Cyber-Mobbing

Gewaltprävention für die OnlineKommunikationLJS: Online-Seminar

Beleidigungen, Drohungen, Demütigungen – was Kinder und Jugendliche einander online zumuten, ist keineswegs harmlos. Einschlägigen Untersuchungen zufolge haben etwa ein Drittel aller Jugendlichen solche Erfahrungen – weil sie von Attacken direkt betroffen sind oder weil sie derartige Übergriffe in Chats mitbekommen.

Mobbing – also das Ausspielen einer Machtposition durch Feindseligkei-ten und Ausgrenzung – gab es immer schon. In der Online -Kommunikation hat dieses Verhalten jedoch eine zusätzliche Brisanz: Bei Cyber-Mobbing sind die Angriffe rund um die Uhr präsent, die Zahl der Akteur*innen und Mitwisser*innen ist womöglich riesig, und für Betroffene ist oft nicht nachvollziehbar, wer die Übergriffe begonnen und weitergeleitet hat.

Für betroffene Kinder und Jugendliche bedeutet das eine große Belastung. Und natürlich beeinträchtigt Cyber-Mobbing auch das Klima in der Gruppe insgesamt.

Themenschwerpunkt des Seminars ist vor diesem Hintergrund die Vermittlung von Ansatzpunkten für die Präventionsarbeit: „Medienpädagogik trifft Gewaltprävention“. Es geht dabei vor allem um die Förderung sozialer Kompetenzen und die Stär-kung des Selbstwertgefühls – und um die Frage, wie man frühe Warnzeichen für Cyber-Mobbing erkennen und darauf reagieren kann.

Die Teilnehmenden können im Seminar verschiedene Methoden kennenlernen und reflektieren. Fra-gen und Beispiele aus der eigenen Arbeit können jederzeit eingebracht werden. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte, die mit älteren Kindern und Jugendlichen arbeiten.

7. Juni

LJS: Online-SeminarOnline-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: G2150

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Mobbing erkennen und beenden

HandIungsorientieru ngen für die Intervention

Mobbing unter Kindern und Jugendlichen ist weder harmlos noch selten. Trotzdem werden solche Situationen von Erwachsenen oft erst spät bemerkt, weil die Angrei­fer*innen ihre Übergriffe geschickt platzieren und betroffene Mädchen und Jungen sich nicht trauen, Unterstützung zu suchen. Umso wichtiger ist es, dass Fachkräfte ihren Blick für die Problematik schärfen und angemessen reagieren können, wenn sie An­zeichen für systematische Schikane wahrnehmen.

Im Mittelpunkt des Seminars ste­hen diese Fragen: Sollen Fachkräfte erst eingreifen, wenn Betroffene von sich aus um Hilfe bitten? Wie kann man sich darüber vergewissern, was tatsächlich vorgefallen ist? Mit welchen Maßnahmen lässt sich Mobbing stoppen? Dazu werden im Seminar kon­krete Handlungsmöglichkeiten erarbeitet. Dabei geht es auch um die Begleitung be­troffener Kinder und die Auseinandersetzung mit Rechtfertigungsstrategien der Kinder und Jugendlichen, die Übergriffe initiieren.

15. September und 13. Oktober
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2170

 

Ich, wir und die anderen

Methoden für Gewaltprävention und Demokratie-Erziehung

Unterschiede zwischen Menschen – aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, sozialem Status, kulturellen Wurzeln – werden häufig bewertet und mit Ablehnung oder Bevor­zugung verbunden. Auch Kinder sind sensibel für jede Art von Differenz. Sie nehmen Unterschiede und deren Bewertungen aufmerksam wahr und richten ihr Verhalten daran aus. Um Kinder zu einem konstruktiven Umgang mit Vielfalt und Unterschieden zu motivieren, sind pädagogische Fachkräfte gefragt. Sie sollen Kindern Wertschät­zung und Respekt im Umgang mit Anderen vermitteln und dadurch ein gewaltfreies Miteinander fördern. Fachkräfte müssen zwischen der Vermittlung von Werten und Normen, die für alle gelten und der Förderung von Selbstbestimmung und Selbst­behauptung eines jeden einzelnen Kindes eine Balance finden.

Das Seminar bietet die Möglichkeit, sich mit diesem Spannungsfeld auseinanderzusetzen und geeignete Me­thoden für die gewaltpräventive Arbeit kennenzulernen.

3. November
Seminar
80,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2180

 

Was ich nicht will, das man mir tut …

Soziale Kompetenzen unter Stress

Konflikte fordern und fördern sozial erwünschte Verhaltensstrategien. Sie bergen die Chancen, Probleme anzusprechen, Verschiedenheiten auszugleichen und Beziehun­gen zu klären. Sie erhöhen aber auch das Risiko, andere zu beleidigen und zu drohen, fremde und eigene Grenzen zu verletzen und einander weh zu tun – häufig mit Recht­fertigungsstrategien wie „XY hat aber angefangen“ und ,, … ich habe mich nur ge­wehrt.“ Von pädagogischen Fachkräften wird alltäglich eine konfrontative, konstruk­tive und dialogische Streitkultur erwartet, die Kinder und Jugendliche motiviert, sich mit ihrem Verhalten auseinanderzusetzen. Im besten Fall werden Erwachsene so zu einem Vorbild für eine Streitkultur, die die Grenzen des Gegenübers und die eigenen wahrt.

Die Fortbildung lädt dazu ein, auf die eigene Streitkultur zu blicken und einen angemessenen Umgang mit (eigenen) ,,schwierigen und eckigen“ Gefühlen in Konflikt­situationen zu trainieren.

18. und 25. November
Seminar, 2-tägig
160,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G2190