Cannabis und Jugendschutz

Was sollten pädagogische Fachkräfte darüber wissen?

Cannabis ist unter allen Altersklassen in Deutschland die am häufigsten konsumierte illegale Droge. Durch die Illegalität wird insbesondere die pädagogische Arbeit mit konsumierenden Jugendlichen erschwert. Die Vermittlung von faktenbasiertem Wissen sowie die lebensweltnahe Begleitung bei der Suche nach einem risikobewussten Umgang in der Prävention sind hierbei nur begrenzt möglich. Diesbezüglich wird in der öffentlichen Diskussi-on immer wieder über eine regulierte Abgabe diskutiert.

Im Seminar wird die Bedeutung einer Entkriminalisierung und einer regulierten Abgabe von Cannabis aus verschiedenen Positionen aufgezeigt. Wir wollen uns mit folgenden Fragen befassen: Welche Pro und Kontra Argumente gibt es für die regulierte Abgabe oder Legalisierung von Cannabis? Welche Grenzen und Möglichkeiten gibt es in der präventiven Arbeit mit Jugendlichen? Woran erkenne ich Konsum und Handel? Wie verhalte ich mich, wenn ich den Konsum bzw. Handel mit Cannabis bei Jugendlichen feststelle?

Um mit den Jugendlichen über ihr teilweise kritisches Konsumverhalten ins Gespräch zu kommen, erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in die motivierende Gesprächsführung.

29. Januar
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2010

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Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Einführung in Methoden und Präventionsprogramme rund um das Thema Alkohol

Alkohol gehört – nicht nur unter Jugendlichen – zu der am häufigsten konsumierten Droge in Deutschland. Bereits im frühen Alter kommen die Mehrzahl der Jungen und Mädchen mit Spirituosen wie Bier und Schnaps in Kontakt. Der Einstieg findet dabei häufig in gleichaltrigen Gruppen auf Partys oder im öffentlichen Raum statt.

Das Experimentieren und Austesten von Grenzen gehört hierbei im Prozess des Erwachsenwerdens mit dazu. Hier werden neben den körperlichen Grenzen auch die Grenzen von Eltern, Fachkräften oder Lehrkräften ausgetestet.
Nicht immer ist den Jugendlichen dabei bewusst, welche Auswirkung der riskante Konsum von Alkohol hat. Viele Jugendliche unterschätzen die Wirkung von Schnaps oder Bier, dies kann mitunter in einer Alkoholvergiftung enden. Mit sinkender Hemmschwelle kommt es immer öfter auch zu Problemen mit Unfällen oder Gewalt.

In diesem Seminar werden verschiedene, alkoholbezogene Präventionsprogramme vorgestellt. Zusätzlich werden unterschiedliche Methoden aufgezeigt, erprobt und diskutiert. Hierbei geht es unter anderem darum, Menschen über das Thema Alkohol ins Gespräch zu bringen. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte sowie Lehrkräfte, die noch keine Erfahrung im Umgang mit jugendlichen Alkoholkonsum und Präventionsprogrammen besitzen

12. Februar
Seminar
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2020

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Essen, Fressen, Hungern

Essstörungen bei Mädchen und Jungen

Im Umgang mit Stress oder unangenehmen Gefühlen kann Essen für Jugendliche eine große Rolle spielen. Statt satt zu werden, steht dann die Kompensation von Langewei­le, Traurigkeit oder anderen belastenden Umständen im Fokus. Ebenso lässt sich über Ernährung der eigene Körper formen und gestalten, was für Jugendliche in der Ausein­andersetzung mit geltenden Schönheitsidealen bedeutsam sein kann. Im Umgang mit Mädchen und Jungen, die ein auffälliges Essverhalten zeigen, stellt sich pädagogi­schen Fachkräften oftmals die Frage: Wann wird aus einer ständigen Beschäftigung mit dem eigenen Gewicht ein krankhaftes Essverhalten und was ist überhaupt ein ,,normales“ Essverhalten?

Ausgehend von diesen Fragen führt das Seminar in die The­matik Essstörungen bei Jugendlichen ein, zeigt Präventionsmöglichkeiten auf und ver­mittelt Handlungsstrategien, wie Jugendliche dahingehend gestärkt und begleitet wer­den können, ein gesundes Essverhalten zu entwickeln.

4. März
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2030

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KITA MOVE – Fortbildungsangebot

Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich

Elterngespräche gehören in Kindertageseinrichtungen zum Alltag. Nicht immer sind sie einfach, insbesondere wenn sensible Erziehungs- oder Gesundheitsthemen angesprochen werden müssen. Ob spontan „zwischen Tür und Angel“ oder im geplanten Gespräch – ein besonders behutsames Vorgehen seitens der pädagogischen Fachkräfte ist oftmals erforderlich.

Gerade mit Gesprächssituationen, in denen Eltern erreicht werden sollen, fühlen sich Pädagoginnen und Pädagogen immer wieder überfordert. Stehen im Arbeitsalltag überwiegend die Kinder und deren Betreuung im Vordergrund, so fehlt es häufig an Fertigkeiten im Umgang mit den Eltern.

