Gemobbt – und was jetzt?

Lösungen für Mobbingsituationen in Schule und Jugendarbeit finden

Mobbing, die systematische Schikane einzelner Mädchen und Jungen, kann große Belastungen hervorrufen. Ängste, Depressionen, und psychosomatische Reaktionen sind häufige Symptome. Die Betroffenen können so einer Situationen – z. B. in der Schule, im Hort, in einer Ferienfreizeit – nicht einfach entkommen. In der Regel sind sie auf die Unterstützung durch Erwachsene angewiesen, damit die Übergriffe beendet werden.

Fachkräfte brauchen dafür ein grundlegendes Wissen über die Gruppendynamik bei Mobbing und über die Fallstricke bei der Intervention. Was ist im Kontakt mit Betroffenen, im ersten Gespräch und bei weiteren Schritten wichtig? Was können Fachkräfte tun, wenn außer ihnen niemand dem Mädchen oder Jungen glaubt? Die Erfahrungen der Teilnehmenden mit diesen Fragen stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Ziel ist es, anhand von konkreten Fallkonstellationen praxisorientierte Handlungspläne zur Beendigung von Mobbingsituationen zu erarbeiten.

17. August
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1750

» mehr Informationen

 

„So schlimm war das doch gar nicht…“

Handlungsorientierungen für den Umgang mit Mobbing unter Kindern

Untersuchungen zufolge ist Mobbing für viele Kinder und Jugendliche eine alltägliche Erfahrung. Ausgrenzen, demütigen, lächerlich machen, verprügeln: Die Handlungen, denen die betroffenen Jungen und Mädchen ausgesetzt sind, sind vielfältig, auch die Kommunikation im Internet spielt dabei eine große Rolle. Wer gemobbt wird, steht unter großem Stress und sieht oft keine Chance, der Situation zu entkommen. Trotzdem sprechen betroffene Mädchen und Jungen selten von sich aus über ihre Notlage – oft aus Angst, nicht ernst genommen zu werden, aber auch, weil sie befürchten, nach der Aufdeckung noch massiver angegriffen zu werden.

Das Seminar hat zum Ziel, die Entstehung von Mobbingsituationen nachzuvollziehen und geeignete Gegenmaßnahmen kennenzulernen.

Dabei wird vor allem die Gruppendynamik in den Blick genommen: Mobbing betrifft in der Regel die ganze Gruppe, z.B. als Zuschauer oder Mitwisser. Deshalb müssen sich auch Gegenstrategien auf die ganze Klasse bzw. Gruppe beziehen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können im Seminar eigene Erfahrungen reflektieren und ihr Handlungsrepertoire erweitern, um Mobbing zu verhindern, Eskalationen zu stoppen und kooperative Gruppenprozesse zu initiieren.

31. August und 13. September 2017
Seminar
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1721

» weitere Informationen

Hinterfragen, Fakten checken, dagegenhalten

Der Umgang mit digitalem Hass und Gewalt im Netz

Die wesentliche Kommunikation unter Jugendlichen findet über das Internet in sozialen Netzwerken statt. Zudem organisieren Mädchen und Jungen online fast alles, was zu ihrer Informationssuche, ihren Interessen und Vorlieben und ihrer Selbstdarstellung gehört. Dabei sind sie in der Regel sehr souverän beim Einsatz der zur Verfügung stehenden Tools. Schlechte Erfahrungen, z. B. die Konfrontation mit Beleidigungen, Diskriminierung, mit Cyber-Mobbing oder Hasskommentaren sind dabei nicht ausgeschlossen.

Vielen Jugendlichen sind diese Risiken bewusst, sie nehmen sie als Kehrseite der Chancen, die das Netz bietet, in Kauf. Attacken und Hasskommentare zu ignorieren, ist eine mögliche Reaktion, weitere Gegenstrategien fehlen Jugendlichen jedoch oft.

Im Seminar sollen zweckmäßige Handlungsoptionen diskutiert werden, mit denen digitale Gewalt eingegrenzt und Verbreitung von Diskriminierungen verhindert werden kann.

 

20. September
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1760

» weitere Informationen

 

Von der Konfrontation zur Kooperation

Training für den Umgang mit Gewalt und Konflikten

Gewalttätige Handlungen Jugendlicher sind häufig Versuche, mit einer als bedrohlich empfundenen Situation umzugehen. Andere anzugreifen kann dazu dienen, Schwäche zu bekämpfen und Stärke zu demonstrieren. Insofern ist Gewalt eine – wenn auch meist nur kurzfristige – Problemlösung. Für die Prävention von Gewalt folgt daraus: Was ermutigt Mädchen und Jungen, solche Strategien aufzugeben und andere zu entwickeln? Im Seminar werden in Übungen und Rollenspielen Ansätze aus der konfrontativen Konfliktbearbeitung ausprobiert. Diese sollen eine Weiterarbeit an kooperativen Konfliktlösungen ermöglichen. Ziel des Seminars ist die Erweiterung und Festigung eigener Fähigkeiten für einen kreativen, konstruktiven Umgang mit Konflikten – und die Reflexion einer Haltung, die hilft, Gewalthandlungen zu verstehen, ohne mit ihnen einverstanden zu sein.

1. und 15. November
Seminar, zweitägig
€ 120,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1780

 

Mädchengewalt verstehen

Hintergründe, Folgen und Ansätze für die pädagogische Arbeit

Rein statistisch scheint das Thema ein Randproblem zu sein. Dennoch steht immer wieder die Frage im Raum, ob die Gewaltbereitschaft von Mädchen zunimmt, z. B. angesichts besonders medienwirksamer Einzelfälle. Fakt ist, dass der Schaden für die Betroffenen, der durch Gewalt von Mädchen angerichtet wird und die Folgen für die gewalttätigen Mädchen selbst , ebenso gravierend sein können wie die Konsequenzen von männlicher Gewalt.

Die Hintergründe und Risikofaktoren der Gewalt von Jungen sind jedoch nicht deckungsgleich mit denen der Mädchen. Aufgrund geringerer Fallzahlen sind mädchenspezifische Ansätze in der Intervention und Prävention nicht sehr verbreitet. Im Mittelpunkt des Seminars stehen deshalb die Entwicklungsverläufe von Gewaltverhalten bei weiblichen Jugendlichen und die Vorstellung von Ansätzen für die Anti-Gewalt-Arbeit mit ihnen.

9. November
Seminar
€ 60,00 (inkl. vegetarischer Verpflegung)
Seminarzentrum, Hannover

Anmeldung | Buchungsnummer: G1770