FAQ

Mein Sohn berichtete von einem Shitstorm gegen ein Mädchen, die auf YouTube ein selbstgemachtes Beauty-Video veröffentlicht hat. Die Kommentare haben mich geschockt.Was kann man dagegen tun?

Shitstorms und Hate Speech, also feindselige Kommentare und Diskriminierungen, die  bestimmte Personen oder ganze Personengruppen verunglimpfen oder lächerlich machen sollen, finden in Sozialen Netzwerken und Online-Platzformen zunehmend statt. Im Extremfall verstoßen solche Äußerungen gegen strafrechtliche Bestimmungen. Beleidigungen, Drohungen oder rassistische Äußerungen kann man also bei der Polizei anzeigen und beim betreffenden Netzwerk melden. Für eine Strafanzeige ist es sinnvoll, einen Screenshot oder einen Link auf den Kommentar bereit zu halten. Bei Sozialen Netzwerken kann man die jeweilige Meldefunktion für Beschwerden nutzen und die Löschung der Kommentare verlangen. Außerdem kann jeder Nutzer problematische Inhalte an jugendschutz.net oder die an die Freiwilllige Selbstkontrolle der Multimediadiensteanbieter (FSM) melden und dort prüfen lassen. Schnelle Lösungen gibt es allerdings selten. Polizeiliche Ermittlungen sind langwierig und auch bis zum Löschen eines Kommentars durch den Netzwerkbetreiber kann einige Zeit vergehen. Hinzu kommt: Auch aggressive und herabsetzende Kommentare sind u.U. vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt, in diesen Fällen sind die Betreiber nicht zum Löschen verpflichtet.

Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche lernen, die Risiken der Online-Kommunikation einzuschätzen.  Eltern können dabei unterstützen, indem sie sich über Gewalt im Netz informieren und die Internetaktivitäten ihrer Kinder aufmerksam begleiten. Informationen über Hate Speech, Gegenstrategien und Schutzmaßnahmen finden Eltern und Jugendliche u.a. bei der No-hate-speech.de, einer Initiative des Europarates und bei schau-hin.info, einer Informationsplattform des Bundesfamilienministeriums.


Gewalt

Mein Sohn berichtete von einem Shitstorm gegen ein Mädchen, die auf YouTube ein selbstgemachtes Beauty-Video veröffentlicht hat. Die Kommentare haben mich geschockt.Was kann man dagegen tun?
Mein Sohn bekommt seit einigen Wochen immer wieder unfreundliche und beleidigende Nachrichten per WhatsApp. Welche Möglichkeiten gibt es, ihn vor diesem Cyber-Mobbing zu schützen?
Zwei Mädchen aus meiner Klasse grapschen mir fast jeden Tag an den Po und machen Sprüche dazu.
Mache ich mich strafbar, wenn ich Gewaltbilder auf dem Handy habe?

Medien

In den Medien wird immer wieder davor gewarnt, dass die Kamera am Laptop, Smartphone oder Tablet gehackt wird, um fremde Personen auszuspionieren. Ich mache mir Sorgen, dass auch meine 12-jährige Tochter in ihrem Kinderzimmer gefilmt werden könnte. Was kann ich tun?
Ich habe mitbekommen, dass meine Tochter (15) und ihr Freund (17) sich nackt fotografieren und sich die Bilder über WhatsApp zuschicken. Ist das überhaupt erlaubt?
Darf ich (15 jahre alt) eine Kinopreview um 22.30 Uhr besuchen?
Mein Sohn, 14 Jahre alt, verbringt jeden Tag mindestens vier Stunden mit Computerspielen. Wenn ich ihn auffordere das Spiel zu beenden, geraten wir ständig in Streit. Woran erkenne ich, ob er eventuell „computerspielsüchtig“ ist?
Mit meiner Tochter, 12 Jahre alt, habe ich WhatsApp aus dem Google Play Store auf ihr Handy geladen. Dort bin auf die Angabe „USK ab 0 Jahren“ gestoßen, der Anbieter wiederum lässt erst eine Nutzung ab 13 Jahren zu. Welches Alter gilt denn nun?
Darf meine Tochter Lena, 10 Jahre alt, mit ihrer Freundin und deren Mutter einen Film angucken, der ab 12 Jahren freigegeben worden ist?
Welche Freigaben gibt es bei Computerspielen?
Besuch öffentlicher Filmveranstaltungen (§ 11 JuSchG) Kennzeichnung von Filmen und Film- und Spielprogrammen (§ 14 JuSchG)
In Kaufhäusern findet man immer wieder Bereiche, in denen die Kinder Computerspiele ausprobieren können. Dürfen dort alle Spiele zum Testen zur Verfügung gestellt werden?
Kann ich meinem 17-jährigen Sohn eine Einverständniserklärung unterschreiben, mit der er auf einer LAN-Party Spiele spielen darf, die eine Alterskennzeichnung „Freigegeben ab 18 Jahren” bekommen haben?
Bildschirmspielgeräte (§ 13 JuSchG)