Die Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich (Kita-MOVE) bietet Unterstützung und Entlastung beim täglichen Kontakt mit Eltern und beim Führen schwieriger Elterngespräche. Wie auch „schwer erreichbare“ Eltern motivierend angesprochen werden können und Alltagssituationen zielgerichtet und kompetent für gute Gespräche mit Eltern genutzt werden können, wird in Kita-MOVE vermittelt und trainiert.

Nähere Informationen erhalten Sie unter www.jugendschutz-niedersachsen.de/move/kita-move/.

11.-13. März
Dreitägige Fortbildung
€ 200,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Hanns-Lilje-Haus, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2040

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Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

In der praktischen Arbeit mit Jugendlichen, die Drogen konsumieren, fehlen pädago­gischen Fachkräften oftmals rechtliche Rahmenbedingungen. Die fehlenden Kennt­nisse rechtlicher Vorschriften, wie der Strafbarkeit oder der Meldungspflicht, kann in der praktischen Arbeit zu Unsicherheiten führen.

Dieses Seminar soll pädagogischen Fachkräften eine Orientierung in den rechtlichen Grauzonen geben und sie somit in ihrer Handlungssicherheit stärken. Hierzu werden rechtlich relevante Fragen sowohl aus dem juristischen als auch aus dem pädagogi­schen Blickwinkel aufgezeigt und beantwortet. Zusätzlich wird über mögliche Verhal­tensregeln in Institutionen diskutiert.

22. April
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2050

 

Ein Schnitt sagt mehr als tausend Worte

Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

Das Spektrum von selbstschädigendem Verhalten umfasst unterschiedliche Formen wie Schnitt-, Biss- oder Brandverletzungen. Ebenso unterschiedlich können die Auslö­ser dafür sein. Das problematische Verhalten junger Menschen kann bei pädagogi­schen Fachkräften und Eltern schnell zu Hilflosigkeit und Überforderung führen. Die daraus resultierende Situation erfordert von Fachkräften und Eltern eine schnelle, an­gemessene und professionelle Reaktion.

Dieses Seminar gibt Einblicke in das Erleben von betroffenen Jungen und Mädchen und zeigt selbstverletzende Verhaltensmuster auf. Zusätzlich werden verschiedene In­terventions- und Unterstützungsmöglichkeiten in ihren Chancen und in ihrer Be­grenztheit diskutiert und erarbeitet.

22. September
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2060

 

MOVE – Motivierende Kurzintervention

Mit Drogen konsumierenden Jugendlichen ins Gespräch kommen

Der legale und illegale Suchtmittelkonsum Jugendlicher ist für pädagogische Fach­kräfte in der Jugendarbeit, Jugendhilfe und im Jugendschutz traditionell ein wichtiges Thema. Hierbei ist die richtige Kontaktaufnahme mit den Jugendlichen entscheidend. Häufig treten auf Seiten der Jugendlichen Probleme und großer Widerstand auf.

MOVE ermöglicht die konstruktive Nutzung dieser Reaktionen und bietet einen Gesprächs­einstieg, um über riskantes Konsumverhalten ins Gespräch zu kommen.

Im Fokus des dreitätigen Seminars steht die praktische Erprobung der motivierenden Kurzinterven­tion anhand konkreter Gesprächssituationen.

28., 29. September und 5. Oktober
Seminar, 3-tägig
240,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2070

 

Fachtag zum Thema MOVE

Wenn es um den Konsum von legalen und illegalen Drogen geht, befinden sich Jugend­liche meist in einer Absichtslosigkeit. Das problematische Verhalten ist ihnen meist nicht bewusst. Um Jugendliche dazu zu bringen, sich mit ihrem Konsumverhalten aus­einanderzusetzen und eine mögliche Verhaltensänderung anzuregen, bietet sich die motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen (MOVE) an.

Neben einer Einführung in die motivierende Gesprächsführung steht die Erprobung verschiedener Inhalte im Fokus dieses Fachtages.

10. November
Fachtag
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S2080

 

Digitale Spiele

Jahrestagung

Kinder und Jugendliche erleben viel Spaß bei der Beschäftigung mit Computerspielen. Pädagogische Fachkräfte hingegen stehen vor vielen Fragen: Wie begegne ich den Kin­dern, die sich mit Spielen beschäftigen, die nicht altersgerecht sind und wie berate ich die Eltern? Wie kann ich Jugendliche darin unterstützen, weniger exzessiv zu spielen? Welche Möglichkeiten bietet die virtuelle Realität für die Jugendarbeit und welche Ge­fahren birgt die neue Technologie? Wie kann ich die Beschäftigung mit digitalen Spie­len in meiner Einrichtung begleiten? Welche medienpädagogischen Projekte haben sich in der Praxis bewährt?

Die Jahrestagung beleuchtet aktuelle Entwicklungen (Virtual Reality, eSports) in den digitalen Spielwelten von Mädchen und Jungen. Neben dem Verständnis für die belieb­te Freizeitbeschäftigung werden auch aktuelle Risiken in den Fokus gerückt: Glücks­spielmechanismen und Gaming Disorder. Weitere aktuelle Herausforderungen rund um die Computerspielewelten liegen in der Einordnung von Online- und Offlineinhalten in unterschiedliche Jugendschutzsysteme, als auch in Fragestellungen, die sich aus dem Bereich des Daten- und Verbraucherschutzes ergeben.

3. Dezember
Jahrestagung
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J2030