Gemobbt – und was jetzt?

Mobbing, die systematische Schikane einzelner Mädchen und Jungen, kann große Belastungen hervorrufen. Ängste, Depressionen, und psychosomatische Reaktionen können die Folgen sein. Die Betroffenen entkommen einer Mobbing-Situation – z. B. in der Schule, im Hort, in einer Ferienfreizeit – selten aus eigener Kraft. In der Regel sind sie auf die Unterstützung durch Erwachsene angewiesen, damit die Übergriffe beendet werden.

Mobbing ist nicht nur eine Angelegenheit zwischen „Opfer“ und „Täter/Täterin“; auch die Zuschauer und Mitwisser sind für die Entwicklung des Mobbinggeschehens von Bedeutung. Fachkräfte brauchen für die Intervention also ein grundlegendes Wissen über die Gruppendynamik bei Mobbing sowie über das Erleben der beteiligten Kinder bzw. Jugendlichen.

Im Mittelpunkt des Seminars stehen Fragen wie diese: Was ist im Kontakt mit Betroffenen, im ersten Gespräch und bei weiteren Schritten wichtig? Was können Fachkräfte tun, wenn außer ihnen niemand dem Mädchen oder Jungen glaubt? Welche Fallstricke gibt es bei der Intervention?

Die Erfahrungen der Teilnehmenden mit diesen und weiteren Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars. Ziel ist es, anhand von konkreten Fallkonstellationen praxisorientierte Handlungspläne zur Beendigung von Mobbingsituationen zu erarbeiten. Beispiele aus dem eigenen Arbeitsalltag können eingebracht und exemplarisch bearbeitet werden.

24. Januar
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1810

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So schlimm war das doch gar nicht…

Handlungsorientierungen für den Umgang mit Mobbing unter Kindern

Mobbing ist unter Kindern und Jugendlichen weit verbreitet: Verbale Angriffe, subtile Ausgrenzung oder Diskriminierung kommen praktisch in jeder Schule vor, manchmal auch in außerschulischen Kontexten. Für betroffene Mädchen und Jungen sind solche Übergriffe eine große Belastung. In der Regel sind sie auf die Unterstützung von Erwachsenen angewiesen, um so einer Situation zu entkommen. Um Mobbingprozesse zu unterbinden und die betroffenen Kinder wirkungsvoll zu unterstützen, sind Gegenstrategien erforderlich, die sich auf die ganze Gruppe beziehen. Das Seminar soll pädagogischen Fachkräften helfen, die Entstehung von Mobbing zu verstehen und mit Blick auf Gruppenprozesse sinnvoll zu reagieren.

7. Februar und 14. März 2018
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1830

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Diskriminierung verlernen

Grenzen und Spiel-Räume in der gewaltpräventiven Arbeit

Im Jugendalter sind Wertschätzung und Zugehörigkeit wesentliche Grundlagen für die Entwicklung von Identität und Selbstwertgefühl. Mädchen und Jungen sind in dieser Hinsicht sehr bedürftig – und sehr verletzbar. Was passiert, wenn ihr Bedürfnis nach Zugehörigkeit nicht beachtet wird? Wie reagieren Jugendliche auf Ablehnung und Diskriminierung? Und können solche Erfahrungen trotz Kränkung oder Verletzung konstruktiv genutzt und bewältigt werden? Diese Themen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Diskriminierung und ihre Folgen sollen mit theaterpädagogischen Methoden anschaulich gemacht und reflektiert werden. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit den Sichtweisen der „Opfer“ und der „Täter“: Was erleben die Beteiligten in ihren jeweiligen Rollen? Wie werden Abwertungen von den Betroffenen wahrgenommen? Ein weiterer Aspekt ist die Perspektive von unbeteiligten Beobachtern: Warum werden Diskriminierungen oft übersehen? Und wie wirkt die Anwesenheit von Unbeteiligten auf die Situation?

Auf Basis dieser Fragen wollen wir unterschiedliche Möglichkeiten des Umgangs mit Ausgrenzung und Abwertung entwickeln. Ziel des Seminars ist die Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Diskriminierungen und für die Präventionsarbeit mit Jugendlichen.

