Antimuslimischer Rassismus bezeichnet die Abwertung, Ausgrenzung oder Diskriminierung von Menschen aufgrund einer tatsächlichen oder zugeschriebenen muslimischen Religionszugehörigkeit. Dabei werden Personen häufig pauschal bestimmte Eigenschaften, Einstellungen oder Verhaltensweisen zugeschrieben, unabhängig davon, ob sie religiös sind oder sich selbst als Muslim*innen verstehen. Antimuslimischer Rassismus wirkt auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene, etwa durch Vorurteile, Benachteiligungen oder Hasskriminalität. Für die pädagogische Praxis ist es wichtig, entsprechende Diskriminierungserfahrungen wahrzunehmen, stereotype Darstellungen zu reflektieren und eine diskriminierungssensible Haltung zu fördern. Der Begriff wird in der Rassismusforschung verwendet, um deutlich zu machen, dass sich die Abwertung häufig nicht allein gegen eine Religion richtet, sondern gegen Menschen, die als „muslimisch“ markiert werden.

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