Sucht

Darf mein 15-jähriger Sohn in einer Kneipe die dort übertragenen Fußballspiele anschauen?
 Shisha oder E-Shisha?  Worin liegen die Unterschiede?
 Ab welchem Alter darf ich (16 Jahre alt) Alcopops trinken?
 Darf ich (15 Jahre alt) Wasserpfeife rauchen?
 Wie lange darf sich mein Sohn, 14 Jahre alt, in unserer Dorfkneipe aufhalten?
Aufenthalt in Gaststätten (§ 4 JuSchG)
Darf meine Tochter, 17 Jahre alt, Alcopops trinken?
Alkoholische Getränke (§9 JuSchG) – Abgabe / Verzehr von Branntwein, branntweinhaltigen Getränken und Lebensmitteln
Mein Sohn, 15 Jahre, raucht heimlich bei Freunden, was kann ich tun?
Mein 15-jähriger Sohn hat mit seinen Freunden (15 und 16 Jahre) Wasserpfeife geraucht und behauptet, das sei kein Tabak. Stimmt das?
Rauchen in der Öffentlichkeit, Tabakwaren

Sexualität

Darf mein 14-jähriger Sohn schon Sex haben?
Müssen Eltern einwilligen, wenn ihre Tochter die Pille haben möchte?
Kann ich mich mit dem HI-Virus anstecken, wenn ich dieselbe Toilette benutze wie jemand, der positiv ist?

 

 


Gewalt


Mein Sohn berichtete von einem Shitstorm gegen ein Mädchen, die auf YouTube ein selbstgemachtes Beauty-Video veröffentlicht hat. Die Kommentare haben mich geschockt.Was kann man dagegen tun?

Shitstorms und Hate Speech, also feindselige Kommentare und Diskriminierungen, die  bestimmte Personen oder ganze Personengruppen verunglimpfen oder lächerlich machen sollen, finden in Sozialen Netzwerken und Online-Platzformen zunehmend statt. Im Extremfall verstoßen solche Äußerungen gegen strafrechtliche Bestimmungen. Beleidigungen, Drohungen oder rassistische Äußerungen kann man also bei der Polizei anzeigen und beim betreffenden Netzwerk melden. Für eine Strafanzeige ist es sinnvoll, einen Screenshot oder einen Link auf den Kommentar bereit zu halten. Bei Sozialen Netzwerken kann man die jeweilige Meldefunktion für Beschwerden nutzen und die Löschung der Kommentare verlangen. Außerdem kann jeder Nutzer problematische Inhalte an jugendschutz.net oder die an die Freiwilllige Selbstkontrolle der Multimediadiensteanbieter (FSM) melden und dort prüfen lassen. Schnelle Lösungen gibt es allerdings selten. Polizeiliche Ermittlungen sind langwierig und auch bis zum Löschen eines Kommentars durch den Netzwerkbetreiber kann einige Zeit vergehen. Hinzu kommt: Auch aggressive und herabsetzende Kommentare sind u.U. vom Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt, in diesen Fällen sind die Betreiber nicht zum Löschen verpflichtet.

Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche lernen, die Risiken der Online-Kommunikation einzuschätzen.  Eltern können dabei unterstützen, indem sie sich über Gewalt im Netz informieren und die Internetaktivitäten ihrer Kinder aufmerksam begleiten. Informationen über Hate Speech, Gegenstrategien und Schutzmaßnahmen finden Eltern und Jugendliche u.a. bei der No-hate-speech.de, einer Initiative des Europarates und bei schau-hin.info, einer Informationsplattform des Bundesfamilienministeriums.


Mein Sohn bekommt seit einigen Wochen immer wieder unfreundliche und beleidigende Nachrichten per WhatsApp. Welche Möglichkeiten gibt es, ihn vor diesem Cyber-Mobbing zu schützen?

Beleidigungen oder Drohungen über Messengerdienste oder soziale Netzwerke kommen leider häufig vor. Von Cyber-Mobbing spricht man vor allem dann, wenn sich diese Übergriffe über einen längeren Zeitraum hinziehen. Wenn das Mobbing im Kontext der Klasse oder der Schule stattfindet, sollten Sie oder Ihr Sohn die Schule einschalten. Je nach konkreter Situation können Klassenkräfte, Sozialarbeiter oder die Schulleitung dafür sorgen, dass das Problem mit allen Beteiligten aufgegriffen und das Mobbing beendet wird.

Im Umgang mit Online-Mobbing gibt es darüber hinaus einige Leitlinien, die Jugendliche beachten sollten: Es ist meist nicht sinnvoll, auf Beleidigungen oder Drohungen zu antworten; im Zweifelsfall provoziert man dadurch weitere Attacken. Unangenehme Nachrichten bzw. ihren Absender kann man in den Einstellungen des Messengerdienstes blockieren. Notfalls ist es auch eine Lösung, die Mobil-Nummer zu wechseln oder selbst das Netzwerk zu verlassen, in dem das Mobbing stattfindet.

