Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „>> mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.

 Alle Seminare

Medienpädagogische Fortbildung für pädagogische Fachkräfte

Die aktuelle Fortbildung richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die in ihrem beruflichen Umfeld bereits Kontakt mit Eltern haben und mit Fragen rund um die Medienerziehung konfrontiert sind. Der Fokus des Angebots liegt nicht darauf, im Anschluss als freiberuflicher Eltern-Medien-Trainer in der medienpädagogischen Elternarbeit aktiv zu werden. Die Kernthemen der klassichen Eltern-Medien-Trainer Fortbildung werden jedoch aufgegriffen, um die Fähigkeit von Mulitplikatoren zu stärken, damit sie kompetent Stellung zu aktuellen Fragen der Medienerziehung beziehen können.

[Baustein 1: Kindliche Mediennutzung]

Mediennutzung – ab welchem Alter? Hörspiele, Filme, Apps …
15. und 16. Januar 2019
Hanns-Lilje-Haus, Hannover
Beginn: 15. Januar um 10:00 Uhr Ende: 16. Januar um 16:30 Uhr

[Baustein 2: Jugendliche Mediennutzung]

Online rund um die Uhr – lnstagram, WhatsApp, YouTube, Spiele-Apps …
12. und 13. Februar 2019 Stephansstift, Hannover
Beginn: 12. Februar um 10:00 Uhr Ende 13. Februar um 16:30 Uhr

Kosten: 250,- € (inkl. Unterbringung im Einzelzimmer und Ver­pflegung während der Fortbildungsbausteine sowie eine Material­sammlung)

Anmeldung per E-Mail: maike.krahe@jugendschutz-niedersachsen.de
Bitte beachten Sie die Teilnahmebedingungen im PDF.

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Essen, Fressen, Hungern

Essstörungen bei Mädchen und Jungen

Essen ist mehr als satt werden. Im Umgang mit Stress oder unange-nehmen Gefühlen, wie Langeweile oder Traurigkeit, kann Essen eine große Rolle spielen. Ebenso lässt sich über Ernährung der eigene Körper formen und gestalten, was für Jugendliche in der Auseinan-dersetzung mit geltenden Schönheitsidealen bedeutsam sein kann. Alterstypische Autonomie- und Abgrenzungsbestrebungen den Eltern gegenüber lassen sich durch eine vegetarische, vegane oder frutarische Ernährungsform demonstrieren. Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit sich bestimmten Gruppen oder einem bestimmten Lifestyle zugehörig zu fühlen.

Auffälliges Essverhalten bei Mädchen und Jungen oder Vermutun-gen über einzelne Jugendliche, die zu viel, zu wenig oder zu ungesund essen, werfen bei pädagogischen Fachkräften oftmals Fragen auf: Wann wird aus einer ständigen Beschäftigung mit dem eigenen Gewicht oder einer andauernden Selbstkontrolle beim Essen (z.B. durch Diäten) ein krankhaftes Essverhalten? Was ist überhaupt ein „normales“ Essverhalten und wo verläuft die Grenze zu Essstörungen? Wie kann ein angemessener Umgang mit betroffenen Mädchen und Jungen aussehen?

Das Seminar führt in das Thema Essstörungen bei Jugendlichen ein, zeigt Präventionsmöglichkeiten auf und rückt die Frage in den Fokus, wie Jugendliche im pädagogischen Alltag dahingehend gestärkt und begleitet werden können, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln. Die Teilnehmenden erhalten darüber hinaus die Möglichkeit ihre eigene Hal-tung gegenüber dem Thema Ernährung zu reflektieren.

12. Februar 2019
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1910

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MOVE – Motivierende Kurzintervention

Fortbildung für pädagogische Fachkräfte

MOVE – Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen

MOVE ist ein Fortbildungsangebot für pädagogische Fachkräfte in der Methode der Motivierenden Gesprächsführung. Ziel ist es, mit Drogen konsumierenden Jugendlichen ins Gespräch zu kommen und ihre Veränderungsbereitschaft zu fördern und zu unterstützen.

Um künftig mehr pädagogischen Fachkräften in Niedersachsen den Zugang zu MOVE zu ermöglichen, wird eine MOVE-Trainer-Ausbildung für interessierte Fachkräfte aus der Sucht- und Jugendhilfe angeboten. Diese haben die Möglichkeit, sich zum zertifizierten MOVE-Trainer oder zur zertifizierten MOVE-Trainerin ausbilden lassen, um im Anschluss selbstständig MOVE-Seminare in ihrer Region durchzuführen.

Das Konzept von MOVE hat ginko/NRW entwickelt. Es wurde in NRW und in Niedersachsen wissenschaftlich begleitet.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.move-niedersachsen.de.

