Täter, Opfer, Zuschauer*innen

Forschung zu Gewalt unter Jugendlichen und Folgerungen für die Prävention

Wenige Themen finden in der Öffentlichkeit so große Resonanz wie Gewalttaten von Jugendlichen oder Kindern. Auf der Suche nach den Ursachen wird in der Regel ein weites Spektrum von Einflussfaktoren aufgeführt: Soziale Ungleichheit und Armuts­risiken nehmen zu, ebenso die kulturelle Diversität und daraus resultierend die Kon­kurrenz unterschiedlicher Werte- und Normenkonzepte. Subjektive Verunsicherungen können radikale Einstellungen begünstigen, fehlende Anerkennung kann dazu führen, sich mit Gewalt Respekt verschaffen zu wollen. Online-Medien bieten jede Menge Möglichkeiten, Abwertung und Hass zu verbreiten, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Die Brisanz von Gewalt im Netz ist schwer einzuschätzen. Sicher ist aber, dass ihre Folgen auch offline weiter wirken.

Bei der Tagung gehen Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Blickwinkeln der Frage nach, wie Gewaltprobleme unter Jugendlichen aktuell eingeschätzt werden und welche Ansatzpunkte sich für Prävention daraus ableiten lassen.

8. Oktober
Online-Tagung
70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: G2060 (Online-Tagung)

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Ich, wir und die anderen

Methoden für Gewaltprävention und Demokratie-Erziehung

Unterschiede zwischen Menschen – aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Status, kulturellen Wurzeln – werden häufig bewertet und mit Ablehnung oder Bevorzugung verbunden. Auch Kinder sind sensibel für jede Art von Differenz. Sie nehmen Unterschiede und deren Bewertungen aufmerksam wahr und richten ihr Verhalten daran aus. Um Kinder zu einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Unterschieden zu motivieren, sind pädagogische Fachkräfte gefragt. Sie sollen Kindern Wertschätzung und Respekt im Umgang mit Anderen vermitteln und dadurch ein gewaltfreies Miteinander fördern. Fachkräfte müssen zwischen der Vermittlung von Werten und Normen, die für alle gelten und der Förderung von Selbstbestimmung und Selbstbehauptung eines jeden einzelnen Kindes eine Balance finden.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit diesem Spannungsfeld auseinanderzusetzen und geeignete Methoden für die gewaltpräventive Arbeit kennenzulernen.

28. Oktober
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2070

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,,Chill mal deine Basis“

Bewusster Einsatz von Körpersprache in Konfliktsituationen

Konfrontationen und Konflikte gehören zum pädagogischen Arbeitsalltag. Ohne Unter­lass und zumeist unbewusst kommunizieren wir in diesen Situationen nicht nur mit un­serer Stimme, sondern mit einigen weiteren Signalen: Haltung, Tonfall, Blickkontakt, Nähe und Distanz, Mimik und Gestik entscheiden maßgeblich darüber, wie eine Bot­schaft beim Gegenüber ankommt. Und natürlich ist der Verlauf einer Kommunikation auch dadurch bestimmt, wie wir selbst die Körpersprache unseres Gegenübers inter­pretieren.

In diesem Seminar steht das Zusammenwirken unterschiedlicher Kommunikations­formen im Zentrum. Die Teilnehmenden bekommen die Möglichkeit, in einem ge­schützten Raum mit ihrem Körper und ihrer Stimme zu experimentieren. Anhand von Rollenspielen wird analysiert, wie die Körpersprache und die Kommunikation den Ver­lauf von Konfliktsituationen verändern kann.

4. November
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2080

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Was ich nicht will, das man mir tut. ..

Soziale Kompetenzen unter Stress

Wer mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, weiß: Konflikte sind unvermeidlich und normal. Und sie müssen sein. Denn sie fordern und fördern sozial erwünschte Verhal­tensstrategien. Sie sind ein Training im Alltag, um Ruhe zu bewahren, Regeln zu beach­ten, Rücksicht zu nehmen und Vertrauen zu riskieren. Sie bergen die Chance, Proble­me anzusprechen, Verschiedenheiten auszugleichen und Beziehungen zu klären. Und sie erhöhen die Risiken, Beleidigungen oder Bedrohungen auszusprechen, unbedacht und impulsiv zu handeln, die Grenzen anderer und eigene Grenzen zu verletzen.

Ziel des Seminars ist es, Bedingungen für die Gestaltung einer konstruktiven Konflikt­kultur zu identifizieren. Ausgangspunkt dafür ist die Frage: Wie lässt sich ein ange­messener Umgang mit schwierigen und „eckigen“ Gefühlen trainieren? Dazu soll das Seminar Einblicke und Anregungen vermitteln.

12. und 26. November
Seminar, zweitägig
160,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2090

 

Brille auf, Welt an

Jahrestagung

Online-Tagung zum Thema Digitale Spiele

Virtual Reality-Spiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei jungen Menschen, auch wenn die Technologie nach wie vor ein kostspieliges Vergnügen darstellt. Die damit einhergehende Herausforderung aus der Perspektive des Jugendschutzes liegt in der Bewertung der Wirkungsvermutungen, denn VR-Spiele lassen eine ungewohnte Nähe zum Geschehen zu.

Und es gibt weitere Aspekte, die mit dem Blick auf Kinder und Jugendliche zu bedenken sind: Lootboxen (Beutekisten), die mit spielerisch relevanten Gegenständen gefüllt sein können, stellen zusätzliche Spielanreize dar, die ein suchtartiges Spielen begünstigen und zu Kostenfallen im Internet führen können. Die Frage, ob es sich bei Lootboxen um Glücksspiel handelt und demnach erst für Erwachsene zugänglich wären, ist in Deutschland ein viel diskutiertes Thema.

Ebenso sorgen Spielprinzipien, die Glückspiel simulieren, indem am einarmigen Banditen permanent „In-Game-Währung“ gewonnen werden muss, für kontroverse Diskussion.

Zwei weitere Schwerpunkte der Online-Jahrestagung bilden die Bereiche „eSport“ und „Toxic Gaming“. Da heute überwiegend online gegenaneinander oder miteinander gespielt bzw. gestreamt wird, werden jugendliche Spieler*innen mit diskriminierenden Inhalten (Sexismus und Rassismus) und Umgangsformen konfrontiert. Wie Kinder und Jugendliche diesen Phänomenen begegnen und welche Forderungen sich daraus auch an die Spielindustrie und dem Gesetzgeber formulieren lassen, werden vorgestellt.

3. Dezember
Online-Tagung
70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2030 (Online-Tagung)

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