Wenn solche Maßnahmen nicht helfen, können Sie auch mit rechtlichen Mitteln gegen Cyber-Mobbing vorgehen. Einen speziellen Mobbing-Paragraphen gibt es zwar nicht, trotzdem können Beleidigungen oder Drohungen strafrechtlich verfolgt werden. Für einen Strafantrag bei der Polizei ist es nützlich, wenn Sie die entsprechenden Nachrichten als Beweise vorlegen können. Jugendliche sind ab dem 14. Lebensjahr strafmündig und können für Straftaten zur Verantwortung gezogen werden.


Zwei Mädchen aus meiner Klasse grapschen mir fast jeden Tag an den Po und machen Sprüche dazu.

Niemand darf ohne Einwilligung jemand anderen am Po oder an der Brust anfassen. Das ist eine Verletzung des Rechtes auf sexuelle Selbstbestimmung. Auch abwertende Sprüche und sexuelle Beschimpfungen sind eine Grenzverletzung. Deshalb hat man in solchen Situationen auf jeden Fall das Recht, sich zu wehren und sich zu beschweren, z.B. bei Lehrern, bei Schulsozialarbeitern oder bei der Schülervertretung.

Erzwungene sexuelle Kontakte sind Gewalt, auch wenn so etwas mit Bekannten – oder in einer Beziehung oder in der Familie – passiert. Manche solcher Handlungen sind strafbar. Das gilt auf jeden Fall für Vergewaltigungen, es kann aber auch gelten, wenn jemand gegen seinen oder ihren Willen an den Genitalien angefasst oder gezwungen wird, jemand anderen so anzufassen. „Grapschen“ kann man deswegen ebenfalls bei der Polizei anzeigen. Ob das zu einer Verurteilung führt, hängt davon ab, wie das Gericht die Vorfälle beurteilt. „Grapschen“ kann vom Gericht als Beleidigung gewertet und bestraft werden.



Mache ich mich strafbar, wenn ich Gewaltbilder auf dem Handy habe?

Generell ist das Herunterladen und der Besitz von gewaltverherrlichenden oder pornografischen Filmen oder Fotos verboten. Auch das Filmen oder Fotografieren von Schlägereien oder anderen Übergriffen ist nicht erlaubt („Happy Slapping“). Das heimliche Fotografieren oder Filmen von Personen und das anschließende Umherzeigen stellt eine Straftat dar. Du kannst auch belangt werden, wenn du pornografische oder gewaltverherrlichende Bilder oder Texte an andere weiterschickst.


Medien


In den Medien wird immer wieder davor gewarnt, dass die Kamera am Laptop, Smartphone oder Tablet gehackt wird, um fremde Personen auszuspionieren. Ich mache mir Sorgen, dass auch meine 12-jährige Tochter in ihrem Kinderzimmer gefilmt werden könnte. Was kann ich tun?

Für die meisten Mädchen und Jungen ist die Kamerafunktion sehr wichtig. Jugendliche erstellen mit ihrem Smartphone gerne Selfies, schicken diese über WhatsApp an Freunde oder posten sie in sozialen Netzwerken, um ihre Vorlieben und ihre Interessen zu dokumentieren. Die Kamera wird auch gern genutzt, um von Angesicht zu Angesicht bspw. via Skype miteinander zu sprechen. Wird die Kamera nicht benutzt, sollte sie mit einem Webcam-Sticker abgeklebt werden. So kann Ihre Tochter sich vor ungewollten Beobachtungen schützen. Darüber hinaus ist es wichtig, im Blick zu haben, welche privaten Daten, Fotos oder Kommentare Ihre Tochter im Internet veröffentlicht und welche App-Anbieter Einblicke in die Inhalte des Smartphones bekommen. Denn kostenlose Apps verlangen meist einen Zugriff auf persönliche Daten. Deshalb ist es ratsam zu überlegen, ob die Taschenlampen-App wirklich Einblicke in die privaten Fotos oder Kontakte bekommen muss oder ob es nicht eine alternative App gibt, bei denen man weniger Daten preisgibt.


Ich habe mitbekommen, dass meine Tochter (15) und ihr Freund (17) sich nackt fotografieren und sich die Bilder über WhatsApp zuschicken. Ist das überhaupt erlaubt?

Der private Austausch von selbstproduzierten freizügigen Bildern, auch Sexting genannt, hat sich vor allem durch die Verbreitung von Smartphones etabliert. Jugendliche nutzen diese Form des Austausches intimer Inhalte als Teil der ersten Erfahrungen mit der eigenen Sexualität innerhalb partnerschaftlicher Beziehungen – aber auch als Probebühne der Selbstinszenierung.

