Hauptsache Action! Computerspiele in der pädagogischen Arbeit

Seminare für pädagogische Fachkräfte

Mit Computerspielen beschäftigen sich Kinder und Jugendliche gerne in ihrer Freizeit. Während das Spielen auf dem Smartphone bei Mädchen und Jungen gleichermaßen beliebt ist, sind es bei digitalen Spielen via Spielekonsole und PC nach wie vor mehr Jungen, die von den virtuellen Spielewelten fasziniert sind.

Ausgangspunkt für diese Seminare bilden die positiven und pro­blematischen Aspekte des Computerspielens. Wir möchten päda­gogische Fachkräfte motivieren, in die praktische Medienarbeit einzusteigen. Anhand bereits erprobter Konzepte wird in unter­schiedliche Schwerpunkte eingeführt. Im Mittelpunkt stehen Ein­blicke in unterschiedliche Spiele und die Einführung in die Kon­zepte, die im Anschluss an die Fortbildung für die Arbeit mit Mäd­chen und Jungen zum Thema Computerspiele genutzt werden können. Denn ein Projekttag in der Schule oder ein Workshop im Jugendzentrum zum Thema Computerspiele kann einen Rahmen schaffen, um mit Mädchen und Jungen über die positiven und negativen Folgen des Konsums ins Gespräch zu kommen.

Die Konzepte sind methodisch abwechslungsreich gestaltet: Kleingruppenarbeitsphasen wechseln sich mit dem Einsatz kurzer Videospots und Diskussionen im Plenum ab. Die Arbeitsmateria­lien beinhalten eine Themen- und Zeitstruktur und eignen sich für den drei- bis vierstündigen Einsatz.

Es kann zu folgenden Themen gearbeitet werden: Online- und Offline-Spiele, Faszination und Spielspaß, Alterskennzeichen, Da­tenschutzbestimmungen, ln-App-Käufe, das Erstellen von Let’s Play Videos und die Welt der YouTube-Stars.

11. September 2018 in Braunschweig, Brunsviga | Buchungsnummer: M1880

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Aufgrund der praktischen Arbeitseinheit stehen für dieses Seminar nur 12 Plätze zur Verfügung. Durch die Unterstützung des Niedersächsischen Sozialministeriums ist die Seminarteilnahme inkl. vegetarischer Verpflegung kostenfrei.

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Digitale Spuren

Online-Nutzung von Mädchen und Jungen

Jugendliche nutzen eine breite Palette von Apps und andere Online-Angebote auf ihren Smartphones. Die absoluten „Must Haves“ liegen in den Bereichen Kommunikation, Foto- und Videoplattformen, digitale Spiele sowie Film- und Musikstreaming. Das Agieren von Mädchen und Jungen in Onlinewelten geht aber nicht nur mit positiven Effekten einher. Denn das Internet bietet auch viele Möglichkeiten, seinen Aggressionen
freien Lauf zu lassen oder über gezielte Falschmeldung Meinung zu machen. Viele App-Anbieter stellen den Nutzern ihr Angebot kostenfrei zur Verfügung, ihr Mehrwert liegt im Sammeln und Auswerten von Daten, im Generieren von nutzerspezifischer Werbung und bei In-App-Käufen. Nicht allen Kindern und Jugendlichen sind diese Risiken bewusst.

Deshalb ist es wichtig, dass pädagogische Fachkräfte Ansprechpartner sind und Angebote machen, die Kinder und Jugendliche für ein kritisches und selbstbestimmtes Handeln im Internet motivieren. Neben aktuellen Forschungsbefunden stehen Konzepte und praktische Erfahrungen aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
im Mittelpunkt der Workshop-Tagung.

17. Oktober
Workshop-Tagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1850

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Grenzenloses Spielvergnügen? – Exzessive Computerspielnutzung

Aus Sicht der Medienpädagogik und Suchtprävention

Abenteuer erleben, Spaß haben und sich mit anderen messen sind die zentralen Motive von Kindern und Jugendlichen für die Beschäftigung mit digitalen Spielen. Zum Problem wird die mediale Beschäftigung, wenn der Konsum immer weiter steigt und sich zu einer krankheitsrelevanten Abhängigkeit entwickelt. Die Frage, wann aus einer exzessiven Nutzung digitaler Spiele eine Sucht erwächst, beschäftigt pädagogische
Fachkräfte ebenso wie besorgte Eltern.

