Die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen bietet zu den Themenschwerpunkten GewaltMedien, Sucht und Sexualität Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte an, die mit Kindern, Jugendlichen und Eltern arbeiten.

Bei einigen Fortbildungen steht der Zeitpunkt oder der Ort noch nicht fest. Diese sind als Vorankündigungen mit in diesen Plan aufgenommen worden.

Für die Teilnahme an Veranstaltungen in Präsenz gilt die zu dem Zeitpunkt gültige Fassung der Niedersächsischen Corona-Verordnung und die des Tagungshauses. Die geltenden Abstands- und Zugangsregeln sowie Hygienemaßnahmen werden selbstverständlich umgesetzt. Sollte eine Durchführung in Präsenz nicht möglich sein, werden wir die Veranstaltung absagen und Sie über alternative Fortbildungstermine informieren.

Hinweise / Bedingungen

  • Anmeldungen per Online-Formular bitte unter Anmeldung.
  • Für Anmeldungen per Fax öffnen Sie bitte das PDF unter „» mehr Informationen“.
  • Im Fall einer Absage bis zu zwei Wochen vor dem Veranstaltungstermin entstehen den Seminarteilnehmern keine Kosten.
  • Zur Aufbereitung vergangener Seminare schauen Sie in den jeweiligen Bereich ‚weiterführende Informationen‘.
  • Wenn Sie an einer unserer Online-Veranstaltung teilnehmen möchten, finden Sie hier Tipps für die problemlose Teilnahme.

 


 Alle Seminare

Mobbing stoppen – die Eltern ins Boot holen

Ansatzpunkte für die Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus

Wenn Kinder und Jugendliche sich in Mobbing verstricken, sind auf Seiten von Lehrkräften und Schulsozialarbeiter*innen Professionalität und Einfühlungsvermögen gefragt. Das gilt auch, wenn es sich um digitale Übergriffe handelt und die fiesen Nachrichten vom Sofa zu Hause gepostet werden. Denn die Schule ist ein wichtiger Ort für die Entwicklung von Sozialverhalten, Selbstwertgefühl und Selbstbehauptung.

Wenn (Cyber-)Mobbing passiert, sind Schulen deshalb auch der zentrale Ort für Schutz und Hilfe. Und jenseits der Bewältigung konkreter Vorkommnisse sind Schulen natürlich auch ein guter Ort für die Prävention.

Ein Mobbingvorwurf oder die Aufdeckung einer Mobbingsituation können viel Dynamik auslösen – in der Klasse, aber auch unter den Eltern. Hier konstruktiv zu reagieren, ist Aufgabe der Fachkräfte in der Schule. Sie haben die Verantwortung, für ein angstfreies Miteinander zu sorgen und ggf. Ausgrenzungen und Übergriffe zu bearbeiten. Aber auch Eltern sind Teil des Systems Schule, sie können deswegen auch Teil der Lösung sein, wenn es zu Mobbing-Problemen gekommen ist. Das gelingt mitunter nicht auf Anhieb, z. B. weil Lösungsvorstellungen der Schule und die Erwartungen der Eltern zunächst weit auseinander liegen.

Wie es trotzdem gelingen kann, die Eltern ins Boot zu holen, hängt auch davon ab, wie offen und offensiv Schulen mit dem Thema umgehen. Ansatzpunkte und konkrete Ideen dafür werden im Seminar vorgestellt.

Dazu eingeladen sind pädagogische Fachkräfte in Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen.

28. September 2022 | 9:00 Uhr – 12:30 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Kurzseminar

30,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: G2260

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F*CK

Sexualität und Sprache in der Arbeit mit Jugendlichen

In dem Online-Seminar geht es um die Auseinandersetzung mit den Funktionen sexualisierter Sprache und Beleidigungen für Jugendliche. Welche Reaktions- und Interaktionsmöglichkeiten haben pädagogische Fachkräfte? Wie können sie mit dem eigenen Sprachhandeln eine klare Haltung vermitteln, an denen sich Jugendliche orientieren und abarbeiten können?

5. Oktober 2022 | 10:00 Uhr – 16:30 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: A2240

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Die Macht der Bilder

Da der Krieg in der Ukraine nach wie vor die aktuelle Medienberichterstattung beherrscht, ist das Thema auch bei Kindern und Jugendlichen sehr präsent. Wie verarbeiten sie die Bilder vom Kriegsgeschehen, die sie u. a. über TikTok, Instagram und Co. erreichen? Welche Unterstützung und Begleitung brauchen Kinder und Jugendliche von pädagogischen Fachkräften?

12. und 13. Oktober 2022 | jeweils 10:00 Uhr – 13:00 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Tagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2240

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Alles eine Frage der Haltung?!

Gewaltprävention und Partizipation zusammendenken

Gewaltpräventionsprojekte und Kinderschutz-Konzepte haben „Partizipation“ als Recht von Kindern und Jugendlichen im Fokus. Das Seminar will Anregungen dazu vermitteln, wie Partizipation als fachliche Haltung entwickelt und als institutionelles Prinzip in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verankert werden kann.

