Glossar

 

Gewalt

Medien

Mobbing App
Rassismus Cybermobbing
Rechtsextremismus Datenschutz
Sexueller Missbrauch von Kindern Flimmo
Sexueller Missbrauch von Jugendlichen FSF
Sexuelle Übergriffe FSK

Sucht

GMK
Betäubungsmittelgesetz Happy Slapping
Crystal Meth Heldenfiguren
Flashback IARC
Legal Highs Immersion
NPS Indizierung
THC JIM-Studie

Sexualität

KIM-Studie
AIDS KJM
HIV Let´s Play-Videos
Pornografie Liken
Sexuelle Vielfalt Mobbing

Rechtliches

Online-Spieleportale
Elternpflicht Selfie
Elternrecht Sexting
Erziehungsbeauftragte Person Smartphone
Personensorgeberechtigte Person(en) Streamen
PG-Regelung Persönlichkeitsrechte

Eltern, Familie, Migration

Posten
Niedrigschwellige Elternarbeit Taschengeldparagraph
Dialogische Gesprächsführung Twitter
Menschen mit Migrationshintergrund Urheberrecht
USK
WhatsApp
Wirkung von Medien
YouNow
YouTube

Gewalt


Mobbing
Als Mobbing bezeichnet man regelmäßiges bzw. sich wiederholendes Schikanieren und seelisches Quälen. Ziel dieser verbalen oder nonverbalen Angriffe ist die Ausgrenzung und das Herausdrängen der Mobbingopfer aus einem bestimmten Bereich, wie z.B. der Schule. Findet Mobbing (auch) online statt, spricht man auch von Cybermobbing.



Rassismus

Rassismus bedeutet: Allen Menschen werden aufgrund ihrer Hautfarbe oder ethnischen Herkunft bestimmte Eigenschaften, Charakterzüge oder Fähigkeiten zugeschrieben. Rassismus ignoriert die Individualität von Menschen und beurteilt sie vor allem als Angehörige einer Gruppe oder Kultur. Dabei wird die eigene Gruppe oder Kultur in der Regel als höherwertig betrachtet und hiermit die Benachteiligung anderer Gruppen gerechtfertigt.



Rechtsextremismus

Der Begriff bezeichnet Einstellungen, in denen die Gleichwertigkeit aller Menschen abgelehnt und Nationalismus betont wird. Dazu gehören rassistische Überzeugungen (Rassismus), die Betonung des Rechtes des Stärkeren, die Ablehnung demokratischer Prinzipien und die Verharmlosung bzw. Rechtfertigung des Nationalsozialismus. Elemente rechtsextremistischer Einstellungen sind in allen Altersgruppen, nicht nur bei Jugendlichen, zu finden.



Sexueller Missbrauch von Kindern

Mit sexuellem Missbrauch werden sexuelle Handlungen bezeichnet, zu denen Kinder gezwungen oder überredet werden. Erwachsene oder jugendliche Täter nutzen ihre Überlegenheit oder die Unkenntnis und Unerfahrenheit von Kindern aus, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Abhängig von den konkreten Umständen einer Tat wird auch von sexueller Belästigung, sexuellen Übergriffen und sexueller oder sexualisierter Gewalt gesprochen. Sexuelle Handlungen an Kindern sind strafbar: § 174 Strafgesetzbuch (StGB).



Sexueller Missbrauch von Jugendlichen

Als Missbrauch von Jugendlichen (14- bis 17jährige) definiert das Strafrecht (§ 182 StGB) sexuelle Handlungen, bei denen die Zwangslage eines/einer Jugendlichen ausgenutzt wird oder der/die Jugendliche für die sexuelle Handlung bezahlt wird. Auch sexuelle Kontakte zwischen Erwachsenen, die 21 Jahre oder älter sind, mit unter 16-jährigen Jugendlichen können rechtlich als Missbrauch bewertet werden.



