MOVE im Schnell-Check

Prävention mit konsumierenden Jugendlichen

Rauchen, Kiffen und Saufen gehört für viele Mädchen und Jungen nach wie vor zum Erwachsenwerden dazu. In der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen müssen Fachkräfte daher immer wieder entscheiden, ob sie Jugendliche auf ihren Konsum ansprechen. Diese Entscheidung fällt vielen nicht leicht und “gute Gründe”, sich dagegen zu entscheiden sind schnell gefunden. Die Haltung “das wächst sich schon raus” oder Unsicherheit im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen, kann bei pädagogischen Fachkräften dazu führen, sich bewusst oder unbewusst gegen ein Ansprechen zu entscheiden.
Aus Sicht des Jugendschutzes ist es jedoch wichtig, bei möglicherweise riskantem Konsumverhalten zu reagieren, auf Jugendliche zuzugehen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen. Ein bewährtes Konzept, um mit Mädchen und Jungen konstruktiv über ihr Verhalten und dessen Veränderung ins Gespräch zu kommen, ist die ‘Motivierende Kurzintervention’ (MOVE). Diese kann in Jugendeinrichtungen spontan – auch zwischen Tür und Angel – angewendet werden.

Der Online-Fachtag bietet interessierten Fachkräften Einblicke in das Konzept von MOVE. Die Vorträge ver-mitteln Hintergrundwissen zur ‘Motivierenden Gesprächsführung’(MI) sowie zur Entstehung und den Möglichkeiten des Projekts. Am Nachmittag stehen praktische Einblicke in die Anwendung und der Nutzen von MOVE für die Praxis im Mittelpunkt. Nach den Vorträgen bleibt ausreichend Zeit für Rückfragen der Teilnehmenden und den gegenseitigen Austausch.

10. November
Online-Tagung
70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: S2080 (Online-Fachtag)

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Brille auf, Welt an

Jahrestagung

Online-Tagung zum Thema Digitale Spiele

Virtual Reality-Spiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit bei jungen Menschen, auch wenn die Technologie nach wie vor ein kostspieliges Vergnügen darstellt. Die damit einhergehende Herausforderung aus der Perspektive des Jugendschutzes liegt in der Bewertung der Wirkungsvermutungen, denn VR-Spiele lassen eine ungewohnte Nähe zum Geschehen zu.

Und es gibt weitere Aspekte, die mit dem Blick auf Kinder und Jugendliche zu bedenken sind: Lootboxen (Beutekisten), die mit spielerisch relevanten Gegenständen gefüllt sein können, stellen zusätzliche Spielanreize dar, die ein suchtartiges Spielen begünstigen und zu Kostenfallen im Internet führen können. Die Frage, ob es sich bei Lootboxen um Glücksspiel handelt und demnach erst für Erwachsene zugänglich wären, ist in Deutschland ein viel diskutiertes Thema.

Ebenso sorgen Spielprinzipien, die Glückspiel simulieren, indem am einarmigen Banditen permanent „In-Game-Währung“ gewonnen werden muss, für kontroverse Diskussion.

Zwei weitere Schwerpunkte der Online-Jahrestagung bilden die Bereiche „eSport“ und „Toxic Gaming“. Da heute überwiegend online gegenaneinander oder miteinander gespielt bzw. gestreamt wird, werden jugendliche Spieler*innen mit diskriminierenden Inhalten (Sexismus und Rassismus) und Umgangsformen konfrontiert. Wie Kinder und Jugendliche diesen Phänomenen begegnen und welche Forderungen sich daraus auch an die Spielindustrie und dem Gesetzgeber formulieren lassen, werden vorgestellt.

3. Dezember
Online-Tagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2030 (Online-Tagung)

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