MOVE

Motivierende Kurzintervention
Alkohol, Zigaretten, Partydrogen, Cannabis und andere legale wie illegale Drogen auszuprobieren, gehört für viele Mädchen und Jungen zum Erwachsenwerden dazu. Die „Motivierende Kurzintervention“ ist eine erfolgreiche Methode, mit Mädchen und Jungen über ihr riskantes Konsumverhalten ins Gespräch zu kommen und sie zu Verhaltensänderungen anzuregen. MOVE kann als Kurzintervention in Schulen und Jugendeinrichtungen unkompliziert und spontan angewendet werden.

In dem dreitägigen Seminar werden anhand konkreter Gesprächssituationen Interventionen und Strategien vorgestellt und praktisch erprobt. Theoretische Grundlagen und Hintergrundwissen zu rechtlichen Aspekten und zur Suchtentwicklung werden dabei ebenfalls vermittelt.

27. / 28. März und 6. April
Seminar, dreitägig
€ 285,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Stephansstift und Hans Lilje Haus, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1720
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12. bis 14. Juni
Seminar, dreitägig
€ 300,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Waldschlösschen, Göttingen

Anmeldung | Buchungsnummer: S1740
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www.move-niedersachsen.de

Der optimale Körper

Riskante Schönheitsideale im Jugendalter

Jugendliche inszenieren sich oft auffällig: Körperbetonte Modetrends, strenge Diäten oder exzessiver Sport verdeutlichen eine starke Fokussierung auf das Aussehen. Sowohl innerfamiliär vorgelebte als auch medial vermittelte Schönheitsideale bieten Jugendlichen hierfür Orientierung und setzen sie gleichzeitig unter Druck, diesen Bildern zu entsprechen. Selbstzweifel, Verunsicherungen und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper sind mögliche Folgen, die die Identitätsentwicklung beeinträchtigen können. Aber auch Störungen im Essverhalten, Nebenwirkungen von Dopingmitteln sowie Komplikationen bei Piercings, Tattoos und Co. können mit dem Wunsch nach Körperoptimierung einhergehen.

An welchen Stellen müssen pädagogische Fachkräfte eingreifen, um Jugendliche vor den Folgen riskanter Schönheitsideale zu bewahren? Welche Experimente mit dem Körper sind im Jugendalter „normal“? Wie können Mädchen und Jungen darin gestärkt werden Schönheitsideale zu hinterfragen?

Diesen Fragen geht die Fachtagung nach und beleuchtet sie aus sexualpädagogischer
sowie suchtpräventiver Perspektive.

1. Juni 2017
Workshop-Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1730

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Praktische Hinweise, wie das Thema Körperkult mit Jugendlichen bearbeitet werden kann, werden in folgenden Seminaren erprobt:

„Mein Körper kann das – Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult“

„Entspannt im Körperkult – Den eigenen Körper fühlen lernen“

 

Mein Körper kann das!

Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult

Jugendliche orientieren sich an Schönheits- und Körperidealen, denen sie nur in den seltensten Fällen entsprechen. Selbstzweifel, Körperfrust und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper können Folgen sein. Erste Erfahrungen mit Intimität und Sexualität können dadurch als frustrierend empfunden werden oder finden erst gar nicht statt.

Wie kann pädagogische Arbeit diesem Problem entgegenwirken? Neben dem Hinterfragen und Reflektieren bestehender Schönheitsideale muss es aus Jugendschutzsicht auch darum gehen, den eigenen Körper wieder fühlbar zu machen – zum Beispiel, indem Erfolgserlebnisse geschaffen werden, die den eigenen Körper als stark, verlässlich und schön erlebbar machen.

Im Rahmen des Seminars werden verschiedene praktische und erlebnispädagogische Ansätze ausprobiert und ihr Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen diskutiert. Wir werden den Blick darauf lenken, was der eigene Körper alles kann – unabhängig davon, ob er muskulös ist oder nicht, klein oder groß, schmal oder kurvig.

20. Juni
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Jugend-, Gäste- und Seminarhaus Gailhof der Region Hannover, Wedemark

Anmeldung | Buchungsnummer: A1730

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Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00 €.

 

Der Schmerz sitzt tiefer

Pädagogisches Handeln bei selbstschädigendem Verhalten

Fügen sich Mädchen und Jungen selbst Schmerzen zu, indem sie ihren Körper in Form von Schnitt-, Brand- oder Bisswunden verletzen, kann dies bei Pädagoginnen und Pädagogen schnell Hilflosigkeit und Überforderung hervorrufen. Auch wenn die Selbstverletzungen für betroffene Jugendliche eine entlastende Funktion haben, so bringt es pädagogische Fachkräfte in die herausfordernde Situation, abwägen zu müssen wie sie mit der Situation umgehen.