Sexuelle Übergriffe

Als sexuelle Übergriffe werden sexuelle Grenzverletzungen und erzwungene sexuelle Handlungen unter ungefähr gleichaltrigen Kindern oder Jugendlichen bezeichnet – im Unterschied zu sexuellem Missbrauch durch ältere Jugendliche oder Erwachsene. Sexuelle Übergriffe sind nicht unbedingt strafbar. Trotzdem können sie für betroffene Kinder und Jugendliche ähnlich belastend sein wie ein sexueller Missbrauch.

Weitere Informationen der LJS:
http://www.jugendschutz-niedersachsen.de/grenzgebiete/


Medien


App

Eine Applikation, kurz App, ist ein Softwareprogramm, das auf ein Smartphone oder Tablet heruntergeladen werden kann. Es gibt zum Beispiel Nachrichten-, Fahrplan- und Spiele-Apps. Bei den Jugendlichen sind vor allem die Apps beliebt, mit denen man sich austauschen und kommunizieren, aber auch spielen kann.

Weitere Informationen der LJS:
Bestelllink Handy ABC (deutsch, arabisch, kurdisch, russisch)



Cybermobbing

Spielt sich Mobbing online ab, zum Beispiel über soziale Netzwerke oder in Chatrooms, spricht man von Cybermobbing. Besonders problematisch an dieser Form des Drangsalierens  ist, dass dem Opfer über die Online-Kanäle rund um die Uhr und ohne eine Möglichkeit des Rückzugs zugesetzt wird.

Weitere Informationen der LJS:
http://cyber-mobbing.jugendschutz-niedersachsen.de/



Datenschutz

Jeder Mensch hat nach Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ein Grundrecht, selbst darüber zu entscheiden, wem er seine persönlichen Daten zugänglich machen will. Der Begriff Datenschutz umfasst den Schutz vor missbräuchlicher Datenverarbeitung, den Schutz des Rechts auf informelle Selbstbestimmung und den Schutz der Privatsphäre.



Flimmo

Flimmo ist eine Programmzeitschrift für Eltern, in der alle wichtigen Sendungen und Fernsehinhalte bewertet werden, mit denen Mädchen und Jungen im Alter von 3 bis 13 Jahren in Berührung kommen können. Die Bewertung beinhaltet fachliche Aspekte, wie Kinder bestimmte Fernsehinhalte wahrnehmen und welche Verarbeitungsprozesse je nach Alter zu erwarten sind. FLIMMO wird redaktionell vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis verantwortet. (www.flimmo.de)



FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen (FSF) vergibt Altersfreigaben für TV-Programme, die den gängigen Freigaben im Jugendschutz entsprechen (ab 0, 6, 12, 16, 18 Jahren). Die FSF fördert durch Veranstaltungen (Medien Impuls),  Medienprojekte und ein Fachmagazin (TV Diskurs) die Auseinandersetzung mit  medienpädagogischen Themen.  (www.fsf.de)



FSK

Die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) organisiert freiwillige Prüfungen von Filmen und Bildträgern, die in Deutschland für die öffentliche Vorführung und Verbreitung vorgesehen sind. Mit den Alterskennzeichen „ab 0, 6, 12, 16 und 18 freigegeben“ existieren verbindliche Freigaben, die für den Kinobesuch oder die DVD-Ausleihe bindend sind. (www.fsk.de)



GMK

Die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) ist ein bundesweiter Zusammenschluss von Fachleuten aus den Bereichen Bildung, Kultur und Medien. Als größter medienpädagogischer Dach- und Fachverband für Institutionen und Einzelpersonen ist die GMK Plattform für Diskussionen, Kooperationen und neue Initiativen. (www.gmk-net.de)



Happy Slapping

Mit dem Begriff werden Handy-Videos und Bilder mit brutalen und gewalthaltigen Inhalten beschrieben.. Das gezielte Schlagen Schwächerer zum Zwecke des Filmens ist als „Happy Slapping“ bekannt. Neben der Körperverletzung ist auch das Filmen und Verbreiten von Gewalttaten verboten (§131 StGB).

