Der Schmerz sitzt tiefer

Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten

Verletzen Jugendliche ihren Körper in Form von Schnitt-, Brand- oder Bisswunden, kann dies bei pädagogischen Fachkräften schnell Hilflosigkeit und Überforderung hervorrufen. Die Selbstverletzungen haben für betroffene Jugendliche zwar oftmals eine entlastende Funktion, Pädagoginnen und Pädagogen bringt es jedoch in die herausfordernde Situation, abwägen zu müssen, wie sie sich verhalten.

Die erste impulsive Reaktion entspricht möglicherweise nicht immer einem angemessenen oder professionellen Umgang. Ein grundlegendes Wissen um das Thema Selbstverletzungen kann die Handlungsstrategien und Handlungssicherheit in solchen Situationen erweitern.

In dem Seminar befassen wir uns mit folgenden Fragen: Welche Formen selbstschädigenden Verhaltens gibt es? Welche Funktionen haben Selbstverletzungen für die Betroffenen? Welche Möglichkeiten gibt es, diese aufzugeben ohne kompensatorische Verhaltensweisen zu entwickeln? Wie kann professionelle Unterstützung aussehen? Die Teilnehmenden erhalten zudem Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von betroffenen Jugendlichen. Fallstricke und Chancen im Umgang mit ihnen werden thematisiert. Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, erarbeiten und diskutieren wir für die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmenden.

19. Februar
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1810

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