Shisha oder E-Shisha?  Worin liegen die Unterschiede?

Die Shisha (oder auch Blubber, Wasserpfeife) ist vor allem aus Nordafrika bekannt.  Geraucht werden  aromatisierte Fruchttabake, die über ein wassergefülltes Glasgefäß inhaliert werden. Generell verbietet das Jugendschutzgesetz Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren den Erwerb und Konsum von Tabakwaren. Dazu gehören auch Fruchttabake. Auch in der Öffentlichkeit dürfen diese nicht  geraucht werden.
Anders wiederrum ist die Gesetzeslage bei E-Shishas: viele (aber längst nicht alle) Liquide, die während des Rauchens verdampft werden, enthalten kein Nikotin. Sie sind bunt bedruckt und sehen ein wenig aus wie Stifte oder Kugelschreiber. Über einen elektrischen Verdampfer wird das Liquid, das mit verschiedenen Geschmacksrichtungen versetzt wird, inhaliert. In Deutschland unterliegen E-Shishas und E-Zigaretten bislang keiner gesetzlichen Regelung. Sie fallen nicht unter das Jugendschutzgesetz. Unklar ist auch, ob der Umgang mit E-Shishas durch das bestehende Bundesnichtraucherschutzgesetz abgedeckt ist. Bundesfamilienministerin Schwesig (SPD) hat für das Jahr 2015 eine Novelle des Jugendschutzgesetzes (JuSchG) angekündigt, in der der Verkauf von E-Shishas und E-Zigaretten an Jugendliche unter 18 Jahren verboten werden soll.

FAQs für Kinder

Ab welchem Alter darf ich (16 Jahre alt) Alcopops trinken?

Du darfst keine Mischgetränke trinken, die branntweinhaltig sind. Branntweinhaltige Getränke (z.B. klare Schnäpse, Liköre, Whiskey oder Mischgetränke, z.B. Cola-Rum) dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht trinken. Darunter fallen auch Alcopops als Getränkepulver.

Es gibt allerdings Mischgetränke, die ab 16 Jahren erlaubt sind:

  • Bier-Limonade-Mischgetränke
  • Wein-Mischgetränke

Nicht erlaubt sind:

  • Bier-Spirituosen-Limonade-Mischgetränke
  • Mischgetränke mit destilliertem bzw. hochprozentigen Alkohol und Limonaden

Generell gilt: Ab 16 Jahren darfst du Bier und Wein trinken. 14- und 15-Jährige dürfen Bier und Wein in der Öffentlichkeit nur in Begleitung ihrer Eltern trinken. Jüngeren ist der Konsum von Alkohol verboten, auch wenn die Eltern dabei sind.

 

Darf ich (15 Jahre alt) Wasserpfeife rauchen?

Wasserpfeifen werden auch Sisha, Nagrileh oder Blubber genannt. Meistens werden beim Rauchen aromatisierte Fruchttabake benutzt. Kinder und Jugendlichen ist sowohl der Erwerb von Tabakwaren als auch das Rauchen in der Öffentlichkeit verboten, also auch das Rauchen von Wasserpfeifen mit und ohne Fruchttabaken. Der Konsum im privaten Bereich ist nicht gesetzlich geregelt.


 

FAQs für Eltern

Wie lange darf sich mein Sohn, 14 Jahre alt, in unserer Dorfkneipe aufhalten?

Wenn Ihr Sohn in Begleitung eines Elternteils oder in Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person ist, darf er sich dort unbegrenzt lange aufhalten. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich ansonsten nur zwischen 5 Uhr und 23 Uhr in einer Gaststätte aufhalten, wenn sie dort eine Mahlzeit oder ein Getränk zu sich nehmen, nicht aber, um damit den Aufenthalt in einer Gaststätte zu rechtfertigen.

Aufenthalt in Gaststätten (§ 4 JuSchG)

Jugendliche ab 16 Jahren dürfen sich bis 24 Uhr in einer Gaststätte aufhalten, Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren nur in Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person.

 

Darf meine Tochter, 17 Jahre alt, Alcopops trinken?

Nein, Ihre Tochter darf Alcopops nicht trinken, wenn sie branntweinhaltig sind. Branntweinhaltige Getränke (z.B. klare Schnäpse, Liköre, Whiskey oder Mixgetränke, z.B. Cola-Rum) dürfen Jugendliche unter 18 Jahren nicht konsumieren. Darunter fallen auch die Alcopops aus branntweinhaltigem Getränkepulver.