18., 19. und 26. Februar 2019
€ 200,00 (inkl. veg. Verpflegung)
Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1920

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Bilderwelten im Kopf

Virtual Reality: Faszination und Wirkungsvermutungen

Die virtuelle Realität (VR) bietet ein neuartiges mediales Erlebnis. Nutzer setzen eine futuristische Brille auf und werden mittels Kopfbewegung selbst zu Akteuren in der virtuellen Welt. Viele Firmen werben mit der VR-Brille, damit Kunden das neue Auto vor dem Kauf begutachten oder ihr Reiseziel vorab kennenlernen können. Bei den Computerspielen steht diese Technologie noch am Anfang, aber die Entwickler erwarten einen lukrativen Markt, in dem Kinder und Jugendliche als Käufergruppe keine unwesentliche Rolle spielen werden.

Wegen der ungewohnten Nähe zum Geschehen steht aus der Sicht des Jugendschutzes die Frage im Mittelpunkt, ob die Gewalt in Computerspielen durch die Virtuelle Realität stärkere Effekte auf den Spieler hat und dadurch eher Desensibilisierungen entstehen können. Auf der Fachtagung wird außerdem diskutiert, ob Mädchen und Jungen mit dem als intensiv wahrgenommenen VR-Erlebnis überfordert sind. Auch der mitunter schmale Grat zwischen „Urlaub“ von Alltagssorgen und „Flucht“ vor der Wirklichkeit bereitet einigen pädagogischen Fachkräften Sorgen, weil virtuelle Realität das Spielerlebnis intensivieren kann.

Wie diese Bedenken in der Jugendarbeit aufgegriffen und medienpädagogisch bearbeitet werden können, wird am Nachmittag der Fachtagung vorgestellt. Die Erfahrung zeigt, dass VR-Projekte die Neugier wecken und gute Gesprächsanlässe bieten, um einen reflektierten und kritischen Umgang mit Computerspielen bei Mädchen und Jungen zu befördern.

Die aktuellen Herausforderungen des Jugendschutzes liegen aber nicht nur in der Bewertung von Wirkungsvermutungen, die mit neuartigen Technologien einhergehen. Problematisch ist nach wie vor die Einordnung von Online- und Offlineinhalten in unterschiedliche Jugendschutzsysteme wie das Beispiel „Fortnite“ zeigt. Diese Besonderheit, gepaart mit Fragen zum Daten- und Verbraucherschutz, werden abschließend auf der Fachtagung erörtert.

21. Februar
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1910

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Fair statt fies

Methoden für die Prävention gegen Mobbing

Konflikte und Streit gehören zum Alltag – auch in Schulklassen und Jugendgruppen. Aber es gibt Un-terschiede zwischen alltäglichen, manchmal vehement ausgetragenen Auseinandersetzungen und Mobbing. Mobbing ist kein Streit, sondern Gewalt: eine systematische Schikane, die offen oder verdeckt ausgeübt wird, Ausgrenzung oder Demütigung zum Ziel hat und betroffene Mädchen und Jungen nachhaltig beeinträchtigen kann. Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte die Risiken kennen und Strukturen schaffen, die die Entstehung von Mobbing verhindern oder mindestens verringern können.

Prävention gegen Mobbing kann auf unterschiedlichen Ebenen ansetzen. In diesem Seminar stehen die Handlungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Gruppen bzw. Schulklassen im Mittelpunkt. Auf der Basis eines gemeinsamen Verständnisses von Mobbing werden Ansatzpunkte für die Prävention vorgestellt. Es geht um Grundsätze und Regeln für ein faires Miteinander, um Maßnahmen zur Förderung eines gewaltfreien und „konfliktfreundlichen“ Klimas, um die Förderung sozialer Kompetenzen und die Stärkung des Selbstwertgefühls aller – und um die Frage, wie man frühe Warnzeichen für Mobbing erkennen und darauf reagieren kann.

Die Teilnehmenden haben im Seminar die Möglichkeit, verschiedene Methoden auszuprobieren und zu reflektieren. Fragen und Beispiele aus der eigenen Arbeit können jederzeit eingebracht werden. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte, die mit älteren Kindern und Jugendlichen arbeiten.

5. und 20. März
Seminar
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1910

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Basic Jugendschutz Sexualität

Sexualität und sexuelle Selbstbestimmung sind wichtig für ein gelungenes Aufwachsen und die Ausbildung der eigenen (sexuellen) Identität. Deswegen ist Sexualpädagogik ein zentrales Thema in der Arbeit mit Jugendlichen.

Neben gesetzlichen Rahmenbedingungen spielen auch pädagogische und ethische Fragen in der Praxis eine Rolle. In welchen Situationen brauchen Mädchen und Jungen klar gesetzte Grenzen und was ist verhandelbar? Wie kann beispielsweise mit sexistischen oder homophoben Kommentaren umgegangen werden? Wie kann man auf sehr freizügiges Verhalten oder eine derbe sexualisierte Sprache reagieren?

