Erfahrungen, Herausforderungen, Fallstricke …

LJS: Online-SeminarRassismuskritische und migrationssensible Kompetenz in der Jugend(sozial)arbeit

Migrationssensibles Handeln soll dazu beitragen, Lebenswelten von migrierten oder geflohenen Menschen zu verstehen, strukturelle Rahmenbedingungen ihrer Situation zu hinterfragen und sich für ihre Rechte einzusetzen. Dazu gehört auch eine kritische Auseinandersetzung mit Rassismus und anderen Diskriminierungsformen – innerhalb und außerhalb von pädagogischen Kontexten.
Denn in beiden Zusammenhängen sind Fachkräfte konfrontiert mit gesellschaftlichen Diskursen und politischen Vorgaben zu Migration und Integration. Und sie machen tagtäglich konkrete Erfahrungen mit Integrations- und Ausgrenzungsprozessen in der eigenen sozialen und pädagogischen Arbeit. Beides prägt den Blick auf die Zielgruppen und das professionelle Handeln. Den damit zusammenhängenden Fragen ist die LAG Kath. Jugendsozialarbeit in einem zweijährigen Projekt nachgegangen – mit dem Ziel, rassismuskritische Kompetenzen in der Jugendsozialarbeit, Bildung und Beratung zu entwickeln und zu fördern.

Erfahrungen aus diesem Projekt stehen jetzt in Form von Transfer-Workshops zur Verfügung. Zwei der vorliegenden Themenschwerpunkte sollen in diesen Online-Seminaren vertieft werden: „Methoden der rassismuskritischen Arbeit” und “Partizipative Beteiligungsformen mit Jugendlichen”.

Die Seminare sollen dazu anregen, sich mit Strukturen und Haltungen in eigenen Kontexten zu beschäftigen. Und sie sollen konkrete Impulse für die Weiterentwicklung von Prozessen in der eigenen Institution anbieten. Die beiden Termine können einzeln besucht oder zusammen gebucht werden.

4. März | 5. März

LJS: Online-Seminar Online-Seminare

40,- € pro Veranstaltung

Anmeldung

Methoden aus der rassismuskritischen Arbeit Online-Seminar | 04. März | Buchungsnummer: G2110
Beteiligung von Jugendlichen | 05. März | Buchungsnummer: G2120

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Cyber-Mobbing, Hate Speech …

LJS: Online-SeminarDie Konfrontation mit Online-Gewalt in Form von Mobbing oder Hate Speech gehört bei jungen Menschen vielfach zum Alltag. In entsprechenden Befragungen berichten sie deutlich häufiger als andere Altersgruppen von solchen Erfahrungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass Kinder und Jugendliche gut damit zurechtkommen. Auch digitale Gewalt richtet Schaden an: Schikane per WhatsApp oder Hasskommentare können eine erhebliche Belastung für einzelne Betroffene darstellen. Und auf die Dauer beeinträchtigt Online-Gewalt auch das Klima einer Gruppe insgesamt erheblich.

Pädagogische Fachkräfte sind vor diesem Hintergrund auf unterschiedlichen Ebenen gefordert: für die Unterstützung von Betroffenen, wenn Übergriffe bereits stattgefunden haben, aber auch für die Vorbeugung, also bei der Vermittlung von hilfreichen Informationen und beim Einsatz für einen respektvollen und gewaltfreien Umgang untereinander – offline und online.

Das Seminar gibt einen Überblick über unterschiedliche Formen von Online- Gewalt und typische Risiken. Schwerpunkte dabei sind die Dynamiken von Cyber-Mobbing und Hate Speech.

Auf dieser Basis werden Ansatzpunkte für Präventionsarbeit und für den Umgang mit akuten Situationen vorgestellt: Fallbeispiele sollen helfen, Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien zu entwickeln. Mit praktischen Übungen können Strategien erprobt werden, um bei Online-Übergriffen zu intervenieren. Denn darum geht es im ersten Schritt: Die Dynamik stoppen!

Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule.

16. März

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

40,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: G2151

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Kein Mobbing – fair statt fies

Methoden für die Präventionsarbeit

Konflikte und Streit gehören zum Alltag in Schulklassen und Jugendgruppen. Vielfach werden diese Situationen von den Beteiligten sogar selbständig geregelt. Aber es gibt Unterschiede zwischen alltäglichen Auseinandersetzungen und Mobbing, der syste­matischen Schikane, die offen oder verdeckt ausgeübt wird, Ausgrenzung und Demü­tigung zum Ziel hat und betroffene Mädchen und Jungen nachhaltig verletzen kann. Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte die Risiken kennen und Struk­turen schaffen, die die Entstehung von Mobbing verhindern oder wenigstens verringern können.

