Kindliche Sexualität

Zwischen Elternwille und Pädagogik

Menschen sind von Geburt an sexuelle Wesen – wobei sich die kindliche Sexualität grundlegend von der der Erwachsenen unterscheidet: Mit allen Sinnen und Körperteilen wahrnehmen und begreifen ist ein wesentlicher Teil der kindlichen Neugier. In den ersten Lebensjahren sind vor allem die Eltern am prägendsten für die Entwicklung der kindlichen Sexualität, denn ihre Einstellungen und ihr Umgang wirken sich bis ins Jugendalter aus. Kinder lernen, wie im Familienalltag mit Nacktheit und körperlicher Nähe umgegangen wird, wie sich angenehme und unangenehme Berührungen anfühlen und ob ihre körperlichen Grenzen akzeptiert werden.

Außerhalb der Familie ist die Thematisierung von Sexualität auch in Einrichtungen für Kinder an der Tagesordnung. Fachkräfte müssen aufgrund heterogen zusammengesetzter Gruppen häufig flexibel und schnell reagieren können: Was antworte ich auf explizite Fragen zu Körper und Sexualität? Wie weit muss ich mich mit den Einstellungen der Eltern zum Thema Sexualität auseinandersetzen? Welches Verhalten fällt unter die kindliche Neugier und an welchen Stellen muss zum Schutz der Mädchen und Jungen eingegriffen werden?

Auf der Fachtagung werden Grundlagen zu kindlicher Sexualität und der Bedeutung der Familie für die sexuelle Entwicklung vermittelt. Wie mit alltäglichen Herausforderungen in Kindertageseinrichtungen umgegangen werden kann und was sexualpädagogische Konzepte in dem Zusammenhang leisten sollten wird am Nachmittag erarbeitet.

22. Januar
70,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Kulturzentrum Pavillon | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A2010

» weitere Informationen

 

Nur wer sich schätzt, will sich schützen!

STI-Prävention im Kontext der Vermittlung von sexueller Selbstbestimmung

Das Thema „Sexuell übertragbare Infektionen“ (STI) ist mit den gesellschaftlichen Mo­ralvorstellungen über Sexualität und irreführenden Missverständnissen, Mythen und Vorurteilen verknüpft. Doch nur das Wissen um die Übertragungswege und Schutz­maßnahmen für die individuelle Form ausgelebter Sexualität kann Jugendlichen den Weg zu einem vera ntwortu ngsvol len Umgang mit sich und ihren Partnern bereiten. Wie kann eine zeitgemäße Aufklärungsarbeit aussehen, die Unterschiede berücksichtigt, wertschätzt und gleichzeitig Vorurteile abbaut? Im Rahmen des Seminars werden Zu­gänge zur Förderung der sexuellen Selbstbestimmung diskutiert, Methoden erprobt und mit aktuellen Fakten zu sexuell übertragbaren Infektionen ergänzt.

25. Februar
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A2020

» weitere Informationen

 

Körper und Sexualität in der Jugendarbeit

Viel Theater um Körper und Sex?

Mädchen und Jungen machen unterschiedliche Erfahrungen mit ihrem sich verän­dernden Körper in der Pubertät. Ab diesem Zeitpunkt werden sie zudem als sexuelle Personen wahrgenommen und nehmen selbst auch andere so wahr. Erwachsene Be­zugspersonen stehen nun besonders vor der Herausforderung, die eigene Geschlechts­rolle in Bezug auf ihr Klientel zu reflektieren.

Wie dies den pädagogischen Alltag be­einflusst, welche Grenzen (neu) gesetzt werden müssen und wie viel Nähe zulässig ist, wird in diesem Seminar diskutiert. Hierzu werden neben sexualpädagogischen Hin­weisen auch Methoden aus der theaterpädagogischen Körperarbeit einbezogen, die in der Arbeit mit Jugendlichen eingesetzt werden können.

1. und 2. Juli
Seminar, 2-tägig
200,- € (inkl. Unterkunft und vegetarischer Verpflegung)
Waldschlösschen, Göttingen

Anmeldung | Buchungsnummer: A2030

 

Hauptsache perfekt?!