Das Seminar gibt Einblicke in Denk- und Reaktionsmuster von betroffenen Jugendlichen. Fallen und Chancen im Umgang mit ihnen werden aufgezeigt. Pädagogische Interventions- und Unterstützungsmöglichkeiten, aber auch deren Begrenztheit, werden für die jeweiligen Arbeitsbereiche der Teilnehmenden erarbeitet.

22. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1750

 

Orientierung in der rechtlichen Grauzone

Handlungsstrategien im Umgang mit konsumierenden Jugendlichen

Wird der Konsum legaler oder illegaler Drogen in der Arbeit mit Jugendlichen zum Thema, wirft dies immer wieder auch Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen auf. Grundsätzlich ist der Konsum unter das Betäubungsmittelgesetz fallender Substanzen nicht strafbar. Der Konsum stellt eine straflose Selbstgefährdung dar.

Doch wie ist der Konsum ohne den verbotenen Besitz oder Erwerb möglich? Wie ist im pädagogischen Alltag mit der Informationspflicht der Eltern umzugehen? Wann müssen die Eltern der Mädchen und Jungen benachrichtigt werden? Müssen jegliche Vorfälle zur Anzeige gebracht werden? Mache ich mich strafbar, wenn ich den Konsum legaler oder illegaler Drogen auf dem Gelände meiner Einrichtung dulde? Und wie verhalte ich mich bei Hinweisen auf Drogenhandel? Liefere ich vorgefundene Substanzen bei der
Polizei ab oder vernichte ich sie am besten selbst?

In dem Seminar beleuchten wir diese und weitere Fragen aus suchtpräventiver und rechtlicher Perspektive.

26. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1760

 

Entspannt im Körperkult

Den eigenen Körper fühlen lernen

Jugendlichen steht heute ein großer Markt an Möglichkeiten offen den eigenen Körper zu inszenieren. Eine alle Lebensbereiche durchziehende Selbstoptimierung erschwert es Kindern und Jugendlichen, selbstbestimmt im um sich greifenden Körperkult zu agieren. Riskanter Substanzkonsum und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen können Folgen des allgegenwärtigen Glaubenssatzes „Mach was aus Dir!“ sein.

Aus präventiver Sicht kann ein positives Körpergefühl vor diesen möglichen Risiken schützen. Um Jugendliche dahingehend zu begleiten, dass sie ein möglichst positives Gefühl für ihren Körper entwickeln und das eigene Fühlen als wichtiger als das Aussehen begreifen, werden in dem Seminar Möglichkeiten der Förderung der eigenen Körperwahrnehmung vermittelt und erprobt.

Das sehr praktisch orientierte Seminar bietet die Gelegenheit zur Erprobung entspannungsfördernder Verfahren und thematisiert die Umsetzung im pädagogischen Alltag.

14. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1770

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Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (Buchungsnr. S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00.

 

Kein Alkohol ist auch keine Lösung

Alkoholprävention und Jugendschutz

Aus Wissenschaft und Praxis ist bekannt, dass Alkohol bei Kindern und Jugendlichen die am weitesten verbreitete psychoaktive Substanz ist. Mehr als zwei Drittel der 12- bis 17- Jährigen haben bereits Erfahrungen mit Alkohol. Jeder vierte der 16- bis 17-jährigen Mädchen und Jungen trinkt regelmäßig mindestens einmal pro Woche Alkohol.

Die Durchsetzung geltender Jugendschutzbestimmungen stellt im pädagogischen Alltag sowie im ordnungsrechtlichen Zusammenhang nach wie vor eine Herausforderung dar. Hierbei spielen auch die gesellschaftliche Verbreitung und die Akzeptanz von Alkohol eine entscheidende Rolle.

Zielt Suchtprävention als Teil des Jugendschutzes darauf, Jugendlichen einen risikoarmen und verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu vermitteln, wird derzeit von einigen Suchtpräventionsstellen gefordert, die Altersgrenze für die Abgabe alkoholischer Getränke jeglicher Art auf 18 Jahre anzuheben. Unter 18-Jährige sollen so künftig vor alkoholbedingten Schäden geschützt werden.

Auf der Fachtagung wollen wir im Expertenkreis diskutieren inwiefern Verbote eine präventive Wirkung haben, wie Jugendliche dahingehend begleitet werden können einen genussorientierten Umgang mit Alkohol zu erlernen und wie eine zeitgemäße Alkoholprävention aus Jugendschutzsicht aussehen kann.

6. Dezember
Jahrestagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1710