Rechtlich betrachtet machen sich minderjährige Mädchen und Jungen ab 14 Jahren mit diesem Verhalten nicht strafbar, sofern diese Bilder nur zum persönlichen Gebrauch verwendet werden.  Einvernehmliches Verhalten innerhalb von Paarbeziehungen steht in Deutschland nicht unter Strafe. Anders ist es allerdings, wenn so ein Bild an andere Personen weitergeleitet wird. Dies kann nach § 201a StGB strafbar sein (Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen).

Jenseits davon zerstört es das Vertrauensverhältnis in einer Beziehung und kann weitreichende Folgen für das Opfer und den Täter haben. Es ist wichtig, mit der eigenen Tochter oder dem Sohn über die Risiken dieser beliebten Betätigung zu sprechen.


Darf ich (15 Jahre alt) eine Kinopreview um 22.30 Uhr besuchen?

Der Film muss für dein Alter eine entsprechende Freigabe haben. Die Altersfreigaben werden von der FSK (Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) vergeben.

Es gelten folgende Altersfreigaben:

  • Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Freigegeben ab sechs Jahren
  • Freigegeben ab zwölf Jahren
  • Freigegeben ab sechzehn Jahren
  • Keine Jugendfreigabe

Hinzu kommen zeitliche Beschränkungen für den Besuch des Kinos: Kinder ab 6 und unter 12 Jahren müssen das Kino um 20 Uhr verlassen, Jugendliche unter 16 Jahren um 22 Uhr und Jugendliche ab 16 Jahren um 24 Uhr. In Begleitung deiner Eltern kannst du länger bleiben.

Da die Preview erst um 22.30 Uhr beginnt, darfst du sie alleine im Alter von 15 Jahren nicht besuchen.

Kinder ab 6 Jahren dürfen auch Kinofilme mit einer Freigabe ab 12 Jahren sehen, wenn sie in Begleitung ihrer Eltern sind. Man spricht in diesem Fall von der PG-Regelung (Parental Guidance / Elternbegleitung).



Darf ich (14 Jahre alt) an einer LAN-Party teilnehmen?

Das Jugendschutzgesetz hat keine Regelung für den Besuch einer LAN-Party. Allerdings müssen bei der Auswahl der Spiele die Altersfreigaben berücksichtigt werden. Die Altersfreigaben werden von der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) vergeben.

Es gelten die gleichen Freigaben wie bei den Kinofilmen:

  • Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Freigegeben ab sechs Jahren
  • Freigegeben ab zwölf Jahren
  • Freigegeben ab sechzehn Jahren
  • Keine Jugendfreigabe

Die Sticker mit den Altersfreigaben findest du auf der CD-ROM/ DVD und auf der Hülle. Eine unterschiedlichen Farben erleichtern die Zuordnung. Diese Freigaben sind für alle verbindlich. Auch deine Eltern können dir keine Ausnahme verschaffen. Eine Erlaubnis deiner Eltern, dass du an Spielen teilnehmen darfst, die für dich normalerweise noch nicht zugänglich sind, hat daher keine Bedeutung. Darüber hinaus gelten auch auf LAN-Parties die allgemein jugendschutzrechtlichen Beschränkungen zum Alkoholtrinken und Rauchen.



Mein Sohn, 14 Jahre alt, verbringt jeden Tag mindestens vier Stunden mit Computerspielen. Wenn ich ihn auffordere das Spiel zu beenden, geraten wir ständig in Streit. Woran erkenne ich, ob er eventuell „computerspielsüchtig“ ist?

Nicht alle Jugendlichen, die viel Zeit mit Computerspielen verbringen sind „süchtig“. Wissenschaftlich ist es bislang umstritten, inwiefern Kriterien einer Abhängigkeit auf das exzessive Computerspielen übertragbar sind. Experten sind sich jedoch darüber einig, dass die überwiegende Mehrheit der Computerspieler weder betroffen noch gefährdet ist. Die Faszination des Computerspielens kann gerade in der Anfangszeit sehr intensiv sein, stundenlanges Spielen ist dann durchaus üblich, diese ggf. auch monatelange Phase geht jedoch meist vorbei. Geschieht dies nicht, gilt es genauer hinzuschauen. Welche Ursachen könnte es für eine übermäßige Nutzung geben?

Folgende Merkmale können Eltern bei der Einschätzung, ob ihr Sohn oder ihre Tochter ein problematisches Spielverhalten aufweist, helfen:

  • Verlust der Impulskontrolle: Vereinbarte Spielzeiten werden überhaupt nicht mehr eingehalten;
  • Unfreiwilliges Spiel: Das Spiel wird nicht aus und zum Spaß, sondern zwanghaft unfreiwillig und damit unbefriedigend betrieben;
  • Umzug in die virtuelle Spielwelt: Soziale Kontakte finden überhaupt nicht mehr in der realen, sondern nur noch in der virtuellen Welt statt.

