Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „» mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

MOVE – Motivierende Kurzintervention

Fortbildung für pädagogische Fachkräfte

Mit Drogen konsumierenden Jugendlichen ins Gespräch kommen

Pädagogische Fachkräfte werden in ihrem beruflichen Alltag immer wieder mit dem Konsum – oder dem Verdacht des Konsums – von Alkohol, Tabak, Cannabis oder an-deren Drogen konfrontiert und müssen angemessen darauf reagieren. Neben einer häufig anzutreffenden Verunsicherung unter Pädagoginnen und Pädagogen erschweren oftmals widersprüchliche Botschaften Jugendlicher, die zeitgleich „Lass mich in Ruhe“ und „Hilf mir“ lauten können, eine angemessene Reaktion.

Wie pädagogische Fachkräfte mit Jugendlichen über ihr Konsumverhalten, die damit einhergehenden Risiken und ggf. über eine Veränderung des Konsums ins Gespräch kommen können, wird in der Motivierenden Kurzintervention (MOVE) vermittelt.

Im Fokus des dreitägigen Seminars steht die praktische Erprobung der Motivierenden Kurzintervention anhand konkreter Gesprächssituationen.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.move-niedersachsen.de.

18., 19. und 26. Februar
Seminar, 3-tägig
€ 200,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift, Hannover
Hanns-Lilje-Haus, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1920

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Fair statt fies

Methoden für die Prävention gegen Mobbing

Konflikte und Streit gehören zum Alltag in Schulklassen und Jugendgruppen, vielfach werden solche Auseinandersetzungen von den Beteiligten selbständig geregelt. Aber es gibt Unterschiede zwischen alltäglichen Auseinandersetzungen und Mobbing. Mobbing ist kein Streit, sondern Gewalt – eine systematische Schikane, die offen oder verdeckt ausgeübt wird, Ausgrenzung und Demütigung zum Ziel hat und betroffene Mädchen und Jungen nachhaltig beeinträchtigen kann. Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte die Risiken kennen und Strukturen schaffen, die die Entstehung von Mobbing verhindern oder wenigstens verringern können.

In diesem Seminar geht es um Grundsätze für ein faires Miteinander, um Maßnahmen zur Förderung eines „konfliktfreundlichen“ Klimas, um die Förderung sozialer Kompetenzen, um die Stärkung des Selbstwertgefühls aller Gruppenmitglieder und um die Frage, wie man frühe Warnzeichen für Mobbing erkennen und konstruktiv bearbeiten kann.

5. und 20. März
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1910

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Basic Jugendschutz Sexualität

Basic Jugendschutz

Sexualität und sexuelle Selbstbestimmung sind wichtig für ein gelungenes Aufwachsen und die Ausbildung der eigenen (sexuellen) Identität. Deswegen ist Sexualpädagogik ein zentrales Thema in der Arbeit mit Jugendlichen.

Neben gesetzlichen Rahmenbedingungen spielen auch pädagogische und ethische Fragen in der Praxis eine Rolle. In welchen Situationen brauchen Mädchen und Jungen klar gesetzte Grenzen und was ist verhandelbar? Wie kann beispielsweise mit sexistischen oder homophoben Kommentaren umgegangen werden? Wie kann man auf sehr freizügiges Verhalten oder eine derbe sexualisierte Sprache reagieren?

Mit der Fachtagung werden Grundlagen der Sexualpädagogik vermittelt, ein Überblick zu den wichtigen Gesetzen gegeben und konkrete Fragestellungen aus der pädagogischen Praxis behandelt.

6. März
Fachtag
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1910

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„Reden mit …“ statt „Reden über…“

Umgang mit Ausgrenzung und Abwertung in der KiTa

Kinder lernen früh, dass Unterschiede zwischen Menschen mit positiven und negativen Bewertungen verbunden werden. Und es kommt vor, dass sie sich vor diesem Hintergrund ausgrenzend und abwertend gegenüber anderen Kindern verhalten – z. B. wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe oder ihrer Religion. Für die pädagogische Arbeit in der KiTa liegen hier spezielle Herausforderungen. Denn in der Regel nehmen Kinder negative Vorurteile und Ressentiments im Elternhaus auf. Aufklärung und Sensibilisierung müssen deshalb auch die Arbeit mit Müttern und Vätern einschließen.