Weitere Informationen der LJS:
>> Bestelllink kostenfreie Broschüre „Handy lieb und teuer“ (Klassensatz)



Heldenfiguren

In der Medienlandschaft treffen Mädchen und Jungen auf eine Vielzahl von Heldinnen und Helden. Sie verkörpern Mut, List, Stärke und tragen immer den Sieg davon. Kinder suchen und finden in ihren Heldenfiguren Handlungen und Verhaltensweisen, die ihr eigener Alltag nicht oder nur in Grenzen zulässt.  Helden sind als  Orientierungsfiguren wichtig für die Entwicklung für Kinder.



IARC

International Age Rating Coalition: Internationales System zur Ermittlung von Altersfreigaben. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) vergibt auch Alterskennzeichen für Online-Spiele und Apps. Dies geschieht innerhalb des internationalen IARC-Systems. Die Anbieter einzelner Spiele und Apps ermitteln durch die Beantwortung eines Fragebogens ein entsprechendes Alterskennzeichen (USK ab 0, 6, 12, 16, und 18 Jahren). Bislang sind die Alterskennzeichen im Google Play Store, Windows Store, Firefox Marketplace und im Nintendo eShop zu finden.



Immersion

Mit dem Begriff Immersion wird der Grad des Eintauchens in eine virtuelle Realität bei Computerspielen bei gleichzeitiger Abnahme der Wahrnehmung der eigenen Person bezeichnet. Computerspieler erleben dieses Gefühl unterschiedlich intensiv. Dies hängt vom Spiel, von der Persönlichkeit des Spielers und von der Dauer des Spielens ab. Bei Ego-Shooter- Spielen wird beispielsweise grundsätzlich aus der Sicht der Spielfigur, also der Ich-Perspektive, gespielt. Diese Perspektive ermöglicht einen höheren Grad der Immersion, weil der Spieler die virtuelle Welt  unmittelbar erleben kann.



Indizierung

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ist für das Indizierungsverfahren zuständig. Angeregt wird ein Verfahren, wenn ein bereits veröffentlichter Film oder ein Computerspiel geeignet ist, die Entwicklung von Kindern oder Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu gefährden (§ 18 Abs.1 Jugendschutzgesetz). Medieninhalte, die indiziert worden sind, dürfen im Handel nicht öffentlich verbreitet und nur an Erwachsene auf Nachfrage nach dem entsprechenden Titel abgegeben werden. Darüber hinaus besteht ein Werbeverbot, der Vertrieb über den Versandhandel ist zudem untersagt. (www.bundespruefstelle.de)



JIM-Studie

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest befragt jährlich rund 1.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren zu ihrem Mediennutzungsverhalten. In Telefoninterviews geben die Mädchen und Jungen u.a. Auskunft über ihre Fernsehpräferenzen, Computer- und Internetnutzung, Lieblings-Apps oder darüber, welche Probleme mit der Mediennutzung aufgetaucht sind. (www.mpfs.de)



KIM-Studie

Rund 1.200 Mädchen und Jungen im Alter von 6 – 13 Jahren sowie deren Mütter werden vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest im Rahmen der KIM-Studie mündlich bzw. schriftlich befragt. In der alle zwei Jahre durchgeführten Studie geht es u.a. um die Themenfelder Medienausstattung, Medienfunktion, Computerspiele sowie um die Mediennutzung im familiären Kontext. (www.mpfs.de)



KJM

Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) ist die zentrale Aufsichtsstelle für den Jugendschutz im privaten bundesweiten Fernsehen sowie im Internet. Ihre Aufgabe ist es, für die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen zu sorgen und im Rahmen der regulierten Selbstregulierung die Selbstverantwortung der Anbieter zu fördern. (www.kjm-online.de)



Let´s Play-Videos

Let’s Plays heißen die Youtube-Clips, in denen Spieler ihr Spiel filmen und es kommentieren. Gronkh und Sarazar gehören mit zu den Stars der deutschen Youtuber-Szene. Ihre Let’s Plays werden von Kindern und Jugendlichen abends angesehen. Eigene Let’s Plays sind recht einfach zu erstellen.