Um Machtkämpfe um Spielverbote zu umgehen, ist es wichtig, sich Zeit für den Beziehungsaufbau zu nehmen. Eltern sollten das Gespräch mit ihrem Sohn oder ihrer Tochter suchen, dadurch erfahren Sie mehr über die Ursachen für die intensive Computerspielnutzung.



Mit meiner Tochter, 12 Jahre alt, habe ich WhatsApp aus dem Google Play Store auf ihr Handy geladen. Dort bin auf die Angabe „USK ab 0 Jahren“ gestoßen, der Anbieter wiederum lässt erst eine Nutzung ab 13 Jahren zu. Welches Alter gilt denn nun?

Seit Juli dieses Jahres werden alle Apps, die im Google Play Store herunter geladen werden können, mit einem Alterskennzeichen der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) versehen. Der App-Entwickler bekommt anhand vorgegebener Fragen, die er beantworten muss, eine Alterskennzeichnung. Das dafür zugrunde liegende internationale System nennt sich IARC (International Age Rating Coalition). Da die Kategorien der Fragen nicht öffentlich sind, kann ich Ihnen dazu inhaltlich leider keine weitere Auskunft geben.

Zu der Altersfreigabe „USK ab 0 Jahren“ steht als Information dazu im Google Play Store „Bei Spielen und Apps ab 0 Jahren handelt es sich generell um Inhalte ohne Beeinträchtigungspotential. Dabei können sich diese sowohl direkt an Kinder und Jugendliche, als auch an erwachsene Nutzer richten. Beispielsweise Dienstprogramme, Kataloge oder Tools im Allgemeinen fallen üblicherweise unter diese Kategorie. Ebenso betrifft dies soziale Netzwerke, bei denen der Betreiber sicherstellt, dass nutzergenerierte Inhalte auch für Kinder geeignet sind. (https://support.google.com/googleplay/answer/6209544?p=appgame_ratings&rd=1).

Den Zugang zum Google Play Store können Eltern auf den Smartphones Ihrer Kinder mit Hilfe der Jugendschutzeinstellungen regeln. Dadurch können Downloads von Apps, die nicht das entsprechende Alterskennzeichen aufweisen oder App-Käufe blockiert werden. Weitere Informationen erhalten Sie dazu im Google Play Store. Dies läuft natürlich bei einer Freigabe ab 0 Jahren ins Leere.

Darüber hinaus können App-Entwickler selbst entscheiden, wie alt die Nutzer ihrer App sein sollen. Das wird im Allgemeinen in den AGB den Allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgeführt. Da Minderjährige aufgrund des Taschengeldparagraphen §110 BGB Bürgerliches Gesetzbuch noch keine Verträge also auch keinen Handyvertrag abschließen dürfen, nehmen dies Eltern stellvertretend wahr. Deshalb können auch Sie als Elternteil und Vertragspartner entscheiden, ob Sie ihrem Kind, obwohl es noch keine 13 Jahre alt ist, die Benutzung von WhatsApp ermöglich wollen. Die Entscheidung liegt in Ihrer Erziehungsverantwortung.



Darf meine Tochter Lena, 10 Jahre alt, mit ihrer Freundin und deren Mutter einen Film angucken, der ab 12 Jahren freigegeben worden ist?

Kinder ab sechs Jahren dürfen auch Filme sehen, die ab zwölf Jahren freigegeben worden sind, wenn sie von ihren Eltern begleitet werden.

Diese Gesetzesänderung ist unter dem Begriff „PG-Regelung” gefasst. Diese Ausnahme bezieht sich nicht auf andere Erwachsene. Ihrer Tochter dürfen Sie den Kinobesuch also nicht erlauben.



Welche Freigaben gibt es bei Computerspielen?

Die Altersfreigaben bei den Computerspielen vergibt die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle). Es werden die gleichen Altersfreigaben wie bei den Kinofilmen vergeben:

  • Freigegeben ohne Altersbeschränkung
  • Freigegeben ab 6 Jahren
  • Freigegeben ab 12 Jahren
  • Freigegeben ab 16 Jahren
  • Freigegeben ab 18 Jahren

Die Sticker mit den Altersfreigaben befinden sich sowohl auf der Hülle als auch auf der CD selbst.

Bei Computerspielezeitschriften gilt die Altersfreigabe des beiliegenden Datenträgers. Befindet sich auf der CD-ROM eine Demoversion eines Spiels, das ab 16 Jahren freigegeben worden ist, ist auch die Zeitschrift erst ab 16 Jahren frei verkäuflich. Der Sticker mit der jeweiligen Altersfreigabe befindet sich auf dem Datenträger und auf der Zeitschrift.