Für die Fachkräfte entsteht dabei oft ein Dilemma zwischen der Anerkennung der Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung und der Notwendigkeit, sich deutlich gegen diskriminierendes Verhalten oder extremistische Äußerungen zu positionieren. Dabei wollen wir sowohl Ansatzpunkte für die Arbeit mit Eltern als auch den Umgang mit problematischem Verhalten von Kindern behandeln. Zielgruppen der Veranstaltung sind Fachleute in Leitungsfunktionen und in der Fachberatung.

12. März
Seminar
€ 85,00
Hannover

Anmeldung über den DRK-Landesverband Niedersachsen

 

Auweia – Wenn Schmerz zum Ventil wird

Umgang mit selbstverletzendem Verhalten in der Jugend(sozial)arbeit

Schnitt-, Brand- oder Bisswunden – so unterschiedlich die Formen selbstverletzenden Verhaltens sind, so unterschiedlich können auch die Ursachen sein. Als heute weit verbreitetes Phänomen unter Mädchen und Jungen stellen Selbstverletzungen pädagogische Fachkräfte immer wieder vor neue Herausforderungen. Im Umgang mit betroffenen Mädchen und Jungen sind oftmals schnelle Entscheidungen bezüglich angemessener und profesioneller Reaktionen nötig.

Im Seminar werden verschiedene Handlungsstrategien gemeinsam erarbeitet. Es gibt Einblicke in das Erleben von betroffenen Jugendlichen, ebenso werden Fallstricke und Chancen im Umgang mit den Mädchen und Jungen thematisiert. Hintergrundwissen zu Erscheinungsformen und Unterstützungsmöglichkeiten, sowie deren Begrenztheit, werden vermittelt.

19. März
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1930

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„Wir können auch anders…“

Ansätze für die Gewaltprävention in der Arbeit mit Gruppen

Nach einem Gewaltausbruch, wenn es gekracht hat oder wenn jemand ausgeflippt ist, geht es zuerst darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Lage zu klären. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Frage, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert? Was war der Auslöser?

Ausgangspunkt des Seminars sind aggressive Alltagssituationen und Eskalationen in Gruppen. Die Betrachtung solcher Situationen kann helfen, Faktoren zu erkennen, die die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Konflikten positiv wie negativ beeinflussen. Dabei geht es um die jeweils individuellen Einstellungen zu Konflikten und Gewalt und um das eigene Sicherheitsempfinden. Daran anschließend wird die Frage aufgegriffen, wie man auf kleine Probleme sinnvoll reagieren kann, um große Schwierigkeiten zu verhindern. Das Seminar richtet sich an pä-dagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

26. März und 25. April
Seminar
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1920

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Radikale Sinnsuche? Maximale Provokation?

Umgang mit extremistischen Orientierungen bei Jugendlichen

Dass junge Menschen sich radikal und extrem gebärden, ist nicht neu. Solche Suchbewegungen gehören zur Persönlichkeitsentwicklung. Aktuell stehen junge Menschen im Fokus, die sich islamistischen Bewegungen zuwenden, strengen Glaubensauffassungen anhängen und damit vehement auftreten.

Zudem existiert unter Jugendlichen ein erhebliches Potential an rechtsextremistischen Orientierungen und Gewaltbereitschaft gegenüber Minderheiten. Pädagogische Fachkräfte sind deshalb immer häufiger mit Jugendlichen konfrontiert, die sich zu populistischen, rassistischen, antimuslimi-schen oder islamistischen Positionen hingezogen fühlen – oder sich von solchen Positionen bedroht sehen. Die daraus resultierenden Konflikte erfordern mitunter tägliches Eingreifen.

Wie kann man sich auf solche Situationen vorbereiten? Wann wird aus der Suchbewegung eine bedrohliche Entwicklung? Wie kommen Teams zu einer gemeinsamen Haltung und gemeinsamen Handlungsansätzen? Wie können Feindbilder und Vorurteile thematisiert und bearbeitet werden? Diesen Fragen werden wir bei der Tagung mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis nachgehen.

28. März
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Kulturzentrum Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  G1930

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Spione im Kinderzimmer

Digitales Spielzeug für die Kleinen

Cayla, Hello Barbie, Feddy Bear oder i-Que sind so genannte Smart Toys. Sie verbinden das Kinderzimmer mit dem Internet. Das Spielzeug beantwortet die Fragen der Kinder und regt zum Spielen an. Die dort in den Figuren verbauten Kameras und Mikrofone können jedoch auch personenbezogene Daten der jungen Nutzer speichern und weitergeben. Sicherheitslücken bei der Software können sogar dazu führen, dass sich Fremde in das System einhacken.

