Eltern-Medien-Trainer Fortbildung

In vier zweitägigen Bausteinen werden pädagogische Fachkräfte über Medieninhalte, Medienwirkungen und Jugendschutzaspekte informiert. Computerspiele werden aus­probiert, Film- und Fernsehinhalte gesichtet und einige Apps auf dem Smartphone erkundet.

Einen großen Raum nimmt die Erprobung methodischer Ansätze zur Durch­führung der Elternkurse ein sowie die Reflektion über die eigene Haltung, mit der die Referierenden Müttern und Vätern begegnen werden.

Ziel der Fortbildung ist es, Päda­goginnen und Pädagogen in die Lage zu versetzen, selbstständig medienpädagogische Elternabende in Niedersachsen durchzuführen.

2021

21. und 22. Januar
25. und 26. Februar
15. und 16. April
15. und 16. Juli

9. Eltern-Medien-Trainer-Fortbildungkurs
500,- € (inkl. Verpflegung und Übernachtung)
Stephansstift, Hannover und Heimvolkshochschule Springe

Zur Zeit sind keine Plätze mehr frei. Bei Interesse können Sie sich auf die Warteliste für einen weiteren ELMET-Kurs setzen lassen. Ausschreibung und Termine folgen, sobald diese feststehen.

Anmeldung für die Warteliste | Buchungsnummer: M2110

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Kinder, die auf Handys starren

LJS: Online-SeminarOnline-Nutzung von Mädchen und Jungen

Viele Grundschulkinder besitzen mittlerweile ein eigenes Smartphone und wachsen im Gegensatz zur Erwachsenengeneration selbstverständlich mit den digitalen Endgeräten auf. Neben den vielen Möglichkeiten, die das Smartphone bietet, stehen Mädchen und Jungen auch vor vielen Herausforderungen: Die Kommunikation unter Gleichaltrigen ist intensiver und vielfältiger geworden. Messengerdienste wie Threema, WhatsApp und Co. ermöglichen einerseits einen engeren Kontakt zwischen Familienmitgliedern und Freunden. Andererseits steigt der Kommunikationsstress, weil zahlreiche Nachrichten beantwortet werden wollen oder Konflikte im Gruppenchat entstehen.

Mädchen und Jungen, die ihr Smartphone weitestgehend unbegleitet und nicht reglementiert nutzen dürfen, können auf verängstigende, schockierende, selbstgefährdende Inhalte oder auf Einstellungen und Verhaltensweisen stoßen, die verrohen und diskriminieren. Ebenso kann die Unerfahrenheit von Kindern durch manipulierende Werbung, Kostenfallen oder das Ausspionieren persönlicher Daten ausgenutzt werden. In der heutigen Onlinewelt bieten Alterskennzeichen als bekannte und verlässliche Währung des Jugendschutzes keine eindeutige Orientierung mehr, daher ist die Begleitung der Eltern umso wichtiger.

Im Fokus des Online-Seminars steht der Medienumgang von Kindern im Grundschulalter und in der Vorpubertät. Neben den Informationen über das Mediennutzungsverhalten, werden Methoden für die pädagogische Arbeit vorgestellt und in Kleingruppen (Breakout-Sessions) ausprobiert: Welche Regeln sollten in WhatsApp-Gruppen eingeführt werden, welche Jugendschutzeinstellungen kann ich auf dem Smartphone aktivieren, wie kann ich mit Mädchen und Jungen zum Thema In-App-Käufe oder Datenschutz ins Gespräch kommen.

Die Veranstaltung wird als Zoom-Konferenz durchgeführt. Technische Voraussetzungen für die Teilnahme sind: PC/Laptop mit Internetzugang, Headset ODER ein Mikro und Kopfhörer, Webcam (optional).

9. Februar

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2120

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Digitales Kinderzimmer

LJS: Online-SeminarDie Nutzung von Smartphone, Tablet, Sprachassistenten und Co. ist für jüngere Kinder durch die Berührungs- bzw. Sprachsteuerung keine große Herausforderung. Vermehrt erobern innovative, smarte und digitale Spielzeuge die Kinderzimmer. Da digitale Medienumgebungen neben der Konfrontation mit nicht altersgerechten Inhalten auch das Risiko bergen, die Privatsphäre von Kindern zu missachten, werden die Kernfragen des Jugendmedienschutzes in Kleingruppen (Breakout-Sessions) diskutiert.

Ziel der Online-Fortbildung ist es, eine reflektierte Haltung zur kindlichen Mediennutzung zu entwickeln und sie im pädagogischen Alltag umzusetzen.

20. April

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2140

 

Heute schon gespielt?

Kinder und Jugendliche erleben viel Spaß bei der Beschäftigung mit digitalen Spielen. Pädagogische Fachkräfte hingegen stehen vor vielen Fragen: Wie begegne ich den Kin­dern, die sich mit Spielen beschäftigen, die nicht altersgerecht sind und wie berate ich die Eltern? Welche Veränderungen birgt das neue Jugendschutzgesetz hinsichtlich der lnteraktionsrisiken rund um die digitalen Spiele? Wie kann ich Jugendliche darin unter­stützen, weniger exzessiv zu spielen? Warum sind Plattformen wie YouTube, Twitch oder Discord so attraktiv für Mädchen und Jungen?

Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte und gibt Einblicke in die Com­puterspielewelten von Mädchen und Jungen. Darüber hinaus gibt es Raum, um über diese Fragen miteinander ins Gespräch zu kommen. In Praxisphasen besteht die Möglichkeit, einige digitale Spiele an unterschiedlichen Spielekonsolen selbst auszu­probieren.

