Mobbing erkennen und beenden

HandIungsorientierungen für die Intervention

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weder harmlos noch selten. Trotzdem werden solche Situationen von Erwachsenen oft erst spät bemerkt, weil die Angrei­fer*innen ihre Übergriffe geschickt platzieren und betroffene Mädchen und Jungen sich nicht trauen, Unterstützung zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte ihren Blick für die Problematik schärfen und angemessen reagieren können, wenn sie An­zeichen für systematische Schikane wahrnehmen.

Im Mittelpunkt des Seminars ste­hen diese Fragen: Sollen Fachkräfte erst eingreifen, wenn Betroffene von sich aus um Hilfe bitten? Wie kann man sich darüber vergewissern, was tatsächlich vorgefallen ist? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Mobbing stoppen? Dazu werden im Seminar kon­krete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei geht es auch um die Begleitung be­troffener Kinder und die Auseinandersetzung mit Rechtfertigungsstrategien der Kinder und Jugendlichen, die Übergriffe initiieren.

15. September und 13. Oktober
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2170

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Sexualisierte Gewalt im Netz

LJS: Online-SeminarWas muss man wissen – was kann man tun?

Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass 9 Prozent aller jungen Menschen im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend mit einer Form sexualisierter Gewalt zu tun haben. Umgerechnet betrifft das in Deutschland etwa eine Million, in einer durchschnittlichen Schulklasse ein bis zwei Kinder bzw. Jugendliche. Sexueller Missbrauch ist also ein Alltagsrisiko für Kinder. Einen erheblichen Anteil daran haben die Kommunikations- und Verbreitungswege im digitalen Raum. Aktuelle Befunde aus der Kriminalstatistik zeigen erhebliche Steigerungsraten bei der Herstellung und Verbreitung von sexuellen Missbrauchsabbildungen. Cybergrooming, die gezielte Anbahnung von Kontakten mit der Absicht, ein Treffen herbeizuführen und / oder Bildmaterial zu erstellen, ist ein Teil dieser Problematik.

Wie bei Missbrauch im direkten sozialen Umfeld gehen Täter*innen auch in sozialen Netzwerken oder Chats von Online-Spielen zielbewusst und strategisch vor. Sie gewinnen das Vertrauen von Kindern und bauen emotionale Beziehungen auf. Und sie nutzen ggf. die Anonymität der Online-Kommunikation, um ihre Identität zu verschleiern: Kinder können u. U. gar nicht erkennen, mit wem sie es zu tun haben und sind möglicherweise überzeugt, dass ihr*e Chatpartner*in gleichaltrig ist. Und: Auch junge Menschen können in Online-Kontakten mit Gleichaltrigen oder Jüngeren übergriffig agieren.

Angesichts der steigenden Ausbreitung von sexualisierter Gewalt im Netz sind zum einen die Anbieter von Diensten gefordert, Vorbeugung zu betreiben und bei Übergriffen schnell zu reagieren. Darüber hinaus müssen Präventionsangebote und Hilfemöglichkeiten im Alltag für Kinder und Jugendliche präsent sein. Sie brauchen Informationen und Orientierung für den Selbstschutz und für den Zugang zu Hilfe und Unterstützung in Notsituationen. Digitale Kommunikation ist für die meisten Kinder und Jugendlichen alltäglich, Wissen über die spezifischen Risiken und Strategien für den Umgang mit problematischen Situationen sollten ebenso selbstverständlich zum Alltag gehören. Informationen dazu aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven werden bei dieser Fachtagung vorgestellt. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

27. September

LJS: Online-Seminar Online-Fachtagung

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: S2160

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Ich, wir und die anderen

Methoden für Gewaltprävention und Demokratie-Erziehung

Unterschiede zwischen Menschen – aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Status, kulturellen Wurzeln – werden häufig bewertet und mit Ablehnung oder Bevor­zugung verbunden. Auch Kinder sind sensibel für jede Art von Differenz. Sie nehmen Unterschiede und deren Bewertungen aufmerksam wahr und richten ihr Verhalten daran aus. Um Kinder zu einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Unterschieden zu motivieren, sind pädagogische Fachkräfte gefragt. Sie sollen Kindern Wertschät­zung und Respekt im Umgang mit Anderen vermitteln und dadurch ein gewaltfreies Miteinander fördern. Fachkräfte müssen zwischen der Vermittlung von Werten und Normen, die für alle gelten und der Förderung von Selbstbestimmung und Selbst­behauptung eines jeden einzelnen Kindes eine Balance finden.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit diesem Spannungsfeld auseinanderzusetzen und geeignete Me­thoden für die gewaltpräventive Arbeit kennenzulernen.

3. November
Seminar
80,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2180

 

Was ich nicht will, das man mir tut …

Soziale Kompetenzen unter Stress

Konflikte fordern und fördern sozial erwünschte Verhaltensstrategien. Sie bergen die Chancen, Probleme anzusprechen, Verschiedenheiten auszugleichen und Beziehun­gen zu klären. Sie erhöhen aber auch das Risiko, andere zu beleidigen und zu drohen, fremde und eigene Grenzen zu verletzen und einander weh zu tun – häufig mit Recht­fertigungsstrategien wie „XY hat aber angefangen“ und ,, … ich habe mich nur ge­wehrt.“ Von pädagogischen Fachkräften wird alltäglich eine konfrontative, konstruk­tive und dialogische Streitkultur erwartet, die Kinder und Jugendliche motiviert, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen. Im besten Fall werden Erwachsene so zu einem Vorbild für eine Streitkultur, die die Grenzen des Gegenübers und die eigenen wahrt.

Die Fortbildung lädt dazu ein, auf die eigene Streitkultur zu blicken und einen angemessenen Umgang mit (eigenen) ,,schwierigen und eckigen“ Gefühlen in Konflikt­situationen zu trainieren.

18. und 25. November
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2190