Das Seminar bietet pädagogischen Fachkräften aus dem Elementarbereich die Möglichkeit, sich über diese Aspekte der Medienkindheit von Mädchen und Jungen zu informieren und im „digitalen Kinderzimmer“ das smarte Spielzeug selbst auszuprobieren.

28. März
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1920

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Kindliche Sexualität

Menschen sind von Geburt an sexuelle Wesen – wobei sich die kindliche Sexualität grundlegend von der der Erwachsenen unterscheidet. Weit vor dem Eintritt in die Pubertät, dem ersten Verliebtsein oder dem ersten Geschlechtsverkehr sammeln Mädchen und Jungen Erfahrungen in Bezug auf Sexualität: Kinder lernen, wie sich ange-nehme und unangenehme körperliche Berührungen anfühlen, wie ihre Bezugspersonen miteinander umgehen, welche Geschlechtsrollen sie verkörpern usw.

Die Einstellungen der Eltern zum Thema Sexualität prägen die Kinder dabei am meisten und wirken sich so auch auf die Verhaltens- und Sichtweisen im Jugendalter aus. Was das für die (sexual-) pädagogische Arbeit mit Kindern bedeutet und wie die Arbeit mit Eltern dazu gelingen kann, wird auf der Fachtagung diskutiert. Ebenso wird der Blick darauf gerichtet, wie mit problematischen Einstellungen beispielsweise zum Thema Gleichberechtigung umgegangen werden kann und welche Auswirkungen diese auf die sexuelle Sozialisation haben.

8. Mai
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Kulturzentrum Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1910

 

Schau! Mich! An!

Chancen und Risiken in der Online-Nutzung von Jugendlichen

Alle zehn Minuten gucken Kinder und Jugendliche auf ihr Smartphone. Die Kommunikation unter Gleichaltrigen findet auf verschiedenen Online-Plattformen statt. Sie inszenieren sich bei Instagram, YouTube, Snapchat oder Tik Tok. Diese Beschäftigung mit dem „digitalen Ich“ gehört mittlerweile zu den aktuellen Entwicklungsaufgaben von jungen Menschen. Um sich souverän und kritisch in den Onlinewelten zu bewegen, brauchen Mädchen und Jungen Hintergrundwissen zu den Risiken und vertrauenswürdige Informationsangebote.

Ziel des Seminars ist es, pädagogische Fachkräfte über die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen zu informieren, damit sie in ihrem beruflichen Umfeld für einen sicheren Rahmen für die Mediennutzung von Mädchen und Jungen sorgen können.

14. Mai
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1930

 

Cyber-Mobbing

Medienpädagogik trifft Gewaltprävention

Messenger-Dienste und Online-Netzwerke bieten viele Gelegen-heiten für Gemeinheiten, Schikane und Gewalt. Einschlägigen Untersuchungen zufolge machen ca. ein Drittel der Jugendlichen solche Erfahrungen – weil sie selbst Attacken erleben oder weil sie Übergriffe in ihrem Umfeld mitbekommen. Für betroffene Mädchen und Jungen kann Cyber-Mobbing eine große Belastung bedeuten. Darüber hinaus wirken sich solche Übergriffe auch auf das Klima in der Gruppe insgesamt negativ aus.

Wenn Mobbing stattfindet, ist ein Eingreifen erforderlich. Mädchen und Jungen in Mobbing-Situationen brauchen gezielte Unterstützung durch erwachsene Vertrauenspersonen. Sie sollten problematische Situationen frühzeitig erkennen und auflösen können, bevor ein größerer Schaden entsteht.

Darüber hinaus haben pädagogische Fachkräfte vielfältige Möglichkeiten, (Cyber-)Mobbing vorzubeugen. Gewaltpräventive und medienpädagogische Zielsetzungen können dabei miteinander verknüpft werden.
Zu diesen Themen vermittelt das Seminar Hintergrundwissen und methodische Anregungen. Fallbeispiele, Kleingruppenarbeit und praktische Übungen stehen dabei im Mittelpunkt, eingeladen sind pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule.

22. Mai
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1980

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Gesundes Aufwachsen in Deutschland – für jedes Kind gleich?