Das zweitägige Seminar führt aus medienpädagogischer sowie suchtpräventiver Sicht in das Thema ein. Neben der Möglichkeit, digitale Spiele selbst auszuprobieren, werden Präventionsmöglichkeiten aufgezeigt und Handlungsstrategien vorgestellt, um mit Mädchen und Jungen, die ein problematisches Spielverhalten haben, ins Gespräch zu kommen.

26. und 27. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1860

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LAN-Party für Eltern – Action und Abenteuer

Computerspielewelten erleben und verstehen

Viele Eltern wissen nicht, warum ihre Kinder von Spielen wie „Minecraft“ oder „League of Legends“ so fasziniert sind oder warum ihr Nachwuchs das Smartphone mit den Spiele-Apps kaum aus der Hand legen kann. Sie sind besorgt, weil sie die Wirkung gewalthaltiger Spiele auf ihre Kinder schlecht einschätzen können. Auch die mitunter intensive Beschäftigung mit den digitalen Spielen lässt Eltern befürchten, dass sich eine exzessive Spielephase zu einem suchtartigen Verhalten entwickeln kann.

Wir laden Eltern und andere pädagogisch Interessierte an diesem Abend ein, sich mit den Computerspielen von Mädchen und Jungen praktisch auseinanderzusetzen. An zahlreichen Stationen können Mütter und Väter die Computerspiele selbst ausprobieren, die Virtual Reality-Brille kennenlernen und sich anhand zweier Vorträge über die Möglichkeiten und Risiken im Zusammenhang mit digitalen Spielen informieren.

7. November
LAN-Party
kostenlos
Akademie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: M1870

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„Du willst es, du kriegst es“

Ist eine Erziehung zum Verzicht möglich?

Ich sehe, was du siehst, was du hörst, was du isst. Ich beobachte, was du kaufst, ich weiß, was du bist – oder sein willst. Durch das Hinterlassen von Datenspuren sind junge Menschen noch interessanter für die Wirtschaft geworden. Auch für das Funktionieren von sozialen Netzwerken und innerhalb von Peer Groups ist das Veröffentlichen der Konsummuster scheinbar lebenswichtig.

Fragt man Jugendliche nach ihrem Berufswunsch, wird nicht selten YouTuberin oder Fußballer gesagt – Hauptsache schnell reich. Geld haben und ausgeben können scheint eine neue Schlüsselqualifikation zu sein. Der Druck ist groß, gerade für Kinder und Jugendliche, dazuzugehören, mit dem richtigen Kopfhörer, dem angesagten Spiel und der abgefahrenen Klamotte. Wenn die meisten Kinder bereits in der Grundschule ein eigenes Smartphone besitzen, Turnschuhe für 200 Euro selbstverständlich sind und schon 6-Jährige beim Friseur gestylt werden, ist Kritik an diesem Konsumverhalten nicht gern gesehen.

Ein vermeintlich auf individuelle Bedürfnisse ausgerichteter Markt, der Produkte passgenauals Dauerwerbeeinblendung ins Leben spiegelt, lässt eine pädagogisch motivierte Konsumerziehung als Spielverderber und Zerstörer identitätsstiftender Handlungen erscheinen.

Was kann aus pädagogischer Sicht getan werden, um Kindern wie Jugendlichen ihre
individuellen Stärken jenseits des Konsumdrucks erlebbar werden zu lassen? Und was ist mit denjenigen, die sich das alles nicht leisten können? Deren Taschengeld oder Lohn nicht ausreicht und die sich vielleicht dann unrechtmäßig nehmen, was andere mühelos bekommen? Was ist mit jenen, die sich ausgeschlossen und wertlos fühlen? Und mit denen, die sich das nicht leisten wollen? Die „containern“ oder aus Sorge um die Vernichtung von Ressourcen auf Konsum bewusst verzichten? Sind das Einzelfälle? Dienen sie als Vorbilder?

Mit der Tagung möchten wir der Frage nachgehen, welche Funktion der Konsum für Mädchen und Jungen hat, was es bedeutet, wenn man aufgrund von Armut nicht mithalten kann oder aus Überzeugung nicht mithalten will und wie eine Auseinandersetzung über problematische Konsummuster geführt werden muss.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1830

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