Das Seminar ist als Präsenzveranstaltung geplant, findet bei Bedarf jedoch onIine statt.

14. September
Seminar
80,- € (inkl. vegetar. Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M2150

 

Digitale Gewalt- Reale Sorgen

LJS: Online-SeminarDigitale Räume gehören zur Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen selbstver­ständlich dazu. Sie informieren sich und recherchieren im Internet, posten und kom­mentieren in den sozialen Netzwerken – und werden dabei nicht selten mit Belei­digungen und anderen Formen von Grenzverletzungen und Gewalt konfrontiert. Die Folgen dieser Erfahrungen sind keineswegs virtuell, sondern in der Regel völlig real. Digitale Gewalt verursacht analoge Sorgen – für Betroffene ebenso wie für pädagogi­sche Fachkräfte. Was bedeutet es, wenn Kinder und Jugendliche ungewollt und unvor­bereitet auf Hate Speech und digitale Diskriminierung treffen? Was löst es in ihnen aus, wenn sie selbst attackiert werden?

Die beständige Herausforderung für Eltern, Fach­kräfte, Schule, Jugendhilfe lautet nach wie vor: Wie können wir schützen, ohne einzu­schränken? Was brauchen junge Menschen, um Risiken zu erkennen und Verletzungen zu vermeiden? Was können (Gewalt-) Prävention und (Medien-) Pädagogik im digitalen Alltag leisten? Diesen Fragen wird die Tagung – online – nachgehen.

14. Oktober

LJS: Online-Seminar Online-Tagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2130

 

LAN-Party für Eltern

Das Spielen an Konsole oder Smartphone kann zum alltäglichen Streitpunkt in der Fa­milie werden, wenn ln-App-Käufe den Rahmen des Taschengeldes sprengen oder Mädchen und Jungen in Spielechats Kontakte knüpfen, bei denen sich kein gutes Ge­fühl einstellt. Digitale Spiele fordern Mütter und Väter heraus, den Anschluss an rasan­te technische Innovationen nicht zu verlieren und gleichzeitig Vorbild und Vertrauens­person für die eigenen Kinder zu bleiben.

Wie ein guter Weg zwischen rigiden Verboten und „laufen lassen“ aussehen kann, erfahren Eltern auf der LAN-Party. An zahlreichen Stationen können Mütter und Väter die digitalen Spielewelten von Mädchen und Jun­gen selber ausprobieren, um zu erfahren, warum diese so bedeutsam für ihre Kinder sind.

11. November
Lan-Party
kostenlos
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M2160

 

Gefällt mir! Wie Kinder-lnfluencer*innen mit Likes gute Geschäfte machen

LJS: Online-SeminarDas Geburtstagsvideo einer Neunjährigen, ein Junge, der vor laufender Kamera Spiel­zeug auspackt, Geschwister, die Süßigkeiten testen – das sind sogenannte Kinder­lnfluencer*innen. Sie erzählen in den sozialen Netzwerken aus ihrem Leben und we­cken wegen einer steigenden Anzahl von Followern das Interesse der Industrie. Denn mit Klicks lässt sich gutes Geld verdienen. Hinter den kleinen Stars stehen oftmals ganze Familien, die dafür sorgen, dass der YouTube- oder TikTok-Kanal erfolgreich ist und auch bleibt.

Das Online-Seminar gibt Einblicke in die Welt der Kinder-lnfluen­cer*innen und thematisiert ihre Schattenseiten: Freizeitbeschäftigung vs. Arbeit von Minderjährigen, Schutz der Persönlichkeitsrechte und das Ausnutzen der Unerfahren­heit von Kindern.

17. November

LJS: Online-Seminar Online-Seminar

60,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: M2170

 

Jugendliche und Pornografie – immer noch ein Thema?!

Jahrestagung

LJS: Online-SeminarPornografische Inhalte sind durch das Internet einfach zugänglich und gehören zum Medienrepertoire der meisten Jugendlichen. Der Wunsch nach Stimulation steht dabei meist im Vordergrund, nebenbei werden aber auch Rollenbilder und Normen vermit­telt. Das Bild von Frauen als willige Objekte zur Befriedigung von omnipotenten Män­nern ist dabei eine gängige Variante der Darstellungen – welche sowohl bei Mädchen und Jungen Druck und nicht-erfüllbare Erwartungen erzeugen können.

Aus Jugendschutzsicht stellen sich rund um die Pornografienutzung Jugendlicher zahl­reiche Fragen: Brauch! es mehr Regulierungsmöglichkeiten, um Jugendlichen den Zu­gang zu pornografischen Inhalten zu erschweren? Oder sollte ein eigenverantwortlicher Umgang auch mit diesen Medieninhalten befördert und gar begleitet werden? Sind sich Jugendliche über Konsequenzen bewusst, wenn sie pornografisches Material ver­schicken?

Die Jahrestagung lenkt den Blick auch auf weitere Darstellungen von Sexualität und mögliche Einflüsse auf Jugendliche und diskutiert Fragen wie: Was macht die allseits präsente Werbung für Sexspielzeug mit sexuell unerfahrenen Mädchen und Jungen? Welche Auswirkungen haben knapp bekleidete Frauen in Musikclips oder sexualisierte Casting- oder Datingshows auf die sexuelle Entwicklung?

7. Dezember

LJS: Online-Seminar Online-Jahrestagung

70,- €

Anmeldung | Buchungsnummer: J2140