Elterntalk

Eltern wünschen sich für ihre Kinder, dass sie zu glücklichen und gesunden Menschen heranwachsen, die das Leben meistern können. Doch wovon ist das abhängig? Reicht es aus, auf eine gute Ernährung zu achten und das Kind sauber und trocken zu halten? Inwieweit spielt die Freizeitgestaltung eine Rolle? Welchen Einfluss hat der Familienalltag auf die Entwicklung von Mädchen und Jungen? Wie wichtig sind Eltern als Vorbilder? Und was bedeutet das vor dem Hintergrund einer kulturell und sozial vielfältigen Gesellschaft?

Der interkulturelle Kaffeeklatsch bietet die Gelegenheit, sich nach einem Impulsvortrag über diese und weitere Fragen mit Menschen verschiedenster kultureller Hintergründe und aus unterschiedlichen Arbeitszusammenhängen auszutauschen.

22. Mai
Interkultureller Kaffeeklatsch
kostenlos (inkl. vegetarischem Imbiss)
Hanns-Lilje-Haus, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  E1910

 

Der optimale Körper

Jugendliche orientieren sich an aktuellen Schönheits- und Körperidealen, denen sie nur in den seltensten Fällen entsprechen. Selbstzweifel, Körperfrust und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper können die Folgen sein. Erste Erfahrungen mit Intimität und Sexualität können dadurch frustrieren oder werden ganz vermieden.

Wie viel Experimentierverhalten mit dem Körper ist in der Pubertät „normal“? Wie kann das Thema gesellschaftliche Schönheitsideale in der pädagogischen Arbeit thematisiert werden? Und was muss ich als pädagogische Fachkraft vermitteln? Aus Jugendschutzsicht muss es darum gehen, bestehende Schönheitsideale zu hinterfragen und den eigenen Körper wieder fühlbar zu machen. Im Rahmen des Seminars werden neben Hintergrundinformationen Ansätze vorgestellt, wie das Thema in der täglichen Arbeit aufgegriffen werden kann.

3. Juni
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1920

 

Cannabis & Jugendschutz

Was sollten pädagogische Fachkräfte zu Cannabis wissen?

Cannabis ist – nicht nur unter Jugendlichen – die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Pädagogische Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen wird vor dem Hintergrund der Illegalität von Cannabis immer wieder erschwert, weil die Vermittlung faktenbasierten Wissens oder die lebensweltnahe Begleitung bei der Suche nach einem risikobewussten Umgang in der Prävention nur begrenzt möglich ist. Zudem wird in der vielschichtigen öffentlichen Debatte um eine regulierte Abgabe von Cannabis die Gewährleistung des Jugendschutzes von Befürwortern sowie Kritikern jeweils als Argument angeführt und kontrovers diskutiert.

Im Seminar wird die Bedeutung einer Entkriminalisierung und Regulierung von Cannabis für den Jugendschutz aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Wie pädagogische Fachkräfte mit konsumierenden Jugendlichen zum Thema Cannabis arbeiten können, wird diskutiert.

18. Juni
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1940

 

Haltung zeigen

Körpersprache in Konflikt- und Gewaltsituationen

Reden statt schubsen oder schlagen – schon kleinen Kindern wird vermittelt, dass verbale Formen der Auseinandersetzung besser sind als Gerangel oder gar körperliche Gewalt. Körpersprachliche Signale spielen trotzdem in vielen Konfrontationen eine entscheidende Rolle. Blicke können drohen oder verletzen – im übertragenen Sinn sogar „töten“, Gesten und Bewegungen können den Handlungsspielraum einengen oder er-weitern, Drohgebärden können einschüchtern oder abschrecken. Und wer sich in solchen Situationen kleinmacht, läuft Gefahr, den Kürzeren zu ziehen.

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, wie Körpersprache den Verlauf von Kon-flikten und Grenzverletzungen beeinflusst und zur Deeskalation eingesetzt werden kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, mit dem Einsatz von Körper und Stimme zu experimentieren, in Rollenspielen das eigene Beobachtungsvermögen zu schärfen und verschiedene Standpunkte und Haltungen zum Umgang mit Gewalt zu reflektieren.

19. Juni
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1940

 

Kopf ab, Bein ab, Arm ab?

