Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „» mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

Was ich nicht will, das man mir tut …

Soziale Kompetenzen unter Stress

Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, weiß: Konflikte sind unvermeidlich und normal. Und sie müssen sein. Denn sie fordern und fördern sozial erwünschte Verhal­tensstrategien. Sie sind ein Training im Alltag, um Ruhe zu bewahren, Regeln zu beach­ten, Rücksicht zu nehmen und Vertrauen zu riskieren. Sie bergen die Chance, Proble­me anzusprechen, Verschiedenheiten auszugleichen und Beziehungen zu klären. Und sie erhöhen die Risiken, Beleidigungen oder Bedrohungen auszusprechen, unbedacht und impulsiv zu handeln, die Grenzen anderer und eigene Grenzen zu verletzen.

Ziel des Seminars ist es, Bedingungen für die Gestaltung einer konstruktiven Konflikt­kultur zu identifizieren. Ausgangspunkt dafür ist die Frage: Wie lässt sich ein ange­messener Umgang mit schwierigen und „eckigen“ Gefühlen trainieren? Dazu soll das Seminar Einblicke und Anregungen vermitteln.

12. und 26. November
Seminar, zweitägig
160,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2090

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Brille auf, Welt an

Jahrestagung

Online-Tagung zum Thema Digitale Spiele

Virtual Reality-Spiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei jungen Menschen, auch wenn die Technologie nach wie vor ein kostspieliges Vergnügen darstellt. Die damit einhergehende Herausforderung aus der Perspektive des Jugendschutzes liegt in der Bewertung der Wirkungsvermutungen, denn VR-Spiele lassen eine ungewohnte Nähe zum Geschehen zu.

Und es gibt weitere Aspekte, die mit dem Blick auf Kinder und Jugendliche zu bedenken sind: Lootboxen (Beutekisten), die mit spielerisch relevanten Gegenständen gefüllt sein können, stellen zusätzliche Spielanreize dar, die ein suchtartiges Spielen begünstigen und zu Kostenfallen im Internet führen können. Die Frage, ob es sich bei Lootboxen um Glücksspiel handelt und demnach erst für Erwachsene zugänglich wären, ist in Deutschland ein viel diskutiertes Thema.

Ebenso sorgen Spielprinzipien, die Glückspiel simulieren, indem am einarmigen Banditen permanent „In-Game-Währung“ gewonnen werden muss, für kontroverse Diskussion.

Zwei weitere Schwerpunkte der Online-Jahrestagung bilden die Bereiche „eSport“ und „Toxic Gaming“. Da heute überwiegend online gegenaneinander oder miteinander gespielt bzw. gestreamt wird, werden jugendliche Spieler*innen mit diskriminierenden Inhalten (Sexismus und Rassismus) und Umgangsformen konfrontiert. Wie Kinder und Jugendliche diesen Phänomenen begegnen und welche Forderungen sich daraus auch an die Spielindustrie und dem Gesetzgeber formulieren lassen, werden vorgestellt.

3. Dezember
Online-Tagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2030 (Online-Tagung)

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Darf ich das überhaupt?

Dürfen zwei Jugendliche in einem Zimmer übernachten? Ab welchem Alter darf ich oder sollte ich sogar Kondome zur Verfügung stellen? Muss ich Ju-gendliche aufklären, auch wenn sie keine Fragen stellen? Welche Informationen brauchen Mädchen und Jungen und welche überfordern sie vielleicht? Haben Jugendliche ein Recht auf Sex oder kann ich sexuelle Kontakte innerhalb meiner Einrichtung verbieten?

Im Alltag gibt es oft große Bedenken, wie mit der Sexualität von Jugendlichen umgegangen werden soll. Die Balance zwischen einem sehr offenen und einem eher verleugnenden Umgang durch die pädagogischen Fachkräfte ist immer wieder neu auszuloten – und gleichzeitig müssen dabei die rechtlichen Grundlagen, die institutionellen Vorgaben und die eigenen Möglichkeiten bedacht werden. Aus Unsicherheit oder aus einem Schutzbedürfnis heraus resultieren dann oftmals Verbote, die den Jugend-lichen allerdings wichtige Erfahrungen und Informationen vorenthalten.

Die Frage, in welchen Situationen Jugendliche klare Grenzen brauchen und was verhandelbar ist, muss also immer wieder neu in den Einrichtungen diskutiert werden.

