Sexualaufklärung Online

Wie informieren sich Mädchen und Jungen heute?

Wenn es um die eigene Sexualität, den eigenen Körper und die ersten Beziehungen geht, informieren sich Mädchen und Jungen auch im Internet. Hier treffen sie auf Beratungsseiten wie das Angebot Sextra von pro familia, auf denen die Informationen pädagogisch aufbereitet sind. Aber auch YouTube-Stars bieten Anknüpfungspunkte für Jugendliche. Hier geht es weniger um die Beantwortung konkreter Fragen, sondern um die persönlichen Meinungen oder Erlebnisse der Protagonisten: Der Schwangerschaftstest, der Liebeskummer nach einer Trennung oder Geschichten aus dem Beziehungsalltag sind Themen, die in den kurzen Clips behandelt werden. Dass sich hiermit Klischees und Vorurteile verfestigen können oder falsche Informationen tausendfach geteilt werden, sind Gefahren, die Jugendliche nicht erkennen. Welche Angebote nutzen Mädchen und Jungen, um sich zu informieren? Wie können „falsche“ Informationen wieder gerade gerückt werden? Welche Ansätze gibt es, die Online-Angebote auch in der pädagogischen Arbeit zu nutzen?

Die Fachtagung vermittelt Informationen über das Sexualverhalten Jugendlicher und legt den Fokus auf die Möglichkeiten und Grenzen der sexuellen Aufklärung im Internet.

6. April
Fachtagung
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1710

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„…ein schmaler Grat“

Grenzen (als Thema) sexualpädagogischer Arbeit

Nicht selten stehen pädagogische Fachkräfte vor der Aufgabe abzuwägen, welche Themen rund um Liebe, Sex und Partnerschaft sie wie und in welcher Deutlichkeit mit „ihren“ Jugendlichen behandeln können. Homophobe Sprüche, Sexismus oder sexualisierte Beleidigungen sind in der pädagogischen Arbeit mit Jugendlichen durchaus Themen. In welchen Situationen kann oder muss ich als pädagogische Fachkraft eingreifen und welche kann ich auch mal „laufen lassen“? Wie kann mit sehr heterogenen
Gruppen oder Jugendlichen mit problematischen Einstellungen zu Geschlechterrollen gearbeitet werden?

Im Rahmen des Seminars werden die verschiedenen Ebenen und Herausforderungen
sexualpädagogischer Arbeit sowie die eigene Haltung beleuchtet.

4. Mai
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1720

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Der optimale Körper

Riskante Schönheitsideale im Jugendalter

Jugendliche inszenieren sich oft auffällig: Körperbetonte Modetrends, strenge Diäten oder exzessiver Sport verdeutlichen eine starke Fokussierung auf das Aussehen. Sowohl innerfamiliär vorgelebte als auch medial vermittelte Schönheitsideale bieten Jugendlichen hierfür Orientierung und setzen sie gleichzeitig unter Druck, diesen Bildern zu entsprechen. Selbstzweifel, Verunsicherungen und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper sind mögliche Folgen, die die Identitätsentwicklung beeinträchtigen können. Aber auch Störungen im Essverhalten, Nebenwirkungen von Dopingmitteln sowie Komplikationen bei Piercings, Tattoos und Co. können mit dem Wunsch nach Körperoptimierung einhergehen.

An welchen Stellen müssen pädagogische Fachkräfte eingreifen, um Jugendliche vor den Folgen riskanter Schönheitsideale zu bewahren? Welche Experimente mit dem Körper sind im Jugendalter „normal“? Wie können Mädchen und Jungen darin gestärkt werden Schönheitsideale zu hinterfragen?

Diesen Fragen geht die Fachtagung nach und beleuchtet sie aus sexualpädagogischer
sowie suchtpräventiver Perspektive.

1. Juni 2017
Workshop-Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Pavillon, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1730

Praktische Hinweise, wie das Thema Körperkult mit Jugendlichen bearbeitet werden kann, werden in folgenden Seminaren erprobt:

„Mein Körper kann das – Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult“

„Entspannt im Körperkult – Den eigenen Körper fühlen lernen“

 

Mein Körper kann das!