Digitale Spielewelten von Mädchen und Jungen

Kinder und Jugendliche erleben viel Spaß bei der Beschäftigung mit Computerspielen. Pädagogische Fachkräfte hingegen stehen vor vielen Fragen: Wie begegne ich den Kindern, die sich mit Spielen beschäftigen, die nicht altersgerecht sind und wie berate ich die Eltern? Wie kann ich Jugendliche darin unterstützen, weniger exzessiv zu spielen? Welche Möglichkeiten bietet die virtuelle Realität für die Jugendarbeit und welche Gefahren birgt die neue Technologie? Wie kann ich die Beschäftigung mit digitalen Spielen in meiner Einrichtung begleiten? Welche medienpädagogischen Projekte haben sich in der Praxis bewährt?

Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte und gibt Einblicke in die Computerspielewelten von Mädchen und Jungen. Darüber hinaus gibt es Raum, um über diese und andere Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen. In Praxisphasen besteht die Möglichkeit, einige Computerspiele selbst auszuprobieren.

28. August
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1940

 

Wann, wenn nicht jetzt?

Diskriminierungssensible Arbeit mit Jugendlichen

Vielfalt und Heterogenität sind in vielen gesellschaftlichen Kontexten selbstverständlich, die Wertschätzung von Unterschieden ist nicht nur in pädagogischen Einrichtungen ein wichtiges Prinzip. Trotzdem ist Diskriminierung für viele Menschen eine alltägliche Erfahrung, die einen starken Einfluss auf die psychische und soziale Stabilität haben kann. Das gilt für junge Menschen ganz besonders. Denn Anerkennung und Zugehörigkeit sind wesentliche Grundlagen für die Entwicklung von Identität und Selbstwertgefühl. Mädchen und Jungen sind in dieser Hinsicht sehr bedürftig – und sehr verletzbar.

Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte aufmerksam sind für diskriminierende Strukturen und Handlungen und betroffene Jugendliche unterstützen können. Das Seminar geht in interaktiven Übungen und Kurz-Inputs der Frage nach, wie Diskriminierungserfahrungen die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflussen und vermittelt Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen, die für die Auseinandersetzung mit dem Thema genutzt werden können.

5. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1950

 

Körper und Sexualität in der Jugendarbeit

Viel Theater um Körper und Sex?

Mädchen und Jungen machen unterschiedliche Erfahrungen mit ihrem sich verändernden Körper in der Pubertät. Ab diesem Zeitpunkt werden sie zudem als sexuelle Personen wahrgenommen und nehmen selbst auch andere so wahr. Erwachsene Bezugspersonen stehen nun besonders vor der Herausforderung, die eigene Geschlechtsrolle in Bezug auf ihr Klientel zu reflektieren.

Wie dies den pädagogischen Alltag beeinflusst, welche Grenzen (neu) gesetzt werden müssen und wie viel Nähe zulässig ist, wird in dem Seminar diskutiert. Hierzu werden neben sexualpädagogischen Hinweisen auch Methoden aus der theaterpädagogischen Körperarbeit einbezogen, die in der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt werden können.

11. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1930

 

Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

In der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen, die Drogen konsumieren, gibt es immer wieder Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen.

In dem Seminar werden diese und weitere Fragen aus suchtpräventiver und rechtlicher Perspektive beleuchtet.

24. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1950

 

Grenzenloses Spielvergnügen?!

Der medienpädagogische und suchtpräventive Blick auf die exzessive Computerspielnutzung

Abenteuer erleben, Spaß haben und sich mit anderen messen sind die zentralen Motive von Kindern und Jugendlichen für die Beschäftigung mit digitalen Spielen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer exzessiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern.

Das zweitägige Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein. Neben der Möglichkeit, digitale Spiele selbst auszuprobieren, werden Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt und Handlungsstrategien vorgestellt, um mit Mädchen und Jungen, die ein problematisches Spielverhalten haben, ins Gespräch zu kommen.

Herbst
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)

Anmeldung | Buchungsnummer: M1970

 

Kita-MOVE

Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich

Gespräche mit Eltern gehören in Kindertageseinrichtungen zum Alltag. Nicht immer sind sie einfach. Besonders wenn sensible Erziehungs- oder Gesundheitsthemen angesprochen werden müssen, ist ein behutsames Vorgehen seitens der pädagogischen Fachkräfte gefragt.

Als „Angebot vor dem Angebot“ setzt die Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich (Kita-MOVE) an den vorhandenen Beziehungen zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften an.