Besuch öffentlicher Filmveranstaltungen (§ 11 JuSchG) Kennzeichnung von Filmen und Film- und Spielprogrammen (§ 14 JuSchG)

Filmveranstaltungen dürfen von Kindern und Jugendlichen nur bei Freigabe des Films und Vorspanns für ihr Alter besucht werden. Die Altersfreigaben bei Kinofilmen vergibt die FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft). Es gelten folgende Altersfreigaben:

  • Freigegeben ab 0 Jahren
  • Freigegeben ab 6 Jahren
  • Freigegeben ab 12 Jahren
  • Freigegeben ab 16 Jahren
  • Freigegeben ab 18 Jahren

Ausnahme: Bei Filmen ab 12 Jahren (PG-Parental Guidance: Elternbegleitung) ist die Anwesenheit für Kinder ab 6 Jahren in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person [Eltern] gestattet.

Zudem muss die zeitliche Begrenzung beachtet werden, wenn Eltern ihre Kinder nicht ins Kino begleiten. Kinder ab 6 und unter 12 Jahren müssen das Kino um 20 Uhr verlassen, Jugendliche unter 16 Jahren um 22 Uhr und Jugendliche ab 16 Jahren um 24 Uhr.



In Kaufhäusern findet man immer wieder Bereiche, in denen die Kinder Computerspiele ausprobieren können. Dürfen dort alle Spiele zum Testen zur Verfügung gestellt werden?

Nein, auf den Spielkonsolen oder Computern dürfen nur Spiele zum Testen installiert sein, die eine Kennzeichnung „Freigegeben ohne Alterbeschränkung“ oder eine „Freigabe ab 6 Jahren” von der USK bekommen haben.



Kann ich meinem 17-jährigen Sohn eine Einverständniserklärung unterschreiben, mit der er auf einer LAN-Party Spiele spielen darf, die eine Alterskennzeichnung „Freigegeben ab 18 Jahren” bekommen haben?

Spezielle gesetzliche Regelungen für LAN-Parties gibt es laut Jugendschutzgesetz nicht. Zu beachten ist, welche Spiele auf der LAN-Party gespielt werden. Das können Spiele sein, die mit “Freigegeben ab 18 Jahren” gekennzeichnet sind oder von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert, d. h. als jugendgefährdend eingestuft wurden. Ist dies der Fall, dürfen Kinder und Jugendliche nicht an solchen LANParties teilnehmen. Auch mit einer Einverständniserklärung der Eltern darf ein Jugendlicher auf einer LAN-Party keine indizierten oder mit “Freigegeben ab 18 Jahren” gekennzeichneten Spiele spielen.

Falls der Veranstalter dies erlauben sollte, begeht er eine Ordnungswidrigkeit oder macht sich strafbar. Aufgrund dieser gesetzlichen Regelungen sind die meisten LAN-Parties für Kinder und Jugendliche nicht zugänglich.

Darüber hinaus gelten auf LAN-Parties auch die allgemein jugendschutzrechtlichen Beschränkungen. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen Bier, Wein oder Sekt trinken. Branntweinhaltige Getränke (z.B. klare Schnäpse, Liköre, Whiskey oder Mixgetränke Cola-Rum) dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht trinken und sie dürfen auch nicht an sie abgegeben werden.



Bildschirmspielgeräte (§ 13 JuSchG)

Das Spielen an elektronischen Bildschirmspielgeräten ohne Gewinnmöglichkeit, die öffentlich aufgestellt sind, ist Kindern und Jugendlichen nur gestattet, wenn die Programme für ihr jeweiliges Alter freigegeben sind.


Sucht


Darf mein 15-jähriger Sohn in einer Kneipe die dort übertragenen Fußballspiele anschauen?

Nein, grundsätzlich dürfen sich Jugendliche unter 16 Jahren nicht länger allein in Gaststätten oder Biergärten aufhalten – auch nicht, wenn Fußball übertragen wird. (§ 4 JuSchG).

Wenn Sie als Elternteil bzw. als personensorgeberechtigte Person gemeinsam mit Ihrem Sohn ein Spiel in einer Kneipe anschauen, ist das erlaubt.

Sie können aber auch eine volljährige Person beauftragen, Ihren Sohn – zum Beispiel für die Übertragung eines Spieles – zu begleiten und zu beaufsichtigen.

Mit einer entsprechenden – von den Eltern unterschriebenen – Bescheinigung  ist somit eine erziehungsberechtigte Person für die Aufsicht des Minderjährigen zuständig. (§ 1 JuSchG)

Für ein „Public Viewing“ an öffentlichen Plätzen gibt es keine eindeutige Regelung. Die zuständigen Jugendämter können genauere Auskunft zu den einzelnen Veranstaltungsstätten geben.

>> Formular Erziehungsbeauftragung



Shisha oder E-Shisha?  Worin liegen die Unterschiede?