In diesem Seminar geht es deshalb um Grundsätze für ein faires Miteinander, um Maßnahmen zur Förderung eines „konfliktfreundlichen“ Klimas, um die Förderung sozialer Kompetenzen in der Gruppe und um die Frage, wie man frühe Warnzeichen für Mobbing erkennen und konstruktiv bearbeiten kann.

24. März und 21. April
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2130

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Wir können auch anders

Gewaltprävention in der Arbeit mit Gruppen

Nach einem Gewaltausbruch, wenn es gekracht hat oder wenn jemand ausgeflippt ist, geht es zuerst darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Lage zu klären. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Frage, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert? Was war der Auslöser?

Ausgangspunkt des Seminars sind aggressive Alltagssituationen und Eskalationen in Gruppen. Die Betrachtung solcher Situationen kann helfen, Faktoren zu erkennen, die die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Kon­flikten positiv wie negativ beeinflussen. Dabei geht es um die jeweils individuellen Ein­stellungen zu Konflikten und Gewalt und um das eigene Sicherheitsempfinden. Daran anschließend wird die Frage aufgegriffen, wie man auf kleine Probleme sinnvoll rea­gieren kann, um große Schwierigkeiten zu verhindern. Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

28. April und 21. Mai
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2140

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Mobbing erkennen und beenden

HandIungsorientieru ngen für die Intervention

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weder harmlos noch selten. Trotzdem werden solche Situationen von Erwachsenen oft erst spät bemerkt, weil die Angrei­fer*innen ihre Übergriffe geschickt platzieren und betroffene Mädchen und Jungen sich nicht trauen, Unterstützung zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte ihren Blick für die Problematik schärfen und angemessen reagieren können, wenn sie An­zeichen für systematische Schikane wahrnehmen.

Im Mittelpunkt des Seminars ste­hen diese Fragen: Sollen Fachkräfte erst eingreifen, wenn Betroffene von sich aus um Hilfe bitten? Wie kann man sich darüber vergewissern, was tatsächlich vorgefallen ist? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Mobbing stoppen? Dazu werden im Seminar kon­krete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei geht es auch um die Begleitung be­troffener Kinder und die Auseinandersetzung mit Rechtfertigungsstrategien der Kinder und Jugendlichen, die Übergriffe initiieren.

15. September und 13. Oktober
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2170

 

Ich, wir und die anderen

Methoden für Gewaltprävention und Demokratie-Erziehung

Unterschiede zwischen Menschen – aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Status, kulturellen Wurzeln – werden häufig bewertet und mit Ablehnung oder Bevor­zugung verbunden. Auch Kinder sind sensibel für jede Art von Differenz. Sie nehmen Unterschiede und deren Bewertungen aufmerksam wahr und richten ihr Verhalten daran aus. Um Kinder zu einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Unterschieden zu motivieren, sind pädagogische Fachkräfte gefragt. Sie sollen Kindern Wertschät­zung und Respekt im Umgang mit Anderen vermitteln und dadurch ein gewaltfreies Miteinander fördern. Fachkräfte müssen zwischen der Vermittlung von Werten und Normen, die für alle gelten und der Förderung von Selbstbestimmung und Selbst­behauptung eines jeden einzelnen Kindes eine Balance finden.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit diesem Spannungsfeld auseinanderzusetzen und geeignete Me­thoden für die gewaltpräventive Arbeit kennenzulernen.

3. November
Seminar
80,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2180

 

Was ich nicht will, das man mir tut …

Soziale Kompetenzen unter Stress

Konflikte fordern und fördern sozial erwünschte Verhaltensstrategien. Sie bergen die Chancen, Probleme anzusprechen, Verschiedenheiten auszugleichen und Beziehun­gen zu klären. Sie erhöhen aber auch das Risiko, andere zu beleidigen und zu drohen, fremde und eigene Grenzen zu verletzen und einander weh zu tun – häufig mit Recht­fertigungsstrategien wie „XY hat aber angefangen“ und ,, … ich habe mich nur ge­wehrt.“ Von pädagogischen Fachkräften wird alltäglich eine konfrontative, konstruk­tive und dialogische Streitkultur erwartet, die Kinder und Jugendliche motiviert, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen. Im besten Fall werden Erwachsene so zu einem Vorbild für eine Streitkultur, die die Grenzen des Gegenübers und die eigenen wahrt.

Die Fortbildung lädt dazu ein, auf die eigene Streitkultur zu blicken und einen angemessenen Umgang mit (eigenen) ,,schwierigen und eckigen“ Gefühlen in Konflikt­situationen zu trainieren.

18. und 25. November
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2190