Hauptsache Action!

Die Beschäftigung mit digitalen Spielen ist bei Jung und Alt beliebt. Mit Spiele-Apps auf dem Smartphone vertreiben sich Mädchen und Jungen auf dem Weg zur Schule oder beim Warten auf. Innerhalb weniger Minuten verbannt die fesselnde Ablenkung die Langeweile aus dem Alltag und erfordert dabei Konzentration und Geschicklichkeit. Spiele wie Fortnite, Brawl Bros., Clash Royale, Hayday oder Roblox lassen die täglichen Probleme und Herausforderungen schnell vergessen.

Die ständige Verfügbarkeit von Online-Spielen führt mitunter da-zu, dass Mädchen und Jungen mehr Zeit in den digitalen Spiel-welten verbringen als ihnen gut tut. Das kann zu Konflikten im Elternhaus führen, da die schulischen Leistungen darunter leiden können oder das Familienleben vernachlässigt wird. Die Fortbildung führt pädagogische Fachkräfte in die aktuellen Spielwelten von Kindern und Jugendlichen ein und vergleicht sie mit früheren Spielwelten. Die unterschiedlichen Alterskennzeichen und die Verfahren zur Klassifizierung werden erläutert. Es werden pädagogische Handlungsstrategien im Umgang mit den digitalen Spielwelten erarbeitet und Konzepte vorgestellt, die eine kritische Auseinandersetzung unter Mädchen und Jungen zum Thema digitale Spiele befördern.

Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre Handys mitzubringen. W-LAN ist vor Ort vorhanden.

Seminare für pädagogische Fachkräfte

21.10.2019 in Lüneburg
Freiraum Lüneburg | Salzstraße 1 | 21335 Lüneburg
Referent: Jens Wiemken, Medienpädagoge Vechta
Anmeldung | Buchungsnummer: M1941

22.10.2019 in Oldenburg
PFL Oldenburg | Peterstraße 3 | 26122 Oldenburg
Referent: Jens Wiemken, Medienpädagoge Vechta
Anmeldung | Buchungsnummer: M1942

29.10.2019 in Göttingen
Seminarhaus Göttingen | Groner Landstraße 3 | 37073 Göttingen
Referent: Philipp Dubberke, Medienpädagoge Bielefeld
Anmeldung | Buchungsnummer: M1943

Aufgrund der praktischen Arbeitseinheit stehen für diese Seminare jeweils nur 12 Plätze zur Verfügung. Durch die Unterstützung des Niedersächsischen Sozialministeriums ist die Seminarteilnahme inkl. vegetarischer Verpflegung kostenfrei.

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Kinder, die auf Handys starren

Mediennutzung von Kindern

Aktuell wächst eine Generation heran, die selbstverständlich mit dem Smartphone groß wird, digital lernt, kommuniziert und lebt. Bekamen Kinder noch vor einigen Jahren zum Wechsel in die weiterführende Schule ein eigenes Smartphone, besitzen jetzt schon zahlreiche Grundschulkinder ein eigenes Gerät. Der mobile Alleskönner in der Hosentasche birgt neben den Möglichkeiten auch Risiken.

Mädchen und Jungen können mit verängstigenden oder schockierenden Inhalten konfrontiert werden. Sie können im Internet auf Einstellungen und Verhaltensweisen treffen, die verrohen, diskriminieren und selbstgefährden. Ebenso kann die Unerfahrenheit von Kindern durch manipulierende Werbung, Kostenfallen oder das Ausspionieren persönlicher Daten ausgenutzt werden.

Die Referentinnen und Referenten der Fachtagung werfen einen Blick auf den Medienumgang von Kindern und legen den Fokus auf die Gruppe, die sich dort eher unsicher und unreflektiert bewegt. Denn diese Kinder brauchen neben den Eltern auch die Unterstützung von pädagogischen Fachkräften, damit sie sich souverän und selbstbewusst in den Onlinewelten bewegen können.

5. November
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Freizeitheim Vahrenwald, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1950

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LAN-Party für Eltern

Lootboxen, Multiplayer Online Battle Arena, lol oder Skins sind Begriffe, die vielen Eltern fremd sind – für jugendliche Zocker gehören sie zur Alltagssprache. Obwohl der Drang nach Computerspielen bei Kindern und Jugendlichen ungebrochen groß ist, wissen viele Eltern nicht, warum einige Spiele eine so große Faszination ausüben. Sie sind besorgt, weil ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legt und befürchten, dass sich der Konsum negativ auf die schulischen Leistungen auswirkt und sich sogar ein suchtartiges Verhalten entwickeln könnte.

Auf einer LAN-Party können Eltern die Computerspielewelten von Mädchen und Jungen an zahlreichen Stationen selber ausprobieren, um zu erfahren, warum die Spiele so bedeutsam für ihre Kinder sind. Wichtig ist, dass Eltern mit ihren Kinder im Gespräch bleiben, um gemeinsam einen guten Mittelweg zwischen rigiden Verboten und „einfach laufen lassen“ zu finden.

14. November
LAN-Party
kostenlos
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1960

 

Grenzenloses Spielvergnügen?!

Der medienpädagogische und suchtpräventive Blick auf die exzessive Computerspielnutzung

Abenteuer erleben, Spaß haben und sich mit anderen messen sind die zentralen Motive von Kindern und Jugendlichen für die Beschäftigung mit digitalen Spielen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer exzessiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern.

Das zweitägige Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein. Neben der Möglichkeit, digitale Spiele selbst auszuprobieren, werden Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt und Handlungsstrategien vorgestellt, um mit Mädchen und Jungen, die ein problematisches Spielverhalten haben, ins Gespräch zu kommen.

27. und 28. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)

Anmeldung | Buchungsnummer: M1970

 

Permanent Präsent – Sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen

Jahrestagung

Im Jugendalter ist die Wahrscheinlichkeit, mit Gewalt konfrontiert zu werden, besonders hoch. Das gilt auch für sexuelle Übergriffe. Grenzverletzungen wie verbale Belästigungen oder der Missbrauch von intimen Fotos sind sehr häufig. Aber auch körperliche Attacken bis hin zu strafrechtlich relevanten Handlungen passieren nicht selten.

Die Auseinandersetzung mit den Entstehungsbedingungen und Risikofaktoren zeigt, dass Übergriffe unter Jugendlichen vielfach aufgrund von Missverständnissen und Fehleinschätzungen zustande kommen. Irreführende Rollenklischees über Männer, die erobern und Frauen, die erobert werden wollen, tragen zu solchen Missverständnissen ebenso bei wie eine offene oder latente Abwertung von Jungen und Mädchen, die sich nicht entsprechend dieser Vorstellungen verhalten – und als „Pussy“, „Schlampe“ oder „Schwuchtel“ diskriminiert werden. Auch kulturelle Unterschiede können zu Problemen führen.

Die Arbeit mit zugewanderten Jugendlichen aus Gesellschaften oder religiösen Traditionen, in denen patriarchale Vorstellungen gelten und sexuelle Gewalt verharmlost wird, ist in diesem Kontext eine aktuelle Herausforderung für pädagogische Fachkräfte.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1930

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