Im Seminar steht die praktische Erprobung der Motivierenden Kurzintervention im Mittelpunkt.

» weitere Informationen über Kita-Move

7., 8. und 14. Oktober
Seminar
€ 200,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1950

 

Basic Jugendschutz: Sucht

Basic Jugendschutz

Der Konsum legaler sowie illegaler Drogen nimmt nach wie vor einen wichtigen Stellenwert in der Diskussion um Risikoverhaltensweisen Jugendlicher ein. In ihrem beruflichen Alltag sind Pädagoginnen und Pädagogen immer wieder mit dem Konsum von Alkohol, Tabak, Cannabis und anderen Drogen konfrontiert und müssen angemessen darauf reagieren.

In diesem Seminar möchten wir pädagogischen Fachkräften hierfür relevante rechtliche Aspekte im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen aufzeigen und Präventionsansätze vorstellen, in denen die Motivation zur Veränderung des Konsumverhaltens und die Beziehung zum Jugendlichen im Fokus stehen.

22. Oktober
Fachtag
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1920

 

Kinder, die auf Handys starren

Mediennutzung von Kindern

Aktuell wächst eine Generation heran, die selbstverständlich mit dem Smartphone groß wird, digital lernt, kommuniziert und lebt. Bekamen Kinder noch vor einigen Jahren zum Wechsel in die weiterführende Schule ein eigenes Smartphone, besitzen jetzt schon zahlreiche Grundschulkinder ein eigenes Gerät. Der mobile Alleskönner in der Hosentasche birgt neben den Möglichkeiten auch Risiken.

Mädchen und Jungen können mit verängstigenden oder schockierenden Inhalten konfrontiert werden. Sie können im Internet auf Einstellungen und Verhaltensweisen treffen, die verrohen, diskriminieren und selbstgefährden. Ebenso kann die Unerfahrenheit von Kindern durch manipulierende Werbung, Kostenfallen oder das Ausspionieren persönlicher Daten ausgenutzt werden.

Die Referentinnen und Referenten der Fachtagung werfen einen Blick auf den Medienumgang von Kindern und legen den Fokus auf die Gruppe, die sich dort eher unsicher und unreflektiert bewegt. Denn diese Kinder brauchen neben den Eltern auch die Unterstützung von pädagogischen Fachkräften, damit sie sich souverän und selbstbewusst in den Onlinewelten bewegen können.

5. November
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Freizeitheim Vahrenwald, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1950

 

Ich, wir und die anderen

Methoden für Gewaltprävention und Demokratie-Erziehung

Unterschiede zwischen Menschen – aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Status, kulturellen Wurzeln – werden häufig bewertet und mit Ablehnung oder Bevorzugung verbunden. Auch Kinder sind sensibel für jede Art von Differenz. Sie nehmen Unterschiede und deren Bewertungen aufmerksam wahr und richten ihr Verhalten daran aus.

Um Kinder zu einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Unterschieden zu motivieren, sind pädagogische Fachkräfte gefragt. Sie sollen Kindern Wertschätzung und Respekt im Umgang mit Anderen vermitteln und dadurch ein gewaltfreies Miteinander fördern. Fachkräfte müssen dafür eine Balance finden zwischen der Vermittlung von Werten und Normen, die für alle gelten und der Förderung von Selbstbestimmung und Selbstbehauptung jedes einzelnen Kindes. Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit diesem Spannungsfeld auseinanderzusetzen und geeignete Methoden für die gewaltpräventive Arbeit kennenzulernen.

6. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1960

 

Mobbing erkennen und beenden

Handlungsorientierungen für die Intervention

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weder harmlos noch selten. Trotzdem werden solche Situationen von Erwachsenen oft erst spät bemerkt, weil die Mobber ihre Übergriffe geschickt platzieren und betroffene Mädchen und Jungen sich nicht trauen, Unterstützung zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte ihren Blick für die Problematik schärfen und angemessen reagieren können, wenn sie Anzeichen für systematische Schikane wahrnehmen.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Fragen zur Intervention: Sollen Fachkräfte erst eingreifen, wenn Betroffene von sich aus um Hilfe bitten? Wie kann man sich darüber vergewissern, was tatsächlich vorgefallen ist? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Mobbing stoppen? Mit dem Blick auf diese Fragen werden im Seminar konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei geht es auch um die Begleitung betroffener Kinder und die Auseinandersetzung mit Rechtfertigungsstrategien der Mobber. In begrenztem Umfang bietet das Seminar außerdem Raum für Fallbeispiele der Teilnehmenden.