Mit der Fachtagung werden Grundlagen der Sexualpädagogik vermittelt, ein Überblick zu den wichtigen Gesetzen gegeben und konkrete Fragestellungen aus der pädagogischen Praxis behandelt.

6. März
Fachtag
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1910

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Auweia – Wenn Schmerz zum Ventil wird

Schnitt-, Brand- oder Bisswunden – so unterschiedlich die Formen selbstverletzenden Verhaltens sind, so unterschiedlich können auch die Ursachen sein. Als heute weit verbreitetes Phänomen unter Jugendlichen können Selbstverletzungen zu Hilflosigkeit und Überfoderung bei pädagogischen Fachkräften führen. Im Umgang mit betroffenen Mädchen und Jungen kommt es immer wieder zu herausfordernden Situationen, in denen Pädagoginnen und Pädagogen abwägen müssen, wie sie angemessen und professionell reagieren. Ein grundlegendes Wissen um das Thema Selbstverletzungen kann die Handlungsstrategien und Handlungssicherheit in solchen Situationen erweitern.

In dem Seminar befassen wir uns mit folgenden Fragen: Welche Gründe können Jugendliche für ihr Verhalten haben? Was löst selbstverletzendes Verhalten bei mir selbst aus? Wie kann profes-sionelle Unterstützung aussehenund welche Rolle übernehme ich dabei?
Die Teilnehmenden erhalten zudem Einblicke in das Erleben von betroffenen Jugendlichen – Fallstricke und Chancen im Umgang mit ihnen werden thematisiert. Hintergrundwissen zu Erscheinungsformen, zu Handlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten, sowie deren Begrenztheit, wird vermittelt.

19. März 2019
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  S1930

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„Wir können auch anders…“

Didaktisch-methodische Ansätze für die Gewaltprävention in Gruppen

Wenn es gekracht hat oder wenn jemand ausgeflippt ist, geht es zuerst darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Situation zu klären. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Frage, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert? Was war der Auslöser? Und wie soll es jetzt weitergehen?

Ausgangspunkt des Seminars ist die Betrachtung von Alltagskonflikten und Aggressionen in Grup-pensituationen. Daran anknüpfend sollen Faktoren identifiziert werden, die solche Situationen und die Handlungsspielräume der Beteiligten beeinflussen. Dabei wird der Blick auf die Interventionsmöglichkeiten, vor allem aber auf die Prävention gerichtet – u. a. mit der Frage, wie man auf kleine Probleme reagieren kann, um große zu verhindern.

Schwerpunkt des Seminars ist die Auseinandersetzung mit den eigenen Ressourcen für den Umgang mit Konflikten und Gewalt. Welche Erfahrungen und Einstellungen prägen das Sicherheitsempfinden in kritischen Situatio-nen und die eigene Handlungsfähigkeit? Wie müssen Rahmenbedingungen beschaffen sein, in denen Selbstbehauptung und respektvoller Umgang miteinander funktionieren?

Zu diesen Fragen soll das Seminar neben theoretischen Impulsen praxiserprobte Methoden und Anregungen für den Transfer in den eigenen Arbeitsalltag vermitteln.

26. März und 25. April
Seminar
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1920

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Radikale Sinnsuche? Maximale Provokation?

Umgang mit extremistischen Orientierungen bei Jugendlichen

Dass junge Menschen sich radikal und extrem gebärden, ist nicht neu. Solche Suchbewegungen gehören zur Persönlichkeitsentwicklung. Das Thema hat in den letzten Jahren allerdings an Brisanz zugenommen. Aktuell stehen junge Menschen im Fokus, die sich islamistischen Bewegungen zuwenden, strenge Glaubensauffassungen vertreten und damit vehement auftreten. Dabei darf nicht aus dem Blick geraten, dass unter Jugendlichen auch ein erhebliches Potential an rechtsextremistischen Orientierungen und Gewaltbereitschaft gegenüber Minderheiten existiert.

Die Entstehungsbedingungen solcher Entwicklungen sind vielschichtig, ebenso die Herausforderungen für Prävention und Intervention. Pädagogische Fachkräfte sind mit Jugendlichen konfrontiert, die sich zu populistischen, rassistischen, anti-muslimischen oder islamistischen Positionen hingezogen fühlen – oder sich von solchen Positionen bedroht sehen.

Die daraus resultierenden Konflikte erfordern mitunter tagtäglich schnelle und unmissverständliche Reaktionen. Wie kann man sich auf solche Situationen vorbereiten? Wie kommen Teams zu einer gemeinsamen Haltung und gemeinsam getragenen Handlungsansätzen? Wie können Feindbilder und Vorurteile thematisiert und bearbeitet werden? Diesen Fragen wollen wir bei der Tagung mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis nachgehen.

28. März
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Kulturzentrum Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer:  G1930

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