Cyber-Mobbing

Medienpädagogik trifft Gewaltprävention

Messenger-Dienste und Online-Netzwerke bieten viele Gelegen-heiten für Gemeinheiten, Schikane und Gewalt. Einschlägigen Untersuchungen zufolge machen ca. ein Drittel der Jugendlichen solche Erfahrungen – weil sie selbst Attacken erleben oder weil sie Übergriffe in ihrem Umfeld mitbekommen. Für betroffene Mädchen und Jungen kann Cyber-Mobbing eine große Belastung bedeuten. Darüber hinaus wirken sich solche Übergriffe auch auf das Klima in der Gruppe insgesamt negativ aus.

Wenn Mobbing stattfindet, ist ein Eingreifen erforderlich. Mädchen und Jungen in Mobbing-Situationen brauchen gezielte Unterstützung durch erwachsene Vertrauenspersonen. Sie sollten problematische Situationen frühzeitig erkennen und auflösen können, bevor ein größerer Schaden entsteht.

Darüber hinaus haben pädagogische Fachkräfte vielfältige Möglichkeiten, (Cyber-)Mobbing vorzubeugen. Gewaltpräventive und medienpädagogische Zielsetzungen können dabei miteinander verknüpft werden.
Zu diesen Themen vermittelt das Seminar Hintergrundwissen und methodische Anregungen. Fallbeispiele, Kleingruppenarbeit und praktische Übungen stehen dabei im Mittelpunkt, eingeladen sind pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule.

22. Mai
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1980

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Haltung zeigen

Körpersprache in Konflikt- und Gewaltsituationen

Reden statt schubsen oder schlagen – schon kleinen Kindern wird vermittelt, dass verbale Formen der Auseinandersetzung besser sind als Gerangel oder gar körperliche Gewalt. Körpersprachliche Signale spielen trotzdem in vielen Konfrontationen eine entscheidende Rolle. Blicke können drohen oder verletzen – im übertragenen Sinn sogar „töten“, Gesten und Bewegungen können den Handlungsspielraum einengen oder er-weitern, Drohgebärden können einschüchtern oder abschrecken. Und wer sich in solchen Situationen kleinmacht, läuft Gefahr, den Kürzeren zu ziehen.

Im Mittelpunkt des Seminars steht die Frage, wie Körpersprache den Verlauf von Kon-flikten und Grenzverletzungen beeinflusst und zur Deeskalation eingesetzt werden kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, mit dem Einsatz von Körper und Stimme zu experimentieren, in Rollenspielen das eigene Beobachtungsvermögen zu schärfen und verschiedene Standpunkte und Haltungen zum Umgang mit Gewalt zu reflektieren.

19. Juni
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1940

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Wann, wenn nicht jetzt?

Diskriminierungssensible Arbeit mit Jugendlichen

Vielfalt und Heterogenität sind in vielen gesellschaftlichen Kontexten selbstverständlich, die Wertschätzung von Unterschieden ist nicht nur in pädagogischen Einrichtungen ein wichtiges Prinzip. Trotzdem ist Diskriminierung für viele Menschen eine alltägliche Erfahrung, die einen starken Einfluss auf die psychische und soziale Stabilität haben kann. Das gilt für junge Menschen ganz besonders. Denn Anerkennung und Zugehörigkeit sind wesentliche Grundlagen für die Entwicklung von Identität und Selbstwertgefühl. Mädchen und Jungen sind in dieser Hinsicht sehr bedürftig – und sehr verletzbar.

Umso wichtiger ist es, dass pädagogische Fachkräfte aufmerksam sind für diskriminierende Strukturen und Handlungen und betroffene Jugendliche unterstützen können. Das Seminar geht in interaktiven Übungen und Kurz-Inputs der Frage nach, wie Diskriminierungserfahrungen die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen beeinflussen und vermittelt Methoden für die Arbeit mit Jugendlichen, die für die Auseinandersetzung mit dem Thema genutzt werden können.

5. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1950

 

Ich, wir und die anderen

Methoden für Gewaltprävention und Demokratie-Erziehung

Unterschiede zwischen Menschen – aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Status, kulturellen Wurzeln – werden häufig bewertet und mit Ablehnung oder Bevorzugung verbunden. Auch Kinder sind sensibel für jede Art von Differenz. Sie nehmen Unterschiede und deren Bewertungen aufmerksam wahr und richten ihr Verhalten daran aus.

Um Kinder zu einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Unterschieden zu motivieren, sind pädagogische Fachkräfte gefragt. Sie sollen Kindern Wertschätzung und Respekt im Umgang mit Anderen vermitteln und dadurch ein gewaltfreies Miteinander fördern. Fachkräfte müssen dafür eine Balance finden zwischen der Vermittlung von Werten und Normen, die für alle gelten und der Förderung von Selbstbestimmung und Selbstbehauptung jedes einzelnen Kindes. Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit diesem Spannungsfeld auseinanderzusetzen und geeignete Methoden für die gewaltpräventive Arbeit kennenzulernen.

6. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1960

 

Mobbing erkennen und beenden

Handlungsorientierungen für die Intervention

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weder harmlos noch selten. Trotzdem werden solche Situationen von Erwachsenen oft erst spät bemerkt, weil die Mobber ihre Übergriffe geschickt platzieren und betroffene Mädchen und Jungen sich nicht trauen, Unterstützung zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte ihren Blick für die Problematik schärfen und angemessen reagieren können, wenn sie Anzeichen für systematische Schikane wahrnehmen.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Fragen zur Intervention: Sollen Fachkräfte erst eingreifen, wenn Betroffene von sich aus um Hilfe bitten? Wie kann man sich darüber vergewissern, was tatsächlich vorgefallen ist? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Mobbing stoppen? Mit dem Blick auf diese Fragen werden im Seminar konkrete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei geht es auch um die Begleitung betroffener Kinder und die Auseinandersetzung mit Rechtfertigungsstrategien der Mobber. In begrenztem Umfang bietet das Seminar außerdem Raum für Fallbeispiele der Teilnehmenden.

13. und 27. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1970

 

Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen

Jahrestagung

Im Jugendalter ist die Wahrscheinlichkeit, mit Gewalt konfrontiert zu werden, besonders hoch. Das gilt auch für sexuelle Übergriffe. Grenzverletzungen wie verbale Belästigungen oder der Missbrauch von intimen Fotos sind sehr häufig. Aber auch körperliche Attacken bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen passieren nicht selten.

Die Auseinandersetzung mit den Entstehungsbedingungen und Risikofaktoren zeigt, dass Übergriffe unter Jugendlichen vielfach aufgrund von Missverständnissen und Fehleinschätzungen zustande kommen. Irreführende Rollenklischees über Männer, die erobern und Frauen, die erobert werden wollen, tragen zu solchen Missverständnissen ebenso bei wie eine offene oder latente Abwertung von Jungen und Mädchen, die sich nicht entsprechend dieser Vorstellungen verhalten – und als „Pussy“, „Schlampe“ oder „Schwuchtel“ diskriminiert werden. Auch kulturelle Unterschiede können zu Problemen führen.

Die Arbeit mit zugewanderten Jugendlichen aus Gesellschaften oder reli-giösen Traditionen, in denen patriarchale Vorstellungen gelten und sexuelle Gewalt verharmlost wird, ist in diesem Kontext eine aktuelle Herausforderung für pädagogische Fachkräfte.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1930