Mit Erfolgserlebnissen gegen den Körperkult

Jugendliche orientieren sich an Schönheits- und Körperidealen, denen sie nur in den seltensten Fällen entsprechen. Selbstzweifel, Körperfrust und ein gehemmter Umgang mit dem eigenen Körper können Folgen sein. Erste Erfahrungen mit Intimität und Sexualität können dadurch als frustrierend empfunden werden oder finden erst gar nicht statt.

Wie kann pädagogische Arbeit diesem Problem entgegenwirken? Neben dem Hinterfragen und Reflektieren bestehender Schönheitsideale muss es aus Jugendschutzsicht auch darum gehen, den eigenen Körper wieder fühlbar zu machen – zum Beispiel, indem Erfolgserlebnisse geschaffen werden, die den eigenen Körper als stark, verlässlich und schön erlebbar machen.

Im Rahmen des Seminars werden verschiedene praktische und erlebnispädagogische Ansätze ausprobiert und ihr Einsatz in der Arbeit mit Jugendlichen diskutiert. Wir werden den Blick darauf lenken, was der eigene Körper alles kann – unabhängig davon, ob er muskulös ist oder nicht, klein oder groß, schmal oder kurvig.

20. Juni
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Jugend-, Gäste- und Seminarhaus Gailhof der Region Hannover, Wedemark

Anmeldung | Buchungsnummer: A1730

Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00 €.

 

Das bestimme ich!

Sexuelle Selbstbestimmung als Thema in der praktischen Arbeit

Mädchen und Jungen haben das Recht, selbstbestimmt ihre eigene Sexualität zu entwickeln. Dieses Recht ist wichtig für ein gelungenes Aufwachsen und die Ausbildung einer eigenen Identität.

Die Umsetzung in der Praxis wird jedoch erschwert durch homophobe Sprüche, sexistische Beleidigungen oder den inneren Druck, bestimmten Meinungen oder Verhaltensweisen zu entsprechen. All dies kann sich auf eine selbstbestimmte Entwicklung der Geschlechtsidentität schädlich auswirken.

In der Thematisierung sexueller Selbstbestimmung liegt die Chance, dass Kinder und Jugendliche ihre Rechte kennen und sich für die anderer einsetzen. Aber sie bedeutet auch eine Herausforderung für pädagogische Fachkräfte, die sich im Spannungsfeld zwischen dem Akzeptieren der Meinungen und Entscheidungen der Jugendlichen und dem Auftrag der erzieherischen Kontrolle zum Schutz der Jugendlichen bewegen.

Im Rahmen des Seminars werden Zugänge zur Förderung der sexuellen Selbstbestimmung diskutiert und erprobt.

21. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: A1740

 

Entspannt im Körperkult

Den eigenen Körper fühlen lernen

Jugendlichen steht heute ein großer Markt an Möglichkeiten offen den eigenen Körper zu inszenieren. Eine alle Lebensbereiche durchziehende Selbstoptimierung erschwert es Kindern und Jugendlichen, selbstbestimmt im um sich greifenden Körperkult zu agieren. Riskanter Substanzkonsum und gesundheitsschädigende Verhaltensweisen können Folgen des allgegenwärtigen Glaubenssatzes „Mach was aus Dir!“ sein.

Aus präventiver Sicht kann ein positives Körpergefühl vor diesen möglichen Risiken schützen. Um Jugendliche dahingehend zu begleiten, dass sie ein möglichst positives Gefühl für ihren Körper entwickeln und das eigene Fühlen als wichtiger als das Aussehen begreifen, werden in dem Seminar Möglichkeiten der Förderung der eigenen Körperwahrnehmung vermittelt und erprobt.

Das sehr praktisch orientierte Seminar bietet die Gelegenheit zur Erprobung entspannungsfördernder Verfahren und thematisiert die Umsetzung im pädagogischen Alltag.

14. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: S1770

Teilnehmende, die auch die Fachtagung „Der optimale Körper – Riskante Schönheitsideale im Jugendalter“ (Buchungsnr. S1730) besuchen, erhalten eine Ermäßigung der Teilnahmekosten auf € 50,00.