13. und 27. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1970

 

LAN-Party für Eltern

Lootboxen, Multiplayer Online Battle Arena, lol oder Skins sind Begriffe, die vielen Eltern fremd sind – für jugendliche Zocker gehören sie zur Alltagssprache. Obwohl der Drang nach Computerspielen bei Kindern und Jugendlichen ungebrochen groß ist, wissen viele Eltern nicht, warum einige Spiele eine so große Faszination ausüben. Sie sind besorgt, weil ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legt und befürchten, dass sich der Konsum negativ auf die schulischen Leistungen auswirkt und sich sogar ein suchtartiges Verhalten entwickeln könnte.

Auf einer LAN-Party können Eltern die Computerspielewelten von Mädchen und Jungen an zahlreichen Stationen selber ausprobieren, um zu erfahren, warum die Spiele so bedeutsam für ihre Kinder sind. Wichtig ist, dass Eltern mit ihren Kinder im Gespräch bleiben, um gemeinsam einen guten Mittelweg zwischen rigiden Verboten und „einfach laufen lassen“ zu finden.

14. November
LAN-Party
kostenlos
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1960

 

Elterliche Präsenz

Wie gelingt es Eltern, mit ihren konsumierenden Jugendlichen in Kontakt zu bleiben?

Das Probieren und Experimentieren mit Alkohol, Cannabis und Partydrogen gehört für viele Jugendliche zum Erwachsenwerden dazu. In der Beziehung zwischen Eltern und konsumierenden Jugendlichen führt dies häufig zu Spannungen oder gar Streit.

Das Seminar führt in das Konzept des Elterncoachings nach „Haim Omer“ ein – Methoden für die Arbeit mit Eltern konsumierender Jugendlicher werden vorgestellt und erprobt. Eingeladen sind Pädagoginnen und Pädagogen, die mit Eltern arbeiten.

19. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1970

 

Wie andere auch?!

Sexualität und Beeinträchtigung

Der Umgang mit den sexuellen Bedürfnissen von Mädchen und Jungen, die körperlich oder seelisch beeinträchtigt sind, ist eine Herausforderung für pädagogisch Tätige: Wie sieht der Umgang mit Sexualität, Liebe und Partnerschaft in der Einrichtung aus? Welches Maß an Selbstbestimmung wird Mädchen und Jungen zugestanden und welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Wie ist mit einem Kinderwunsch umzugehen? Wie mit sexuellen Übergriffen?

Neben den institutionell gesetzten Rahmenbedingungen spielt die Haltung der pädagogischen Fachkräfte eine wichtige Rolle. In der Praxis wirft das neben Unsicherheiten zum konkreten Umgang auch ethische Fragen auf, die im Rahmen des Seminars diskutiert werden.

Das Seminar richtet sich an Menschen unterschiedlicher Institutionen, die mit beeinträchtigten Jugendlichen arbeiten.

20. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1940

 

Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen

Jahrestagung

Im Jugendalter ist die Wahrscheinlichkeit, mit Gewalt konfrontiert zu werden, besonders hoch. Das gilt auch für sexuelle Übergriffe. Grenzverletzungen wie verbale Belästigungen oder der Missbrauch von intimen Fotos sind sehr häufig. Aber auch körperliche Attacken bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen passieren nicht selten.

Die Auseinandersetzung mit den Entstehungsbedingungen und Risikofaktoren zeigt, dass Übergriffe unter Jugendlichen vielfach aufgrund von Missverständnissen und Fehleinschätzungen zustande kommen. Irreführende Rollenklischees über Männer, die erobern und Frauen, die erobert werden wollen, tragen zu solchen Missverständnissen ebenso bei wie eine offene oder latente Abwertung von Jungen und Mädchen, die sich nicht entsprechend dieser Vorstellungen verhalten – und als „Pussy“, „Schlampe“ oder „Schwuchtel“ diskriminiert werden. Auch kulturelle Unterschiede können zu Problemen führen.

Die Arbeit mit zugewanderten Jugendlichen aus Gesellschaften oder reli-giösen Traditionen, in denen patriarchale Vorstellungen gelten und sexuelle Gewalt verharmlost wird, ist in diesem Kontext eine aktuelle Herausforderung für pädagogische Fachkräfte.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1930