Es gibt allerdings Mischgetränke, die ab 16 Jahren erlaubt sind:

  • Bier-Limonade-Mischgetränke
  • Wein-Mischgetränke

Nicht erlaubt sind:

  • Bier-Spirituosen-Limonade-Mischgetränke
  • Mischgetränke mit destilliertem bzw. hochprozentigem Alkohol und Limonaden

Generell gilt: Ab 16 Jahren dürfen Jugendliche Bier und Wein trinken. 14- und 15-Jährige dürfen Bier und Wein in der Öffentlichkeit nur in Begleitung ihre Eltern trinken. Jüngeren ist der Konsum von Alkohol verboten, auch wenn die Eltern dabei sind.

Alkoholische Getränke (§9 JuSchG) – Abgabe / Verzehr von Branntwein, branntweinhaltigen Getränken und Lebensmitteln

Alkoholische Getränke dürfen an Kinder nicht abgegeben werden. Auch der Verzehr darf ihnen nicht gestattet werden. Jugendliche ab 16 Jahren dürfen alkoholische Getränke wie z.B. Wein, Bier o.ä. trinken.

(Ausnahme von der Altersbegrenzung: Der Verzehr von Alkohol ist erlaubt, wenn 14- und 15-Jährige in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person [Eltern] sind). Achtung: Erziehungsbeauftragte Personen dürfen den Konsum von Alkohol nicht gestatten.

 

Mein Sohn, 15 Jahre, raucht heimlich bei Freunden, was kann ich tun?

In der Öffentlichkeit darf Ihr Sohn erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres rauchen. Der Konsum im privaten Bereich ist nicht gesetzlich geregelt. Ihnen bleibt nur das Gespräch über mögliche Gesundheitsrisiken, die besonders in der Wachstumsphase auftreten können.

 

Mein 15-jähriger Sohn hat mit seinen Freunden (15 und 16 Jahre) Wasserpfeife geraucht und behauptet, das sei kein Tabak. Stimmt das?

Gegenwärtig gibt es einen Trend unter den Jugendlichen, Wasserpfeife (auch Shisha, Nagrileh oder Blubber genannt) zu rauchen.

Meistens handelt es sich hier um aromatisierte Fruchttabake (Erdbeere, Apfel, Coca-Cola, Cappuccino etc.). Generell verbietet das Jugendschutzgesetz Kindern und Jugendlichen den Erwerb und Konsum von Tabakwaren. Dazu gehören auch Fruchttabake. In der Öffentlichkeit dürfen sie keinen Tabak rauchen. Eine gesetzliche Regelung für den privaten Gebrauch gibt es nicht.

Rauchen in der Öffentlichkeit, Tabakwaren (§ 10 JuSchG)

Kinder und Jugendliche dürfen in der Öffentlichkeit nicht rauchen und keine Tabakwaren kaufen.


Glossar

Betäubungsmittelgesetz
Zur Regulierung des Umgangs mit Betäubungsmitteln gibt es in Deutschland seit 1930 ein Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Dabei finden zwar regelmäßige Neuanpassungen statt, trotzdem kann es im Falle einiger Stoffe, insbesondere bei NPS, vorkommen, dass die Überarbeitung des Gesetzes den Neuentwicklungen auf dem Drogenmarkt hinterherhinkt.

Crystal Meth
Metamphetamin, auch Crystal, Meth oder Crystal Meth, sind synthetisch hergestellte, psychotrope und illegale Drogen aus der Gruppe der Amphetamine. Konsumiert wird Crystal vor allem in der Partyszene. Gefährlich ist die hohe Geschwindigkeit, mit der der Konsum zur psychischen Abhängigkeit führen kann und das Risiko einer lebensgefährlichen Überdosierung.

Flashback
Treten Wahrnehmungsstörungen wie visuelle Effekte Tage, Wochen oder sogar Monate nach dem Konsum von Drogen auf, spricht man umgangssprachlich von einem Flashback. Diese informelle Bezeichnung wurde durch den Begriff der persistierenden (andauernden) Wahrnehmungsstörung ersetzt. Über die tatsächliche Verbreitung ist bis heute wenig bekannt.

Legal Highs
Die häufig zur Tarnung als „Badesalz“ oder „Raumlufterfrischer“ angegebenen sogenannten Legal Highs gehören zu den Neuen Psychoaktiven Substanzen (NPS), welche entgegen ihren Namen teilweise unter das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) fallen. Die Problematik dieser Substanzen liegt in der ständigen Neuentwicklung und den ungewissen Effekten, die im Extremfall bis zum Tod reichen können.

NPS
Erläuterung folgt in Kürze

THC
THC steht für Tetrahidrocannabinol und ist der Rauschwirkungen hervorrufende Bestandteil der Hanfpflanze (Cannabis). Es handelt sich um ein psychoaktives Cannabinoid,  welches in Deutschland den Bestimmungen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) unterliegt. Wird THC durch Cannabis-Konsum aufgenommen, so erfolgt dies meist pur oder mit Tabak gemischt in Form eines Joints.


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