Wie andere auch?!

Sexualität und Beeinträchtigung

Der Umgang mit den sexuellen Bedürfnissen von Mädchen und Jungen, die körperlich oder seelisch beeinträchtigt sind, ist eine Herausforderung für pädagogisch Tätige: Wie sieht der Umgang mit Sexualität, Liebe und Partnerschaft in der Einrichtung aus? Welches Maß an Selbstbestimmung wird Mädchen und Jungen zugestanden und welche Schutzmaßnahmen sind sinnvoll? Wie ist mit einem Kinderwunsch umzugehen? Wie mit sexuellen Übergriffen?

Neben den institutionell gesetzten Rahmenbedingungen spielt die Haltung der pädagogischen Fachkräfte eine wichtige Rolle. In der Praxis wirft das neben Unsicherheiten zum konkreten Umgang auch ethische Fragen auf, die im Rahmen des Seminars diskutiert werden.

Das Seminar richtet sich an Menschen unterschiedlicher Institutionen, die mit beeinträchtigten Jugendlichen arbeiten.

20. November
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1940

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Permanent Präsent – Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen

Jahrestagung

Im Jugendalter ist die Wahrscheinlichkeit, mit Gewalt konfrontiert zu werden, besonders hoch. Das gilt auch für sexuelle Übergriffe. Grenzverletzungen wie verbale Belästigungen oder der Missbrauch von intimen Fotos sind sehr häufig. Aber auch körperliche Attacken bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen passieren nicht selten.

Die Auseinandersetzung mit den Entstehungsbedingungen und Risikofaktoren zeigt, dass Übergriffe unter Jugendlichen vielfach aufgrund von Missverständnissen und Fehleinschätzungen zustande kommen. Irreführende Rollenklischees über Männer, die erobern und Frauen, die erobert werden wollen, tragen zu solchen Missverständnissen ebenso bei wie eine offene oder latente Abwertung von Jungen und Mädchen, die sich nicht entsprechend dieser Vorstellungen verhalten – und als „Pussy“, „Schlampe“ oder „Schwuchtel“ diskriminiert werden. Auch kulturelle Unterschiede können zu Problemen führen.

Die Arbeit mit zugewanderten Jugendlichen aus Gesellschaften oder religiösen Traditionen, in denen patriarchale Vorstellungen gelten und sexuelle Gewalt verharmlost wird, ist in diesem Kontext eine aktuelle Herausforderung für pädagogische Fachkräfte.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1930

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Kindliche Sexualität

Zwischen Elternwille und Pädagogik

Menschen sind von Geburt an sexuelle Wesen – wobei sich die kindliche Sexualität grundlegend von der der Erwachsenen unterscheidet: Mit allen Sinnen und Körperteilen wahrnehmen und begreifen ist ein wesentlicher Teil der kindlichen Neugier. In den ersten Lebensjahren sind vor allem die Eltern am prägendsten für die Entwicklung der kindlichen Sexualität, denn ihre Einstellungen und ihr Umgang wirken sich bis ins Jugendalter aus. Kinder lernen, wie im Familienalltag mit Nacktheit und körperlicher Nähe umgegangen wird, wie sich angenehme und unangenehme Berührungen anfühlen und ob ihre körperlichen Grenzen akzeptiert werden.

Außerhalb der Familie ist die Thematisierung von Sexualität auch in Einrichtungen für Kinder an der Tagesordnung. Fachkräfte müssen aufgrund heterogen zusammengesetzter Gruppen häufig flexibel und schnell reagieren können: Was antworte ich auf explizite Fragen zu Körper und Sexualität? Wie weit muss ich mich mit den Einstellungen der Eltern zum Thema Sexualität auseinandersetzen? Welches Verhalten fällt unter die kindliche Neugier und an welchen Stellen muss zum Schutz der Mädchen und Jungen eingegriffen werden?

Auf der Fachtagung werden Grundlagen zu kindlicher Sexualität und der Bedeutung der Familie für die sexuelle Entwicklung vermittelt. Wie mit alltäglichen Herausforderungen in Kindertageseinrichtungen umgegangen werden kann und was sexualpädagogische Konzepte in dem Zusammenhang leisten sollten wird am Nachmittag erarbeitet.

22. Januar 2020
70,- € (inkl. Verpfelgung)
Pavillon | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A2010

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