13. und 14. Februar
Seminar
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1820

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Mit mir nicht! – Sexuelle Übergriffe im Internet

Kommunikationswege, Prävention und Unterstützung

Unfreiwillige sexuelle Kontakte und Übergriffe gegenüber Jugendlichen sind keineswegs selten; Online-Medien spielen dabei zunehmend eine Rolle. Zu solchen Übergriffen gehören Exhibitionismus, verbale Belästigung, die Konfrontation mit pornografischem Material oder Cyber-Grooming, also das gezielte Ansprechen von Kindern oder Jugendlichen mit dem Ziel, sexuelle Kontakte anzubahnen. Weil soziale Netzwerke, Chats und Online-Spiele aus dem Alltag von Minderjährigen nicht mehr wegzudenken sind, muss die Prävention sexueller Gewalt sich auch mit den Risiken digitaler Kommunikation befassen.

Bei der Tagung werden Kommunikationswege und Täterstrategien vorgestellt, die zu sexueller Belästigung im Netz führen können. Daran anknüpfend werden Ansatzpunkte für die Prävention und Intervention thematisiert: Was sollen Jugendliche wissen und können, um sich gegen Übergriffe zu wehren? Welche Folgen hat digitale Gewalt? Und wie können pädagogische Fachkräfte betroffene Mädchen und Jungen unterstützen?

11. April
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Akdemie des Sports, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1840

Wir können auch anders…

Ansätze für die Gewaltprävention in der Arbeit mit Gruppen

Nach einem Gewaltausbruch, wenn es gekracht hat oder wenn jemand ausgeflippt ist, geht es zuerst darum, die Beteiligten zu beruhigen und die Situation zu klären. Mindestens ebenso wichtig ist aber die Frage, wie es zu dem Ausbruch gekommen ist: Was ist vorher passiert? Was war der Auslöser? Ausgangspunkt des Seminars sind aggressive Alltagssituationen und Eskalationen in Gruppen. Die Betrachtung solcher Situationen kann helfen, Faktoren zu erkennen, die die eigenen Handlungsmöglichkeiten in Konfliktsituationen positiv wie negativ beeinflussen. Dabei geht es um die jeweils individuellen Einstellungen zu Konflikten und Gewalt und um das eigene Sicherheitsempfinden.

Daran anschließend wird die Frage aufgegriffen, wie man auf kleine Probleme sinnvoll reagieren kann, um große Schwierigkeiten zu verhindern.

Das Seminar richtet sich an pädagogische Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

15. und 31. Mai
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1850

 

Kinderschutz in der Kita

Benachteiligung verhindern und Resilienz fördern

Kinderarmut ist ein ernstes Problem für die betroffenen Familien und für die Gesellschaft insgesamt. Materieller Mangel, beengter Wohnraum oder stark eingeschränkte Möglichkeiten für familiäre Aktivitäten belasten das Familienleben. Überforderung der Eltern und Verhaltensauffälligkeiten der Kinder können dann die Konsequenz sein.

Studien haben gezeigt, dass Kinder aus armen Familien auf Dauer in ihren Bildungschancen, bei Gesundheit und Teilhabe benachteiligt sind. Armut ist also ein gewichtiger Risikofaktor für die Entwicklung betroffener Kinder. Diese Risiken und ihre Folgen sind auch in Kitas zu spüren und müssen dort berücksichtigt werden. Zum Kinderschutz in der Kita gehört es deshalb, Ausgrenzung und Stigmatisierung zu verhindern und positive Bewältigungsstrategien zu unterstützen.

Die damit zusammenhängenden Fragen stehen bei der Tagung im Mittelpunkt: Neben Informationen über die Hintergründe und Folgen von Armut für Kinder geht es um geeignete Konzepte und Maßnahmen für die Prävention von Kindeswohlgefährdung.

16. Mai
Tagung
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
DRK-Seminar- und Tagungszentrum, Hannover

Anmeldung über den DRK-Landesverband Nds.

 

Basic Jugendschutz Gewalt

Was ist der Unterschied zwischen einem Streit und Gewalt? Ist ein Klaps auf den Po schon eine Kindesmisshandlung? Und wie ist der Zusammenhang zwischen Kriminalität, Migrationsgeschichte und Geschlecht zu bewerten? Helfen Strafen gegen Gewalt? Welche Rechte haben Betroffene? Und welche Unterstützung brauchen sie?

Mit diesem Seminar möchten wir für unterschiedliche Formen von Gewalt sensibilisieren, rechtliche Konsequenzen bei übergriffigem und verletzendem Verhalten aufzeigen und Präventionsansätze vorstellen, die ein gewaltfreies Verhalten fördern.