13. Oktober 2022 | 9:00 Uhr – 16:00 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: G2270

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10. Eltern-Medien-Trainer*innen Fortbildung

Am 3. und 4. November 2022 startet die 10. Eltern-Medien-Trainer*innen Fortbildung verbunden mit dem Ziel, pädagogische Fachkräfte in die Lage zu versetzen, selbstständig als Referent*innen medienpädagogische Elternabende in Niedersachsen durchzuführen.

Bewerbungsschluss ist der 29.07.2022.

Weitere Informationen zur Fortbildung und zu den Teilnahmebedingungen finden Sie hier: https://www.jugendschutz-niedersachsen.de/elmet/

03. und 04.11.2022 | 08. und 09.12.2022 | 30. und 31.01.2023 | 21. und 22.03.2023

 

Kooperation im Kinderschutz – (wie) geht das gut?

Gesetzliche Grundlagen und nützliches Wissen für die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt

Kinder und Jugendliche vor Gewalt zu schützen, ist eine verantwortungsvolle und komplexe Aufgabe. Pädagogische Fachkräfte – Erzieher*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrkräfte – haben dabei eine Schlüsselposition, zum Beispiel als Vertrauenspersonen von (gefährdeten) Kindern und Jugendlichen. Aber auch für diese Fachkräfte ist es eine Herausforderung, Schutz zu gewährleisten, denn sie verstehen sich nicht unbedingt als Kinderschutz-Expert*innen. Und natürlich gilt: Die zentrale Instanz für den Schutz und die Abwendung von Gefährdungen ist das Jugendamt. Außerdem hat der Gesetzgeber ausdrücklich festgelegt: Kinderschutz soll auf der Basis einer Verantwortungsgemeinschaft von Fachkräften in Kita, Schule, Jugendhilfe und Jugendämtern verwirklicht werden. Kooperation ist dafür unerlässlich, Kinderschutz bedeutet Arbeit an institutionellen Schnittstellen.

Bei einer vermuteten oder bekannten Kindeswohlgefährdung entsteht oft ein erheblicher Handlungsdruck bei den beteiligten Fachkräften: Sie wollen möglichst schnell dafür sorgen, dass es dem betroffenen Kind besser geht, sie müssen die in ihrer Einrichtung vorgesehenen Abläufe einhalten und mit der eigenen emotionalen Beteiligung oder Verunsicherung umgehen. In konkreten Situationen zeigt sich dabei häufig, dass Fachkräfte unterschiedliche Perspektiven auf eine Situation haben. Verantwortungsgemeinschaft bedeutet: Diese unterschiedlichen Problemsichten müssen kommuniziert und verstanden werden, um tragfähige Lösungen entwickeln zu können. Wenn das gut gelingt, werden „Fälle“ nicht „abgegeben“ und „übernommen“, sondern es erfolgt eine gemeinsame Klärung darüber, wie die Gefährdung eingeschätzt wird und wie die jeweilige institutionelle und fachliche Verantwortung – der Kita, der Schule, der Wohngruppe, des Jugendamtes – transparent zuverlässig wahrgenommen wird.

9. November 2022 | 9:15 Uhr – 13:00 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

20,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: G2290

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Beste Freundin – schlimmste Feindin? Mädchengewalt verstehen

Hintergründe, Folgen und Ansätze für die pädagogische Arbeit

Hintergründe und Risikofaktoren der Gewalt von Jungen sind nicht immer deckungsgleich mit denen bei Mädchen. Ebenso gibt es Unterschiede im Hinblick auf die Einstellungen zu Gewalt und die Taten selbst. Das Seminar vermittelt Informationen über Verläufe von Gewaltverhalten bei Mädchen, ihre Motive und Taten und darauf bezogen Ansätze und Hinweise zur Anti-Gewalt-Arbeit mit Mädchen.

10. November 2022 | 9:00 Uhr – 16:00 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

ABGESAGT

 

Eltern LAN-Party

Digitale Spiele selbst auszuprobieren, um so zu erkennen, was Kinder und Jugendliche an ihnen fasziniert, steht im Fokus der Eltern LAN-Party. Über einen theoretischen Input in Form eines Vortrages bekommen die Teilnehmenden grundlegende Informationen zum Jugendmedienschutzschutz, lernen die Altersfreigaben digitaler Spiele kennen und erfahren, welche Spiele bei Kindern und Jugendlichen aktuell beliebt sind.

10. November 2022 |19:00 Uhr – 22:00 Uhr

Akademie des Sports
kostenfrei

Anmeldung | Buchungsnummer: M2260

 

Basic Jugendschutz: Update für den Jugendmedienschutz

Eineinhalb Jahre nach Inkrafttreten des neuen Jugendschutzgesetzes sind die Änderungen in der Praxis angekommen. Die Veranstaltung beleuchtet das Verfahren der Alterskennzeichnung digitaler Spiele unter Berücksichtigung der Interaktions- und Kommunikationsrisiken.