Die Shisha (oder auch Blubber, Wasserpfeife) ist vor allem aus Nordafrika bekannt.  Geraucht werden  aromatisierte Fruchttabake, die über ein wassergefülltes Glasgefäß inhaliert werden. Generell verbietet das Jugendschutzgesetz Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren den Erwerb und Konsum von Tabakwaren. Dazu gehören auch Fruchttabake. Auch in der Öffentlichkeit dürfen diese nicht  geraucht werden.
Anders wiederrum ist die Gesetzeslage bei E-Shishas: viele (aber längst nicht alle) Liquide, die während des Rauchens verdampft werden, enthalten kein Nikotin. Sie sind bunt bedruckt und sehen ein wenig aus wie Stifte oder Kugelschreiber. Über einen elektrischen Verdampfer wird das Liquid, das mit verschiedenen Geschmacksrichtungen versetzt wird, inhaliert. In Deutschland unterliegen E-Shishas und E-Zigaretten bislang keiner gesetzlichen Regelung. Sie fallen nicht unter das Jugendschutzgesetz. Unklar ist auch, ob der Umgang mit E-Shishas durch das bestehende Bundesnichtraucherschutzgesetz abgedeckt ist. Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) hat für das Jahr 2015 eine Novelle des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) angekündigt, in der der Verkauf von E-Shishas und E-Zigaretten an Jugendliche unter 18 Jahren verboten werden soll.



Ab welchem Alter darf ich (16 Jahre alt) Alcopops trinken?

Du darfst keine Mischgetränke trinken, die branntweinhaltig sind. Branntweinhaltige Getränke (z.B. klare Schnäpse, Liköre, Whiskey oder Mischgetränke, z.B. Cola-Rum) dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht trinken. Darunter fallen auch Alcopops als Getränkepulver.

Es gibt allerdings Mischgetränke, die ab 16 Jahren erlaubt sind:

  • Bier-Limonade-Mischgetränke
  • Wein-Mischgetränke

Nicht erlaubt sind:

  • Bier-Spirituosen-Limonade-Mischgetränke
  • Mischgetränke mit destilliertem bzw. hochprozentigen Alkohol und Limonaden

Generell gilt: Ab 16 Jahren darfst du Bier und Wein trinken. 14- und 15-Jährige dürfen Bier und Wein in der Öffentlichkeit nur in Begleitung ihrer Eltern trinken. Jüngeren ist der Konsum von Alkohol verboten, auch wenn die Eltern dabei sind.



Darf ich (15 Jahre alt) Wasserpfeife rauchen?

Wasserpfeifen werden auch Sisha, Nagrileh oder Blubber genannt. Meistens werden beim Rauchen aromatisierte Fruchttabake benutzt. Kinder und Jugendlichen ist sowohl der Erwerb von Tabakwaren als auch das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten, also auch das Rauchen von Wasserpfeifen mit und ohne Fruchttabaken. Der Konsum im privaten Bereich ist nicht gesetzlich geregelt.



Wie lange darf sich mein Sohn, 14 Jahre alt, in unserer Dorfkneipe aufhalten?

Wenn Ihr Sohn in Begleitung eines Elternteils oder in Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person ist, darf er sich dort unbegrenzt lange aufhalten. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich ansonsten nur zwischen 5 Uhr und 23 Uhr in einer Gaststätte aufhalten, wenn sie dort eine Mahlzeit oder ein Getränk zu sich nehmen, nicht aber, um damit den Aufenthalt in einer Gaststätte zu rechtfertigen.



Aufenthalt in Gaststätten (§ 4 JuSchG)

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen sich bis 24 Uhr in einer Gaststätte aufhalten, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person.



Darf meine Tochter, 17 Jahre alt, Alcopops trinken?

Nein, Ihre Tochter darf Alcopops nicht trinken, wenn sie branntweinhaltig sind. Branntweinhaltige Getränke (z.B. klare Schnäpse, Liköre, Whiskey oder Mixgetränke, z.B. Cola-Rum) dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht konsumieren. Darunter fallen auch die Alcopops aus branntweinhaltigem Getränkepulver.

Es gibt allerdings Mischgetränke, die ab 16 Jahren erlaubt sind:

  • Bier-Limonade-Mischgetränke
  • Wein-Mischgetränke

Nicht erlaubt sind:

  • Bier-Spirituosen-Limonade-Mischgetränke
  • Mischgetränke mit destilliertem bzw. hochprozentigem Alkohol und Limonaden

Generell gilt: Ab 16 Jahren dürfen Jugendliche Bier und Wein trinken. 14- und 15-Jährige dürfen Bier und Wein in der Öffentlichkeit nur in Begleitung ihre Eltern trinken. Jüngeren ist der Konsum von Alkohol verboten, auch wenn die Eltern dabei sind.



Alkoholische Getränke (§9 JuSchG) – Abgabe / Verzehr von Branntwein, branntweinhaltigen Getränken und Lebensmitteln

Alkoholische Getränke dürfen an Kinder nicht abgegeben werden. Auch der Verzehr darf ihnen nicht gestattet werden. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen alkoholische Getränke wie z.B. Wein, Bier o.ä. trinken.