22. August
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
St. Clemens, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1820

 

Ignorieren hilft nicht! Funktionen und Folgen digitaler Gewalt

Ansatzpunkte für Prävention und Intervention

Im Netz geht es manchmal ziemlich ruppig zu, Hasskommentare, Shitstorms und Cyber-Mobbing sind weit verbreitet. Für Eltern und pädagogische Fachkräfte stellt sich mit Blick auf Kinder und Jugendliche die Frage, welche Risiken diese Konfrontation mit Gemeinheiten, Drohungen und Diskriminierungen mit sich bringt. Welche Folgen hat Online-Gewalt für Betroffene? Welche Motivationen gibt es auf Seiten der Angreifer? Wie können boshafte und diskriminierende Äußerungen die „Zuschauer“ und „Mitleser“ beeinträchtigen?

Im Seminar werden die Funktionen und Wirkungen digitaler Gewalt vor dem Hintergrund von Entwicklungsherausforderungen wie Pubertät von Jugendlichen, eingeordnet. Denn vor allem in diesem Alter können sich Herabsetzungen und Verunglimpfungen besonders brisant auf das Selbstwertgefühl auswirken. Daran anknüpfend geht es um Möglichkeiten der Prävention und um die Unterstützung, wenn es zu Online-Übergriffen gekommen ist.

6. September
Seminar
€ 70,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1860

 

Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen Jugendlicher sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, ein Gefühl von Schwäche zu bekämpfen und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt eine subjektiv sinnvolle – wenn auch meist nur kurzfristige – Problemlösung. Für die Prävention folgt daraus: Was ermutigt Mädchen und Jungen, solche Strategien aufzugeben und andere zu entwickeln? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze aus der konfrontativen Konfliktbearbeitung ausprobiert. Diese sollen eine Weiterarbeit an kooperativen Konfliktlösungen ermöglichen.

Ziel des Seminars ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten für einen kreativen, konstruktiven Umgang mit Konflikten – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewalthandlungen zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein. Eingeladen sind pädagogische Fachkräfte aus Jugendarbeit, Jugendhilfe und Schule.

31. Oktober und 21. November
Seminar, zweitägig
€ 140,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1870

 

„Du willst es, du kriegst es“

Ist eine Erziehung zum Verzicht möglich?

Ich sehe, was du siehst, was du hörst, was du isst. Ich beobachte, was du kaufst, ich weiß, was du bist – oder sein willst. Durch das Hinterlassen von Datenspuren sind junge Menschen noch interessanter für die Wirtschaft geworden. Auch für das Funktionieren von sozialen Netzwerken und innerhalb von Peer Groups ist das Veröffentlichen der Konsummuster scheinbar lebenswichtig.

Fragt man Jugendliche nach ihrem Berufswunsch, wird nicht selten YouTuberin oder Fußballer gesagt – Hauptsache schnell reich. Geld haben und ausgeben können scheint eine neue Schlüsselqualifikation zu sein. Der Druck ist groß, gerade für Kinder und Jugendliche, dazuzugehören, mit dem richtigen Kopfhörer, dem angesagten Spiel und der abgefahrenen Klamotte. Wenn die meisten Kinder bereits in der Grundschule ein eigenes Smartphone besitzen, Turnschuhe für 200 Euro selbstverständlich sind und schon 6-Jährige beim Friseur gestylt werden, ist Kritik an diesem Konsumverhalten nicht gern gesehen.

Ein vermeintlich auf individuelle Bedürfnisse ausgerichteter Markt, der Produkte passgenauals Dauerwerbeeinblendung ins Leben spiegelt, lässt eine pädagogisch motivierte Konsumerziehung als Spielverderber und Zerstörer identitätsstiftender Handlungen erscheinen.

Was kann aus pädagogischer Sicht getan werden, um Kindern wie Jugendlichen ihre
individuellen Stärken jenseits des Konsumdrucks erlebbar werden zu lassen? Und was ist mit denjenigen, die sich das alles nicht leisten können? Deren Taschengeld oder Lohn nicht ausreicht und die sich vielleicht dann unrechtmäßig nehmen, was andere mühelos bekommen? Was ist mit jenen, die sich ausgeschlossen und wertlos fühlen? Und mit denen, die sich das nicht leisten wollen? Die „containern“ oder aus Sorge um die Vernichtung von Ressourcen auf Konsum bewusst verzichten? Sind das Einzelfälle? Dienen sie als Vorbilder?

Mit der Tagung möchten wir der Frage nachgehen, welche Funktion der Konsum für Mädchen und Jungen hat, was es bedeutet, wenn man aufgrund von Armut nicht mithalten kann oder aus Überzeugung nicht mithalten will und wie eine Auseinandersetzung über problematische Konsummuster geführt werden muss.

5. Dezember
Jahrestagung
€ 80,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
HCC, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: J1830