LJS-Projektseite Hauptsache Action: http://jugendschutz-niedersachsen.de/Hauptsache-Action/projektinfos.html



Liken

In sozialen Netzwerken werden Beiträge, Fotos oder Videos von anderen als Ausdruck des Gefallens „gelikt“. Bei facebook beispielsweise bedient man sich des gehobenen Daumens. In anderen Netzwerken zeigt die Anzahl der vergebenen Sterne, wie gut dem Nutzer ein Beitrag gefällt.



Mobbing

Als Mobbing bezeichnet man regelmäßiges bzw. sich wiederholendes Schikanieren und seelisches Quälen. Ziel dieser verbalen oder nonverbalen Angriffe ist die Ausgrenzung und das Herausdrängen der Mobbingopfer aus einem bestimmten Bereich, wie z.B. der Schule. Findet Mobbing (auch) online statt, spricht man auch von Cybermobbing.



Online-Spieleportale

Spielaffe.de ist ein typisches Spieleportal im Internet. Dort findet man eine große Anzahl von so genannten Flashspielen, die kostenlos spielbar sind. Man kann Spiele aus verschiedenen Genres wählen oder sich für Angebote entscheiden, die sich eher an Mädchen oder Jungen, Kinder oder Jugendliche richten. Eine Alterskennzeichnung ist dort nicht zu finden.

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Selfie

Selfies sind Selbstportraits, die per Handy mit einer Armeslänge Abstand aufgenommen werden. Selfies erfreuen sich großer Beliebtheit bei Mädchen und Jungen und werden in großem Ausmaß in den sozialen Netzwerken gepostet.



Sexting

Die Kombination von „sex“ und „texting“ ergibt „Sexting“: Mädchen und Jungen posieren leicht bekleidet vor der Kamera, räkeln sich in Unterwäsche oder lassen ihre Muskeln spielen, um ein möglichst erotisches Bild von sich aufzunehmen. Dies wird dann als Liebesbeweis an den Partner oder die Partnerin verschickt oder zum Testen des eigenen „Marktwertes“ in den sozialen Netzwerken gepostet.



Smartphone

Das Smartphone ist ein Mobiltelefon, das mittlerweile über die Funktionalität eines Computers verfügt. Das Smartphone wird u.a. als Fotoapparat, Navigationsgerät, MP3-Player, Fernseher, Radio oder zum Spielen genutzt. Die verschiedenen Kommunikations-Apps auf dem Smartphone dienen der Verständigung unter Gleichaltrigen und in der Familie. Ein zentrales Merkmal des Smartphones ist der berührungsempfindliche Bildschirm.

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Streamen

Eine kontinuierliche Online-Datenübertragung von Video- und Audiodateien bezeichnet man mit „Stream“ oder „Streaming“ (engl. strömen, fließen). Anders als beim Downloaden wird beim „Streaming“ nicht die vollständige Datei auf dem heimischen Rechner heruntergeladen, sondern immer nur Teilstücke. Diese werden beim Anschauen direkt wieder gelöscht, während gleichzeitig weitere Teile geladen werden. Somit erzeugt man rein technisch betrachtet keine vollständige Kopie.



Persönlichkeitsrechte

Das Recht am eigenen Bild oder Bildnisrecht ist eine besondere Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. Es besagt, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht werden. Dieses Recht ist im Kunsturhebergesetz (§22 KUG) verankert. Eine wichtige Ausnahme: Wenn die fotografierte Person nurals Beiwerk, also nebensächlich auf einem Bild mit Häusern, Sehenswürdigkeiten oder Landschaftsaufnahmen zu sehen ist, muss nicht um Erlaubnis gefragt werden.