(Ausnahme von der Altersbegrenzung: Der Verzehr von Alkohol ist erlaubt, wenn 14- und 15-Jährige in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person [Eltern] sind). Achtung: Erziehungsbeauftragte Personen dürfen den Konsum von Alkohol nicht gestatten.



Mein Sohn, 15 Jahre, raucht heimlich bei Freunden, was kann ich tun?

In der Öffentlichkeit darf Ihr Sohn erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres rauchen. Der Konsum im privaten Bereich ist nicht gesetzlich geregelt. Ihnen bleibt nur das Gespräch über mögliche Gesundheitsrisiken, die besonders in der Wachstumsphase auftreten können.



Mein 15-jähriger Sohn hat mit seinen Freunden (15 und 16 Jahre) Wasserpfeife geraucht und behauptet, das sei kein Tabak. Stimmt das?

Gegenwärtig gibt es einen Trend unter den Jugendlichen, Wasserpfeife (auch Shisha, Nagrileh oder Blubber genannt) zu rauchen.

Meistens handelt es sich hier um aromatisierte Fruchttabake (Erdbeere, Apfel, Coca-Cola, Cappuccino etc.). Generell verbietet das Jugendschutzgesetz Kindern und Jugendlichen den Erwerb und Konsum von Tabakwaren. Dazu gehören auch Fruchttabake. In der Öffentlichkeit dürfen sie keinen Tabak rauchen. Eine gesetzliche Regelung für den privaten Gebrauch gibt es nicht.



Rauchen in der Öffentlichkeit, Tabakwaren
(§ 10 JuSchG)

Kinder und Jugendliche dürfen in der Öffentlichkeit nicht rauchen und keine Tabakwaren kaufen.


Sexualität


Darf mein 14-jähriger Sohn schon Sex haben?
Ja, grundsätzlich darf er das.

Die „Schutzaltersgrenze“ für sexuelle Handlungen liegt in Deutschland bei 14 Jahren. Das bedeutet, dass Sex zwischen zwei Personen ab 14 Jahren erlaubt ist – vorausgesetzt, dass dieser einvernehmlich und freiwillig geschieht, kein Druck ausgeübt und kein Geld dafür gezahlt wird.
Wenn ihr Sohn also seine ersten sexuellen Erfahrungen mit einer Person in seiner Altersklasse machen möchte, ist das rechtlich völlig in Ordnung.

Um Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren vor sexuellen Übergriffen durch ältere Personen zu schützen, sind im Strafgesetzbuch jedoch einige Einschränkungen festgelegt:
In einem Abhängigkeitsverhältnis wie gegenüber einem Trainer oder einer Gruppenleiterin sind sexuelle Kontakte verboten.
Zudem ist in §182 geregelt, dass sexuelle Handlungen einer über 21-jährigen Person mit einer unter 16-jährigen Person strafbar sind, wenn die fehlende Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung ausgenutzt wird und so Jugendliche zu etwas gedrängt werden, das sie (noch) nicht wollen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Broschüre:
https://www.nuernberg.de/imperia/md/jugendamt/dokumente/schutz/jugendschutz_sexualitaet.pdf

 


Müssen Eltern einwilligen, wenn ihre Tochter die Pille haben möchte?

Nicht unbedingt. Für die Verschreibung der Pille an Minderjährige ist die Einwilligungsfähigkeit zur Behandlung ausschlaggebend. Diese ist gesetzlich nicht an Altersgrenzen gebunden, sondern muss individuell und in der konkreten Situation überprüft werden. Wird bei einem minderjährigen Mädchen die Einwilligungsfähigkeit festgestellt, so kann das Mädchen auf die Schweigepflicht des Arztes oder der Ärztin den Eltern gegenüber bestehen.

Viele Frauenärzte orientieren sich an folgenden Altersgrenzen:

Bei unter 14-Jährigen wird davon ausgegangen, dass sie noch nicht die geistige Reife besitzen – hier müssen die Eltern ihre Zustimmung geben.
Bei Mädchen im Alter von 14 bis 16 Jahren werden bei Zweifeln an der Einwilligungsfähigkeit die Eltern hinzugezogen.

Ab dem Alter von 16 Jahren ist in der Regel davon auszugehen, dass bei den Mädchen die Einwilligungsfähigkeit vorhanden ist und damit auch eine Schweigepflicht gegenüber den Eltern besteht.



Kann ich mich mit dem HI-Virus anstecken, wenn ich dieselbe Toilette benutze wie jemand, der positiv ist?

Nein, durch das Nutzen derselben Toilette kann der Erreger nicht übertragen werden. Im Vergleich zu anderen Krankheitserregern gilt der HI-Virus als schwerer übertragbar. Bei alltäglichen sozialen Kontakten wie Körperkontakten im Schwimmbad, der Sauna oder auch beim Besuch von Ärzten oder in Kosmetikpraxen besteht kein Risiko einer Ansteckung.