15. November 2022 | 10:00 Uhr – 12:00 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Kurzformat

30,- €

ABGESAGT

 

Igitt, wie schön

Kindliche Sexualität in Kindertageseinrichtungen

In diesem Online-Seminar werden Grundlagen zu kindlicher Sexualität und sexueller Entwicklung vermittelt. Darüber hinaus wird der Blick auf alltägliche Herausforderungen in Kindertageseinrichtungen gelegt und Ansätze zum Umgang mit dem Thema Sexualität diskutiert.

22. November 2022 | 10:00 Uhr – 16:30 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: A2221

 

Die digitale Vermessung der Lebenswelt der Kinder

Die Medienwelt der Kinder hat sich dahingehend verändert, dass sie schon früh mit der Onlinewelt in Kontakt kommen. Smartes (mit dem Internet verbundenes) Spielzeug oder smarte Alltagshelfer suggerieren den Eltern zusätzliche Sicherheit durch die Überwachung der Kinder. Was ist gerade in den Kinderzimmern Trend? Wovor sollte man Kinder schützen? Das sind einige der Fragen, die in dem Online-Seminar beantwortet werden.

29. November 2022 | 10:00 Uhr – 16:30 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2270

 

„Berauschte Jugend“ – Substanzkonsum im Wandel

Jahrestagung

Das Probieren, Konsumieren und Experimentieren mit legalen und illegalen Suchtmitteln gehört nach wie vor für viele Jugendliche zum Erwachsenwerden dazu. Zwischen Rausch und Risiko werden Kontakte mit Gleichaltrigen geknüpft, die Unabhängigkeit von den Eltern demonstriert, persönlicher Stil ausgedrückt und Entwicklungsaufgaben bewältigt.

Aus der Forschung wissen wir, dass Alkohol, Nikotin und Cannabis noch immer die am weitesten verbreiteten Suchtmittel unter Jugendlichen sind. In der pädagogischen Arbeit mit jungen Menschen wird jedoch deutlich, dass auch immer wieder neue Substanzen und Verhaltensweisen auftauchen.

Ob CBD, Benzos oder die Nutzung des Internets zum Bestellen unterschiedlicher Substanzen – aktuelle Entwicklungen werden bei der Online-Tagung aufgegriffen und aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen. Thematisiert wird vor diesem Hintergrund auch die Frage, welche Weiterentwicklungen suchtpräventiver Ansätze sinnvoll, notwendig und möglich sind.

6. Dezember 2022 | 10:00 Uhr – 16:30 Uhr

LJS: Online-Seminar Online-Jahrestagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2260

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(Cyber-)Mobbing Was muss man wissen? Was kann man tun?

Online-Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte 2022

Mobbing und Cybermobbing sind in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen miteinander verwoben. Die Größenordnung ist – wie bei allen Formen von Gewalt – nicht exakt zu bestimmen. Studien kommen zu unterschiedlichen Befunden, es existiert vermutlich ein erhebliches Dunkelfeld. Klar ist aber: Wo Mobbing verübt wird, finden die Attacken oft gleichzeitig online und offline statt. Und: Für betroffene Kinder und Jugendliche bedeutet das eine große Belastung. (Cyber-)Mobbing kann psychischen Schaden anrichten, es macht Angst, schränkt ein und verletzt die Rechte und die Würde der Betroffenen. Mit zunehmender Dauer beeinträchtigt Mobbing außerdem das Gruppenklima insgesamt.

Für pädagogische Fachkräfte in Schulen und in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist die Problematik also eine stetige Herausforderung. Die eigene fachliche Haltung, die Aufmerksamkeit und Handlungsfähigkeit sind entscheidende Faktoren für Schutz und Vorbeugung. Kenntnisse über Handlungsoptionen in akuten Mobbingsituationen sind ein wichtiges Handwerkszeug, ebenso das Know-how für die Prävention. Die Fortbildungsmodule vermitteln relevantes Wissen und praktische Orientierungen, sie sollen dazu beitragen, dass „Hinsehen und handeln“ im pädagogischen Alltag gut gelingt.

Zielgruppen der Fortbildungsreihe sind pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.


MODUL 1
Was ist (Cyber-)Mobbing – und was ist es nicht?
ausgebucht

Die Teilnahme ist Voraussetzung für die Teilnahme an den anderen Modulen


MODUL 5
Intervention 2 – No blame approach
11. November | 9:00 – 12:00 Uhr | G2216

Ein gut gelöster Mobbingfall führt oft zu positiven sozialen Lerner-fahrungen und einer nachhaltigen Verbesserung der Gemeinschaft. Daran knüpft der No blame approach an: Mit diesem Ansatz wird die Beendigung des Mobbings mit allen Beteiligten entwickelt, statt die Vorfälle aufzuarbeiten und Täter*innen zu bestrafen. Die Lehrkraft/pädagogische Fachkraft bindet die mobbenden Kinder/Jugendlichen in eine Unterstützungsgruppe ein, alle können aktiv zu einer tragfähigen Lösung beitragen.


LJS: Online-Seminar Online-Fortbildungsreihe

30,- € pro Modul | 120,- € für alle fünf Module

Anmeldefrist abgelaufen

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