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Posten

Anglizismus von „To post“ = abschicken, verschicken, versenden. In sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Twitter werden Fotos, Nachrichten oder Kommentare gepostet.



Taschengeldparagraph

Im Bürgerlichen Gesetzbuch §110 ist die Geschäftsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen geregelt. Kinder unter 7 Jahren sind nicht geschäftsfähig. Zwischen 7 und 17 Jahren sind sie beschränkt geschäftsfähig. Das heißt, die gesetzlichen Vertreter – in der Regel die Eltern – müssen zustimmen, damit ein Kauf wirksam wird (§106 BGB).

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Twitter

Online-Kommunikationsplattform, über die Bilder und Textnachrichten mit maximal 140 Zeichen verschickt werden können. Privatpersonen und Organisationen, Unternehmen und Massenmedien nutzen Twitter zur Verbreitung ihrer Nachrichten. Die Kommunikation auf Twitter erfolgt über sogenannte „Tweets“ (englisch to tweet = zwitschern), die nur angemeldete Nutzer erstellen können.



Urheberrecht

Das Urheberrecht bezeichnet das Recht auf Schutz geistigen Eigentums in ideeller und materieller Hinsicht. Das Urheberrecht ist in Deutschland, anders als im Ausland, nicht übertragbar und kann nur vererbt werden (§ 29, § 28 UrhG).

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USK

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist eine freiwillige Einrichtung der Computerspielewirtschaft und zuständig für die Prüfung von Computerspielen in Deutschland. Die USK ist als Selbstkontrolle staatlich anerkannt sowohl in Bezug auf das Jugendschutzgesetz als auch hinsichtlich des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages für den Online-Bereich. (www.usk.de)



WhatsApp

Die beliebteste App bei Kindern und Jugendlichen ist derzeit WhatsApp. Dieser Instant Messenger Dienst ermöglicht die Kommunikation der verschiedenen Betriebssysteme miteinander (iOS, Android, Microsoft und Blackberry). WhatsApp wurde seitens der USK „ab 0 Jahren“ gekennzeichnet.  In den AGB schreibt der Anbieter vor, dass man für die Nutzung mindestens 16 Jahre alt sein muss. Es gibt jedoch keine Kontrolle beim Herunterladen der App.

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Wirkung von Medien

Eine Kernaufgabe des Jugendmedienschutzes ist es, mediale Inhalte auf mögliche beeinträchtigende oder gefährdende Wirkungen hin zu überprüfen und daraus Altersfreigaben oder Sendezeitbegrenzungen abzuleiten. Ängstigung, Gewaltbefürwortung oder die Förderung von Gewalt sowie sozialethische Desorientierung sind gewöhnlich die Kategorien, die bei der Beurteilung von Film- und Fernsehinhalten oder Computerspielen herangezogen werden.



YouNow

YouNow ist ein Live-Streamingdienst, bei dem man sich vor laufender Kamera filmt und sich im Internet präsentiert. Eingeloggte Nutzer können dies dann über ein Chatfenster kommentieren oder Fragen stellen.

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YouTube

YouTube ist ein Videoportal, auf dem man Videos aller Arten finden kann: Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos, Trailer und vor allem selbstgedrehte Filme. Dazu zählen Skatervideos, Let’s Plays, Lifestyle-Blogs, Tutorials, Gewaltvideos oder politische und philosophische Kommentierungen.

LJS-Projektseite Hauptsache Action: http://jugendschutz-niedersachsen.de/Hauptsache-Action/projektinfos.html


Sucht


Betäubungsmittelgesetz

Zur Regulierung des Umgangs mit Betäubungsmitteln gibt es in Deutschland seit 1930 ein Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Dabei finden zwar regelmäßige Neuanpassungen statt, trotzdem kann es im Falle einiger Stoffe, insbesondere bei NPS, vorkommen, dass die Überarbeitung des Gesetzes den Neuentwicklungen auf dem Drogenmarkt hinterherhinkt.