Selbstinszenierung von Frauen und Mädchen in den sozialen Medien.
Die medien- und sexualpädagogische Einschätzung zum Aufwachsen von Mädchen

lnfluencerinnen sind Vorbilder der aktuell aufwachsenden Generation. Sie erscheinen authentisch, selbstbestimmt und nehmen ihre Fans bis in die intimen Bereiche ihrer Privatsphäre mit. Oft wird von den weiblichen lnstagram-Stars ein veraltet anmuten­des Bild von Frau-Sein inszeniert, das sich zu einem fragwürdigen Vorbild für Mädchen entwickelt hat.

Im Seminar werden Impulse gegeben, wie es im pädagogischen Kon­text gelingt, sich mit Mädchen emanzipatorisch mit der stereotypen Darstellung der Frau in den sozialen Netzwerken auseinanderzusetzen. Dazu wird der Blick auch auf solche lnfluencerinnen gerichtet, die sich kritisch dazu positionieren.

30. September
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M2040

 

Kindliche Sexualität

Das Thema Sexualität ist in Kindertageseinrichtungen ständig präsent. Fachkräfte müssen aufgrund heterogen zusammengesetzter Gruppen häufig flexibel und schnell reagieren können: Was antworte ich auf explizite Fragen zu Körper und Sexualität? Wie weit muss ich mich mit den Einstellungen der Eltern zum Thema Sexualität ausein­andersetzen? Welches Verhalten fällt unter die kindliche Neugier und an welchen Stel­len muss zum Schutz der Mädchen und Jungen eingegriffen werden? Muss ich bei Doktorspielen intervenieren?

In dem Seminar werden Grundlagen zu kindlicher Sexu­alität und Entwicklung vermittelt. Wie mit alltäglichen Herausforderungen in Kinder­tageseinrichtungen umgegangen werden kann wird vor diesem Hintergrund erarbeitet und diskutiert.

6. Oktober
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A2040

 

Darf ich das überhaupt?

Verbote, Grenzen und Stolpersteine in der sexualpädagogischen Arbeit

Dürfen zwei Jugendliche zusammen in einem Zimmer übernachten? Muss ich Mäd­chen ab einem bestimmten Alter die Pille verschreiben lassen? In der Praxis herrschen in konkreten Situationen oft große Bedenken, wie mit der Sexualität von Jugendlichen umgegangen werden soll. Aus Unsicherheit oder aus einem Schutzbedürfnis heraus resultieren dann Verbote, die den Jugendlichen allerdings wichtige Erfahrungen vor­enthalten können. Die Frage, in welchen Situationen Mädchen und Jungen klar ge­setzte Grenzen brauchen und was verhandelbar ist, muss immer wieder neu in den Ein­richtungen diskutiert werden.

Das Seminar beschäftigt sich mit den rechtlichen Rah­menbedingungen und konkreten Fragen aus der Praxis. Gleichzeitig wird es darum ge­hen, den pädagogischen Blick auf die Situationen nicht zu verlieren und sich mit der ei­genen Haltung auseinanderzusetzen.

24. November
Seminar
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A2050

 

Digitale Spiele

Jahrestagung

Kinder und Jugendliche erleben viel Spaß bei der Beschäftigung mit Computerspielen. Pädagogische Fachkräfte hingegen stehen vor vielen Fragen: Wie begegne ich den Kin­dern, die sich mit Spielen beschäftigen, die nicht altersgerecht sind und wie berate ich die Eltern? Wie kann ich Jugendliche darin unterstützen, weniger exzessiv zu spielen? Welche Möglichkeiten bietet die virtuelle Realität für die Jugendarbeit und welche Ge­fahren birgt die neue Technologie? Wie kann ich die Beschäftigung mit digitalen Spie­len in meiner Einrichtung begleiten? Welche medienpädagogischen Projekte haben sich in der Praxis bewährt?

Die Jahrestagung beleuchtet aktuelle Entwicklungen (Virtual Reality, eSports) in den digitalen Spielwelten von Mädchen und Jungen. Neben dem Verständnis für die belieb­te Freizeitbeschäftigung werden auch aktuelle Risiken in den Fokus gerückt: Glücks­spielmechanismen und Gaming Disorder. Weitere aktuelle Herausforderungen rund um die Computerspielewelten liegen in der Einordnung von Online- und Offlineinhalten in unterschiedliche Jugendschutzsysteme, als auch in Fragestellungen, die sich aus dem Bereich des Daten- und Verbraucherschutzes ergeben.

3. Dezember
Jahrestagung
80,- € (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports | Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J2030