbildung
€ 200,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1831

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So schlimm war das doch gar nicht…

Handlungsorientierungen für den Umgang mit Mobbing unter Kindern

Mobbing ist unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet: Verbale Angriffe, subtile Ausgrenzung oder Diskriminierung kommen praktisch in jeder Schule vor, manchmal auch in außerschulischen Kontexten. Für betroffene Mädchen und Jungen sind solche Übergriffe eine große Belastung. In der Regel sind sie auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen, um so einer Situation zu entkommen. Um Mobbingprozesse zu unterbinden und die betroffenen Kinder wirkungsvoll zu unterstützen, sind Gegenstrategien erforderlich, die sich auf die ganze Gruppe beziehen. Das Seminar soll pädagogischen Fachkräften helfen, die Entstehung von Mobbing zu verstehen und mit Blick auf Gruppenprozesse sinnvoll zu reagieren.

21. und 28. November 2018
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1831

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„Du willst es, du kriegst es“

Ist eine Erziehung zum Verzicht möglich?

Ich sehe, was du siehst, was du hörst, was du isst. Ich beobachte, was du kaufst, ich weiß, was du bist – oder sein willst. Durch das Hinterlassen von Datenspuren sind junge Menschen noch interessanter für die Wirtschaft geworden. Auch für das Funktionieren von sozialen Netzwerken und innerhalb von Peer Groups ist das Veröffentlichen der Konsummuster scheinbar lebenswichtig.

Fragt man Jugendliche nach ihrem Berufswunsch, wird nicht selten YouTuberin oder Fußballer gesagt – Hauptsache schnell reich. Geld haben und ausgeben können scheint eine neue Schlüsselqualifikation zu sein. Der Druck ist groß, gerade für Kinder und Jugendliche, dazuzugehören, mit dem richtigen Kopfhörer, dem angesagten Spiel und der abgefahrenen Klamotte. Wenn die meisten Kinder bereits in der Grundschule ein eigenes Smartphone besitzen, Turnschuhe für 200 Euro selbstverständlich sind und schon 6-Jährige beim Friseur gestylt werden, ist Kritik an diesem Konsumverhalten nicht gern gesehen.

Ein vermeintlich auf individuelle Bedürfnisse ausgerichteter Markt, der Produkte passgenauals Dauerwerbeeinblendung ins Leben spiegelt, lässt eine pädagogisch motivierte Konsumerziehung als Spielverderber und Zerstörer identitätsstiftender Handlungen erscheinen.

Was kann aus pädagogischer Sicht getan werden, um Kindern wie Jugendlichen ihre
individuellen Stärken jenseits des Konsumdrucks erlebbar werden zu lassen? Und was ist mit denjenigen, die sich das alles nicht leisten können? Deren Taschengeld oder Lohn nicht ausreicht und die sich vielleicht dann unrechtmäßig nehmen, was andere mühelos bekommen? Was ist mit jenen, die sich ausgeschlossen und wertlos fühlen? Und mit denen, die sich das nicht leisten wollen? Die „containern“ oder aus Sorge um die Vernichtung von Ressourcen auf Konsum bewusst verzichten? Sind das Einzelfälle? Dienen sie als Vorbilder?

Mit der Tagung möchten wir der Frage nachgehen, welche Funktion der Konsum für Mädchen und Jungen hat, was es bedeutet, wenn man aufgrund von Armut nicht mithalten kann oder aus Überzeugung nicht mithalten will und wie eine Auseinandersetzung über problematische Konsummuster geführt werden muss.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1830

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