Crystal Meth

Metamphetamin, auch Crystal, Meth oder Crystal Meth, sind synthetisch hergestellte, psychotrope und illegale Drogen aus der Gruppe der Amphetamine. Konsumiert wird Crystal vor allem in der Partyszene. Gefährlich ist die hohe Geschwindigkeit, mit der der Konsum zur psychischen Abhängigkeit führen kann und das Risiko einer lebensgefährlichen Überdosierung.



Flashback

Treten Wahrnehmungsstörungen wie visuelle Effekte Tage, Wochen oder sogar Monate nach dem Konsum von Drogen auf, spricht man umgangssprachlich von einem Flashback. Diese informelle Bezeichnung wurde durch den Begriff der persistierenden (andauernden) Wahrnehmungsstörung ersetzt. Über die tatsächliche Verbreitung ist bis heute wenig bekannt.



Legal Highs

Die häufig zur Tarnung als „Badesalz“ oder „Raumlufterfrischer“ angegebenen sogenannten Legal Highs gehören zu den Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS), welche entgegen ihren Namen teilweise unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) fallen. Die Problematik dieser Substanzen liegt in der ständigen Neuentwicklung und den ungewissen Effekten, die im Extremfall bis zum Tod reichen können.



NPS

Als neue psychoaktive Stoffe (NPS) werden chemische Varianten bekannter Betäubungsmittel bezeichnet, die bislang  geltende Verbots- und Strafvorschriften aufgrund ständig neuer auftretender Formen umgangen haben. Künftig soll das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) den Umgang mit NPS regeln.



THC

THC steht für Tetrahidrocannabinol und ist der Rauschwirkungen hervorrufende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis). Es handelt sich um ein psychoaktives Cannabinoid,  welches in Deutschland den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegt. Wird THC durch Cannabis-Konsum aufgenommen, so erfolgt dies meist pur oder mit Tabak gemischt in Form eines Joints.


Sexualität


AIDS

AIDS ist die Abkürzung für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“ (engl. für erworbenes Immundefektsyndrom). Von AIDS spricht man, wenn aufgrund der Immunschwäche durch das HI-Virus schwere Infektionen, aidsdefinierte Krebserkrankungen, Gehirnschädigungen oder starke Abmagerungen auftreten.

Weitere Informationen der LJS:
Projektwebseite: http://www.jugendschutz-niedersachsen.de/AIDS/index.html



HIV

Das HI-Virus (human immunodeficiency virus) schädigt das betroffene Immunsystem so schwer, dass dieses nicht mehr in der Lage ist, neue Krankheitserreger zu bekämpfen. Im Endstadium der HIV-Infektion, der AIDS-Erkrankung, kommt es zu einem nahezu völligen Zusammenbruch der körpereigenen Abwehr.
Übertragen werden kann das HI-Virus, wenn infektiöse Körperflüssigkeiten (Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit) über Schleimhäute oder offene Wunden in die Blutbahn eindringen.

Weitere Informationen der LJS:
Projektwebseite: http://www.jugendschutz-niedersachsen.de/AIDS/index.html



Pornografie

Unter Pornografie wird die direkte Darstellung des menschlichen Sexualaktes verstanden. Es gibt pornografische Filme, Bilder und Texte. In der Pornografie werden soziale Zusammenhänge ausgeklammert bzw. verkürzt und die Akteure werden auf die Rolle austauschbarer Lustobjekte reduziert. Auf der Bildebene werden die Geschlechtsteile explizit betont und die Vorgänge aufdringlich und anreisserisch ins Bild gesetzt – mit dem Ziel, zu stimulieren.



Sexuelle Vielfalt

Unter dem Begriff „sexuelle Vielfalt“ werden sowohl die Vielfältigkeit von Lebensformen, sexuelle Orientierungen als auch Geschlechtsidentitäten und Geschlechterinszenierungen zusammengefasst. Ziel einer Thematisierung sexueller Vielfalt ist es, aufzuklären und Diskriminierungen vorzubeugen.