Das Seminar beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen und konkreten Fragen aus der Praxis. Gleichzeitig soll der pädagogische Blick geschärft werden. Es wird deshalb neben rechtlichen und pädagogischen Hintergrundinformationen auch darum gehen, sich mit der eigenen Haltung und den persönlichen Grenzen auseinanderzusetzen sowie in Fallarbeitsphasen (Breakout-Sessions) konkrete Handlungsoptionen für die Praxis zu erarbeiten.

26. Januar 2021
Online-Seminar
60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: A2110

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Eltern-Medien-Trainer Fortbildung

In vier zweitägigen Bausteinen werden pädagogische Fachkräfte über Medieninhalte, Medienwirkungen und Jugendschutzaspekte informiert. Computerspiele werden aus­probiert, Film- und Fernsehinhalte gesichtet und einige Apps auf dem Smartphone erkundet.

Einen großen Raum nimmt die Erprobung methodischer Ansätze zur Durch­führung der Elternkurse ein sowie die Reflektion über die eigene Haltung, mit der die Referierenden Müttern und Vätern begegnen werden.

Ziel der Fortbildung ist es, Päda­goginnen und Pädagogen in die Lage zu versetzen, selbstständig medienpädagogische Elternabende in Niedersachsen durchzuführen.

2021

21. und 22. Januar
25. und 26. Februar
15. und 16. April
15. und 16. Juli

9. Eltern-Medien-Trainer-Fortbildungkurs
500,- € (inkl. Verpflegung und Übernachtung)
Stephansstift, Hannover und Heimvolkshochschule Springe

Zur Zeit sind keine Plätze mehr frei. Bei Interesse können Sie sich auf die Warteliste für einen weiteren ELMET-Kurs setzen lassen. Ausschreibung und Termine folgen, sobald diese feststehen.

Anmeldung für die Warteliste | Buchungsnummer: M2110

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Kinder, die auf Handys starren

Online-Nutzung von Mädchen und Jungen

Viele Grundschulkinder besitzen mittlerweile ein eigenes Smartphone und wachsen im Gegensatz zur Erwachsenengeneration selbstverständlich mit den digitalen Endgeräten auf. Neben den vielen Möglichkeiten, die das Smartphone bietet, stehen Mädchen und Jungen auch vor vielen Herausforderungen: Die Kommunikation unter Gleichaltrigen ist intensiver und vielfältiger geworden. Messengerdienste wie Threema, WhatsApp und Co. ermöglichen einerseits einen engeren Kontakt zwischen Familienmitgliedern und Freunden. Andererseits steigt der Kommunikationsstress, weil zahlreiche Nachrichten beantwortet werden wollen oder Konflikte im Gruppenchat entstehen.

Mädchen und Jungen, die ihr Smartphone weitestgehend unbegleitet und nicht reglementiert nutzen dürfen, können auf verängstigende, schockierende, selbstgefährdende Inhalte oder auf Einstellungen und Verhaltensweisen stoßen, die verrohen und diskriminieren. Ebenso kann die Unerfahrenheit von Kindern durch manipulierende Werbung, Kostenfallen oder das Ausspionieren persönlicher Daten ausgenutzt werden. In der heutigen Onlinewelt bieten Alterskennzeichen als bekannte und verlässliche Währung des Jugendschutzes keine eindeutige Orientierung mehr, daher ist die Begleitung der Eltern umso wichtiger.

Im Fokus des Online-Seminars steht der Medienumgang von Kindern im Grundschulalter und in der Vorpubertät. Neben den Informationen über das Mediennutzungsverhalten, werden Methoden für die pädagogische Arbeit vorgestellt und in Kleingruppen (Breakout-Sessions) ausprobiert: Welche Regeln sollten in WhatsApp-Gruppen eingeführt werden, welche Jugendschutzeinstellungen kann ich auf dem Smartphone aktivieren, wie kann ich mit Mädchen und Jungen zum Thema In-App-Käufe oder Datenschutz ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung wird als Zoom-Konferenz durchgeführt. Technische Voraussetzungen für die Teilnahme sind: PC/Laptop mit Internetzugang, Headset ODER ein Mikro und Kopfhörer, Webcam (optional).

9. Februar
Online-Seminar
60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2120

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