Rechtliches


Elternpflicht

Es ist eine Elternpflicht, die eigenen Kinder zu pflegen und zu erziehen. Damit ist einerseits die Grundversorgung wie  z.B. die Ernährung, die Hygiene und die Gesundheitsförderung gemeint, andererseits sollen die Kinder ihrem Alter entsprechend zu selbstständigen und verantwortlichen Menschen erzogen werden. Kinder haben das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.



Elternrecht

Eltern haben das Recht, ihre Kinder nach eigenen Maßstäben zu pflegen und zu erziehen. Der Staat hat eine ergänzende und unterstützende Funktion. Nur bei der Verletzung der Kinderrechte durch die Eltern, also bei Verwahrlosung und Misshandlung der Kinder, kann der Staat zum Schutz der Kinder eingreifen.



Erziehungsbeauftragte Person

Eine erziehungsbeauftragte Person darf für einen Zeitraum die Erziehung von Kindern übernehmen. Das setzt die Zustimmung der Eltern voraus. Diese Person, die mindestens 18 Jahre alt sein muss, kann zum Beispiel einen 15-Jährigen in die Diskothek mitnehmen und ist für ihn verantwortlich.



Personensorgeberechtigte Person(en)

Eltern sind die personensorgeberechtigte Personen für ihre Kinder. In manchen Fällen ist nur ein Elternteil personensorgeberechtigt, z.B. im Falle einer Trennung. Gibt es einen Pfleger oder einen Vormund für ein Kind, so ist dieser personensorgeberechtigt.



PG-Regelung

Eltern können mit ihren Kindern ab sechs Jahren im Kino Filme sehen,  die erst ab 12 Jahren freigegeben sind. Dies wird durch die PG-Regelung (Parental guidence = Elternbegleitung) möglich. Unabhängig von der Altersfreigabe müssen Kinder ab sechs Jahren von Personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Personen begleitet werden, wenn die Filmvorführung erst nach 20 Uhr beendet ist.

Weitere Informationen finden Sie in diesen kostenfreien Broschüren:
>> Bestelllink „Welche Filme dürfen Kinder und Jugendliche sehen?“
>> Bestelllink „Oft gestellte Fragen zum Jugendschutzgesetz“ Informationen für Jugendliche


Eltern, Familie, Migration


Niedrigschwellige Elternarbeit

Eine zentrale Aufgabe des erzieherischen Jugendschutzes ist es, Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder zu unterstützen. Nicht alle Eltern nehmen an klassischen Elternveranstaltungen, wie zum Beispiel einem Themenelternabend, teil. Niedrigschwellige Elternarbeit zeichnet sich durch einen besonderen Zugang, eine wertschätzende Haltung gegenüber den Erziehungskompetenzen der Eltern ( > Dialogische Gesprächsführung) und durch bildhafte Methoden des Gesprächseinstieges aus.

Weitere Informationen der LJS:
Projektbeispiel Elterntalk http://www.elterntalk-niedersachsen.de/



Dialogische Gesprächsführung

Die dialogische Gesprächsführung stellt die Standpunkte und vorhandenen Stärken der Gesprächsteilnehmer in den Vordergrund, ohne sie zu bewerten. Damit hat sie einen  ressourcenorientierten Ansatz. So ist ein Austausch auf Augenhöhe möglich, bei dem Eltern voneinander lernen und sich gegenseitig Tipps zu ihrem Erziehungsalltag geben können.



Menschen mit Migrationshintergrund

Als Migranten werden Personen bezeichnet, die entweder selbst aus ihrer Heimat in ein anderes Land gekommen sind oder von denen mindestens ein Elternteil zugewandert ist. Personen, bei denen ein Großelternteil zugewandert ist, werden oft als Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bezeichnet.